Abo
  • IT-Karriere:

3D-Druck: Objektive in Haaresbreite

Mit einem ungewöhnlichen 3D-Drucker haben Forscher der Universität Stuttgart ein Kameraobjektiv gebaut, das kaum dicker ist als ein menschliches Haar. Das macht die Technik für die Medizin, aber auch für Spione interessant.

Artikel veröffentlicht am ,
3D-gedrucktes Objektiv auf einer optischen Faser neben einer Fliege.
3D-gedrucktes Objektiv auf einer optischen Faser neben einer Fliege. (Bild: Uni Stuttgart)

Mit einem Laser und Fotolack erstellen Wissenschaftler der Universität Stuttgart optische Freiformflächen, die die Grundlage für winzige Objektive im Millimeterbereich bilden. Die optischen Linsen sind kaum größer als ein Haar.

  • Linsen direkt auf dem CMOS Sensor. (Bild: Timo Gissibl/ Uni Stuttgart)
  • Komplexe Triplett-Linse, hergestellt durch Femtosekunden 3D Druck auf einer Monomoden-Glasfaser.(Bild: Timo Gissibl/ Uni Stuttgart)
  • 3D-gedrucktes Objektiv auf einer optischen Faser neben einer Fliege. (Bild: Timo Gissibl/ Uni Stuttgart)
  • 3-Linsen-Objektiv neben einem menschlichen Haar. (Bild: Timo Gissibl/ Uni Stuttgart)
Linsen direkt auf dem CMOS Sensor. (Bild: Timo Gissibl/ Uni Stuttgart)
Stellenmarkt
  1. Ragaller GmbH & Co. Betriebs KG, Langenweddingen
  2. Technische Universität Dresden, Dresden

Die Forscher verwenden einen Femtosekundenlaser, der eine Pulsdauer von weniger als 100 Femtosekunden besitzt und mit einem Mikroskop in flüssigen Fotolack schießt. Dieser wurde vorher auf eine kleine Glasplatte oder Glasfaser aufgetragen. An den belichteten Stellen härtet der Fotolack. Der Laser baut so die Linse auf, wobei die Forscher sogar mehrlinsige Objektive erstellen können.

Doktorand Timo Gissibl hat entsprechende Mikroobjektive auch auf Glasfasern gedruckt, die als Grundlage für extrem feine Endoskope genutzt werden könnten. Das macht natürlich nur Sinn, wenn auch die Beleuchtung miniaturisiert wird. Deshalb wurde auch die Optik einer LED mit dem Verfahren erstellt. So lassen sich die Bereiche ausleuchten, in denen die Kamera arbeiten soll. Das Objektiv misst im Durchmesser 100 Mikrometer. Die Naheinstellgrenze liegt bei 3 mm.

Die Optiken können auch auf CMOS-Chips gedruckt werden, wodurch extrem kleine Kameras entstehen, die beispielsweise in Miniaturdrohnen in Insektengröße eingebaut werden könnten. Das dürfte vor allem für Militärs für Aufklärungszwecke interessant sein.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 15,99€
  2. 69,99€ (Release am 21. Februar 2020, mit Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 3,40€
  4. (-71%) 19,99€

m9898 30. Jun 2016

Naja, aber auf jeden Fall sollten da digitale Bilddateien rauskommen, und die wären halt...

ad (Golem.de) 29. Jun 2016

Genau das sind sie

Martze 29. Jun 2016

An den berichteten Stellen härtet der Fotolack. -> An den belichteten Stellen härtet der...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy Fold - Hands on (Ifa 2019)

Das Galaxy Fold scheint gerettet: Samsungs Verbesserungen zahlen sich aus, wie unser erster Test des Gerätes zeigt.

Samsung Galaxy Fold - Hands on (Ifa 2019) Video aufrufen
Atari Portfolio im Retrotest: Endlich können wir unterwegs arbeiten!
Atari Portfolio im Retrotest
Endlich können wir unterwegs arbeiten!

Ende der 1980er Jahre waren tragbare PCs nicht gerade handlich, der Portfolio von Atari war eine willkommene Ausnahme: Der erste Palmtop-Computer der Welt war klein, leicht und weitestgehend DOS-kompatibel - ideal für Geschäftsreisende aus dem Jahr 1989 und Nerds aus dem Jahr 2019.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Retrokonsole Hauptverantwortlicher des Atari VCS schmeißt hin

Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons
Alexa
Das allgegenwärtige Ohr Amazons

Die kürzlich angekündigten Echo-Produkte bringen Amazons Sprachassistentin Alexa auf die Straße und damit Datenschutzprobleme in die U-Bahn oder in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Mehrere Landesdatenschutzbeauftragte haben Golem.de erklärt, ob und wie die Geräte eingesetzt werden dürfen.
Von Moritz Tremmel

  1. Digitaler Assistent Amazon bringt neue Funktionen für Alexa
  2. Echo Frames und Echo Loop Amazon zeigt eine Brille und einen Ring mit Alexa
  3. Alexa Answers Nutzer smarter Lautsprecher sollen Alexa Wissen beibringen

Gemini Man: Überflüssiges Klonexperiment
Gemini Man
Überflüssiges Klonexperiment

Am 3. Oktober kommt mit Gemini Man ein ambitioniertes Projekt in die deutschen Kinos: Mit HFR-Projektion in 60 Bildern pro Sekunde und Will Smith, der gegen sein digital verjüngtes Ebenbild kämpft, betreibt der Actionfilm technisch viel Aufwand. Das Seherlebnis ist jedoch bestenfalls komisch.
Von Daniel Pook

  1. Filmkritik Apollo 11 Echte Mondlandung als packende Kinozeitreise

    •  /