3D-Druck: Mighty Buildings druckt Häuser in Kalifornien

Das Fertighaus aus dem Drucker: Das kalifornische Startup Mighty Buildings baut Häuser mit dem 3D-Drucker auf. Durch das Druckverfahren sollen 95 Prozent weniger Arbeitskosten entstehen als beim Bau eines konventionellen Hauses. Ziel ist, vergleichsweise günstige Häuser in Kalifornien anzubieten.
3D-gedruckte Häuser gibt es schon diverse. In Mexiko etwa hat die gemeinnützige Organisation New Story zusammen mit dem US-Unternehmen Icon Ende vergangenen Jahres angefangen, eine Siedlung aus 3D-gedruckten Häusern zu bauen . In Westerlo in Belgien und in Nantes in Frankreich stehen 3D-gedruckte Häuser. In Madrid wurde eine Brücke per 3D-Drucker aufgebaut .
Das Druckmaterial ist ein Verbundwerkstoff
Sie wurden vor Ort von einem Drucker aus Beton aufgebaut. Mighty Buildings(öffnet im neuen Fenster) verfolgt aber ein anderes Konzept: Gedruckt wird in der Fabrik, was den Aufwand verringert. Als Baumaterial nutzt das Startup keinen Beton, sondern ein Light-Stone-Material, "ein steinartiges Verbundmaterial" , das deutlich leichter als Beton sein soll. Der Prozess soll zu 80 Prozent automatisiert ablaufen.
Das synthetische Material wird von einem Druckkopf in einer Wabenstruktur ausgebracht. Es härtet unter ultraviolettem (UV) Licht aus. Entsprechende Lichtquellen sind am Druckkopf angebracht, so dass Drucken und Härten in einem Arbeitsgang geschehen. Die Zwischenräume der Wabenstruktur werden zur Wärmeisolation ausgeschäumt. Letzter Schritt ist, die Wände zu schleifen, so dass sie eine glatte Oberfläche bekommen.

Gedacht sind die Häuser in erster Linie als Ergänzung zu bestehenden Häusern, also etwa als Gartenhaus für Gäste oder als Büro. Mighty Buildings bietet sie in verschiedenen Größen(öffnet im neuen Fenster) an - angefangen vom 35 Quadratmeter großen Ein-Zimmer-und-Bad-Apartment bis zum Bungalow mit drei Zimmern und zwei Bädern auf einer Fläche von 133 Quadratmetern.
Mighty Buildings hat bereits zwei Häuser fertiggestellt(öffnet im neuen Fenster) : eines in San Diego und eines in San Ramon. Die Häuser können über die Website bestellt werden. Das kleinste kostet 135.000 US-Dollar.



