3D-Druck-Messe Formnext 2021: Raus aus der Nische

3D-Druck wird immer schneller, schöner und effizienter. Die Technologie ist dabei, die Produktion zu revolutionieren und in unseren Alltag einzuziehen.

Ein Bericht von Elias Dinter veröffentlicht am
Verwobenes aus dem 3D-Drucker auf der Formnext 2021
Verwobenes aus dem 3D-Drucker auf der Formnext 2021 (Bild: Mesago / Marc Jacquemin)

Obwohl die ersten 3D-Drucker schon in den 1980er-Jahren die Forschungslabore verließen, hatte die Technik jahrzehntelang einen schweren Stand. Die Vision, dass jeder und überall Alltagsgegenstände aus einer Art Metamaterial fertigen könnte, bleibt zwar bis auf Weiteres Science-Fiction, allerdings hat sich der 3D-Druck seit einiger Zeit als eigenständiger Fertigungsprozess in der Industrie etabliert und bei Privatanwendern die Schreibtische und Garagen erobert.

Formnext, Europas größte Fachmesse für additive Fertigung, hat in diesem Jahr gezeigt: Die Geräte werden immer größer, schneller und besser - und dabei immer günstiger. Und es werden zunehmend technische Probleme gelöst, die bisher einer weiteren Verbreitung in unserem Alltag im Weg gestanden haben.

Ausgelaufene Patente bringen die Industrie voran

Wirklich an Dynamik hat der Markt mit dem Auslaufen wichtiger Patente gewonnen - wie etwa 2009 für das Fused-Deposition-Modeling-Verfahren (FDM), 2013 bis 2015 für die Stereolithographie (SLA) und 2014 für das Selektive Lasersintern (SLS).

Bis dahin waren der Aufwand und das benötigte Know-how für den Einsatz dieser neuen Technologien sehr hoch und damit die Stückkosten für einen Einsatz in der Fertigung unverhältnismäßig teuer. Auch waren Quantität und Qualität der Erzeugnisse oft nicht für praktische Anwendungen geeignet und die konventionelle Massenfertigung, gerade in Fernost, blieb hier dem 3D-Druck überlegen.

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Dennoch eroberte die additive Fertigung in der Industrie Zug um Zug feste Nischen, gerade dort, wo hocheffiziente Bauteile in kleinen Stückzahlen gefertigt werden müssen. So setzt zum Beispiel Rolls-Royce seit einigen Jahren bei seinen Triebwerken für Flugzeuge auf 3D-gedruckte Teile.

Einfache Modelle schon ab wenigen hundert Euro zu haben

Gleichzeitig sind die Geräte immer günstiger geworden und mittlerweile sind einfache Modelle schon ab wenigen hundert Euro selbst für Privatanwender erschwinglich. Dazwischen hat sich ein mannigfaltiges Ökosystem verschiedenster Hersteller und Geräte entwickelt, die immer neue Einsatzgebiete für den 3D-Druck erschließen.

Auch die Verfahren selbst entwickeln sich weiter, wie auf der Formnext zu sehen war. So kann nun etwa verhindert werden, dass die Teile sich beim Abkühlen verformen und dann nicht mehr zusammenpassen. Auch Stützen für überhängende Teile könnten bald in vielen weiteren Fällen überflüssig sein.

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derdiedas 06. Dez 2021 / Themenstart

Deshalb habe ich mir einen Ultraschallreiniger gekauft (3L), der ist mit Isophropanol...

PULVERMEISTER 30. Nov 2021 / Themenstart

Wir haben dazu inzwischen die 4te Iteration auf der Formnext in Frankfurt präsentiert...

Garbagecollect 30. Nov 2021 / Themenstart

Heute und morgen gibt es die Digital Days der Formnext. Ist natürlich kein Ersatz die...

ashahaghdsa 30. Nov 2021 / Themenstart

Ich sehe Patente auch sehr zwiegespalten. Zum einen soll jemand, der sich was großartiges...

ashahaghdsa 30. Nov 2021 / Themenstart

Evtl. würde ich das Werbevideo dann gegen den TED Talk tauschen oder so. Weil da sieht es...

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