Für jedes Problem gibt es ein passendes FDM-Verfahren

Der FDM-Druck stellt nach wie vor das Rückgrat der Industrie bei günstigen und mittelpreisigen Geräten dar. Das Prinzip ist so einfach wie genial: Zuerst wird das Druckmaterial meist durch Hitze verflüssigt, um dann durch eine Düse in dünnen Schichten übereinander gelegt zu werden. Im Anschluss härtet das Material selbständig aus und bildet so eine feste Struktur - das gewünschte Werkstück.

Stellenmarkt
  1. IT Project Manager (m/w/d) Business Applications
    SICK AG, Waldkirch
  2. IT-Manager/in (m/w/d) für die Geschäftsstelle des Landesportals ORCA.nrw
    Ruhr-Universität Bochum, Bochum
Detailsuche

Ein großer Vorteil dieses Verfahrens ist, dass viele unterschiedliche Materialien auf diese Art und Weise gedruckt werden können, vor allem Kunststoffe wie Polylactide (PLA) und Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS), aber auch Hochleistungskunststoffe wie das in der Industrie beliebte Polyetheretherketon (PEEK).

Auch Metalle lassen sich mit diesem Verfahren schichten oder ganz andere Materialien wie etwa Beton für 3D-gedruckte Gebäude. Selbst beim Aufbau von biologischen Strukturen wie etwa Organen aus entsprechenden Zellmaterialien kommt dieses Verfahren zum Einsatz.

Da diese Technik schon seit über einem Jahrzehnt weitgehend patentfrei ist, gibt es hier die meisten Entwicklungen und Produkte am Markt. Wir können hier nicht alle Trends und Entwicklungen in diesem Feld aufgreifen, dazu ist der Markt einfach zu groß. Zwei bemerkenswerte neue Entwicklungen möchten wir hier aber kurz darstellen.

Golem Akademie
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    15.–17. März 2022, Virtuell
  2. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    17. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Ein Grundproblem des FDM-Verfahrens ist das Verziehen der geometrischen Form der Bauteile beim Abkühlen und Aushärten nach dem Druck. Auch können beim Abkühlen innere Spannungen entstehen, die die statische Integrität des gedruckten Gegenstands unterminieren.

Kontrolliertes Abkühlen durch beheizten Bauraum

In der Makerszene wird dieses Problem oft dadurch umgangen, dass man entsprechend gutmütige Materialien verwendet. Jedoch sind solche Kunststoffe wie PLA oder Polyethylenterephthalat (PETG) nicht für alle Projekte geeignet. Materialien wie ABS-Kunststoffe, Polyvinylchlorid (PVC) oder gar PEEK können auf diese Art und Weise gar nicht gedruckt werden, ohne dass es zu Verformungen kommt.

Schon bei einer Auflage von Kleinserien, aber insbesondere für größere Stückzahlen, ist dieses Problem unbedingt zu kontrollieren. Nichts ist schlimmer als lauter unterschiedliche Teile, die am Schluss nicht zusammenpassen.

Als etablierte Methode hat sich zum einen bewährt, die Druckplatte zu beheizen. Aber auch dies reicht bei einer Vielzahl von Materialien für einen industriellen Prozess nicht aus. Besser ist es, gleich einen beheizten Bauraum zu schaffen, den man beim Druck konstant auf einer Temperatur zwischen 80 °C und bei Materialien wie PEEK auch gern mal an die 200 °C hält, um ihn nach Beendigung des Drucks kontrolliert auf Raumtemperatur abkühlen zu lassen.

Dieses Verfahren war jedoch in Teilen lange patentrechtlich geschützt und das letzte Patent ist erst Anfang 2020 ausgelaufen. Es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Jahren mehrere Firmen diese Lücke mit Produkten bedienen werden, damit der FDM-Druck abseits von PLA und PETG an Bedeutung gewinnt und solche Drucker erschwinglicher werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 3D-Druck-Messe Formnext 2021: Raus aus der NischeSchwachstellen an Übergängen und Überhängen 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9.  


derdiedas 06. Dez 2021 / Themenstart

Deshalb habe ich mir einen Ultraschallreiniger gekauft (3L), der ist mit Isophropanol...

PULVERMEISTER 30. Nov 2021 / Themenstart

Wir haben dazu inzwischen die 4te Iteration auf der Formnext in Frankfurt präsentiert...

Garbagecollect 30. Nov 2021 / Themenstart

Heute und morgen gibt es die Digital Days der Formnext. Ist natürlich kein Ersatz die...

ashahaghdsa 30. Nov 2021 / Themenstart

Ich sehe Patente auch sehr zwiegespalten. Zum einen soll jemand, der sich was großartiges...

ashahaghdsa 30. Nov 2021 / Themenstart

Evtl. würde ich das Werbevideo dann gegen den TED Talk tauschen oder so. Weil da sieht es...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Framework Laptop im Hardware-Test
Schrauber aller Länder, vereinigt euch!

Der modulare Framework Laptop ist ein wahrgewordener Basteltraum. Und unsere Begeisterung für das, was damit alles möglich ist, lässt sich nur schwer bändigen.
Ein Test von Oliver Nickel und Sebastian Grüner

Framework Laptop im Hardware-Test: Schrauber aller Länder, vereinigt euch!
Artikel
  1. Wochenrückblick: Zu viele Zertifikate
    Wochenrückblick
    Zu viele Zertifikate

    Golem.de-Wochenrückblick Zu viele Impfzertifikate und zu lange Kündigungsfristen: die Woche im Video.

  2. 5.000 Dollar Belohnung: Elon Musk wollte Twitter-Konto von 19-Jährigem stilllegen
    5.000 Dollar Belohnung
    Elon Musk wollte Twitter-Konto von 19-Jährigem stilllegen

    Tesla-Chef Elon Musk bot einem US-Teenager jüngst angeblich 5.000 US-Dollar, damit der seinen auf Twitter betriebenen Flight-Tracker einstellt.

  3. FTTH: Liberty Network startet noch mal in Deutschland
    FTTH
    Liberty Network startet noch mal in Deutschland

    Das erste FTTH-Projekt ist gescheitert. Jetzt wandert Liberty von Brandenburg nach Bayern an den Starnberger See.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 12GB 1.499€ • iPhone 13 Pro 512GB 1.349€ • DXRacer Gaming-Stuhl 159€ • LG OLED 55 Zoll 1.149€ • PS5 Digital mit o2-Vertrag bestellbar • Prime-Filme für je 0,99€ leihen • One Plus Nord 2 335€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Sennheiser Gaming-Headset 169,90€ [Werbung]
    •  /