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3D-Drucker in der Hamburger Zentralbilbliothek: andere Art der Informationsvermittlung
3D-Drucker in der Hamburger Zentralbilbliothek: andere Art der Informationsvermittlung (Bild: Petra Vogt)

3D-Druck: Hamburger Bibliothek stellt 3D-Drucker auf

Bibliotheken sind Orte der Wissensvermittlung. In der Hamburger Zentralbibliothek können sich die Kunden über das 3D-Drucken informieren - am realen Objekt: Die Bibliothek hat einen 3D-Drucker angeschafft. Kunden können darauf Gegenstände ausdrucken lassen.

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Kunden der Hamburger Bücherhallen können künftig nicht nur Bücher oder Filme mit nach Hause nehmen, sondern auch selbst gedruckte Objekte aus Kunststoff: Die öffentliche Bibliothek der Hansestadt hat einen 3D-Drucker angeschafft und stellt ihn in der Zentralbibliothek, Hühnerposten genannt, auf.

"Wir sehen das als eine andere Art der Informationsvermittlung", sagt Silke Mittmann, Leiterin der Abteilung Informationsdienste, im Gespräch mit Golem.de. "Es handelt sich hier um relativ neue Technologie, und es bietet sich an, in einem öffentlichen Raum die Besucher damit vertraut zu machen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, sowas zu erfahren und auszuprobieren."

Großer Andrang

Das Interesse ist groß an diesem Samstagnachmittag: Gut 200 Menschen kamen am vergangenen Samstag zur Vorstellung des Druckers und einem Vortrag von Florian Horsch, Autor des Buches 3D-Druck für alle. Bemerkenswert: Es waren alle Altersstufen im Publikum vertreten.

Der Drucker ist ein Delta Tower des Bayreuther Unternehmens Hyepcask. Er unterscheidet sich von der Konstruktion her stark von anderen 3D-Druckern: Der Druckkopf ist mit einem Gestänge an drei senkrechten Schienen aufgehängt und kann über der Arbeitsplattform schwingen. Der Delta Tower nutzt das Schmelzschichtungsverfahren.

Hoher Bauraum

Ein besonderes Merkmal des 3D-Druckers ist die Höhe des Bauraums: Das Objekt kann knapp 60 Zentimeter hoch werden - zum Vergleich: Der aktuelle Replicator etwa hat eine Bauhöhe von 15 Zentimetern. Der neue Replicator Z18 schafft knapp 46 Zentimeter. Die Bauhöhe sei auch ein Kriterium gewesen, das für den Delta Tower gesprochen habe.

Vorreiter waren die Bibliotheken im angelsächsischen und im skandinavischen Raum sowie in den Niederlanden, die zum Teil dazu übergingen, eigene Makerspaces einzurichten, offene Werkstätten, wo die Besucher sich kreativ betätigen und neue Technologien ausprobieren können. Diesem Beispiel wollen die Hamburger Bücherhallen folgen. Sie sind allerdings nicht die Ersten: Die Kölner Stadtbibliothek war hierzulande die erste, die einen 3D-Drucker aufgestellt hat.

Druckauftrag

Nutzen können den 3D-Drucker alle, die einen Nutzerausweis der Hamburger Bücherhallen haben. Sie schickten eine .stl-Datei per E-Mail an die Zentralbibliothek, erklärt Mittmann. Die Datei werde dann auf Druckbarkeit überprüft und dann ausgedruckt. Ziel sei, abhängig vom Andrang, eine Woche, sagt Mittmann.

Das Angebot sei zunächst kostenlos: In den ersten drei bis sechs Monaten wollen Mittmann und ihre Kollegen erst einmal testen, wie groß der Andrang und entsprechend auch der Materialverbrauch ist.

Der Drucker soll im Lern- und Informationszentrum der Zentralbibliothek aufgestellt werden, so dass die Kunden beim Drucken zuschauen können. Im Laufe des Jahres soll dort eine Vitrine aufgestellt werden, wo besondere Objekte präsentiert werden. Auch Kunden sollen die Gelegenheit bekommen, ihre Kreationen dort auszustellen.


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edgario 12. Apr 2014

Ich finde es gut, sollte sich die anderen ein Beispiel daran nehmen. Da könnte eine...



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