3D-Druck: Elektronik soll frei verwendbar und reparierbar werden

Gegen die gewollte Obsoleszenz sollen Hersteller Bauanleitungen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Das fordern die Grünen im Bundestag. So sollten Nutzer Ersatzteile zum Beispiel mit dem 3D-Drucker selbst herstellen können. Auf Reparaturdienstleistungen soll der reduzierte Mehrwertsteuersatz erhoben werden.

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Elekroschrott
Elekroschrott (Bild: BUND/Bramwork)

Die Grünen fordern ein Recht auf Reparatur für Elektrogeräte von der Waschmaschine bis zum Smartphone. In einem Antrag der Bundestagsfraktion, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt, heißt es: "Nutzerinnen und Nutzer sollten grundsätzlich das Recht und die Möglichkeit haben, Elektrogeräte, die sie erworben haben, frei zu verwenden und selbst zu reparieren beziehungsweise reparieren zu lassen."

Im Antrag heißt es, dass Elektrogeräte so gebaut sein müssten, dass sie reparaturfähig seien. Wichtige oder besonders anfällige Komponenten wie Akkus dürften nicht fest verbaut sein, Ersatzteile und Reparaturanleitungen müssten verfügbar sein. Die Bundesregierung solle Informationspflichten über die Mindestnutzungsdauer von Elektrogeräten sowie ein Label einführen, das kenntlich mache, wie lange Ersatzteile und Softwareupdates zur Verfügung gestellt werden. Nach Ablauf dieser Frist sollten die Hersteller Bauanleitungen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. "So können Nutzerinnen und Nutzer Ersatzteile zum Beispiel per 3D-Druck selbst herstellen und ihre Geräte so instand halten und warten", sagte Tabea Rößner, Sprecherin für Netzpolitik und Verbraucherschutz der Grünen-Bundestagsfraktion. Auch solle nach schwedischem Vorbild nur der reduzierte Mehrwertsteuersatz auf Reparaturdienstleistungen erhoben werden.

Aber nicht nur für Hardware, auch für Software soll dem Antrag zufolge das Recht auf Reparatur gelten: "So müssen, auch im Sinne der IT-Sicherheit, Informationen darüber verfügbar sein, wie lange Softwareupdates für Elektrogeräte bereitgestellt werden." "Die Hersteller von Elektrogeräten wollen wir dafür stärker in die Pflicht nehmen", sagte Rößner.

Eingebaute Sollbruchstellen

Holger Krumme, Technikchef beim Bensheimer Testhaus HTV, nannte im Juni 2013 konkrete Beispiele für geplante Obsoleszenz in der Elektronik. HTV vergibt für langlebige Modelle ein Gütesiegel.

"Wir haben eine Vielzahl von Beispielen für Produkte, die unserer Meinung nach eingebaute Sollbruchstellen enthalten: Besonders auffällig ist zum Beispiel die Verwendung besonders hitzeempfindlicher Bauteile in direkter Nähe zu Hitzequellen. Bei einer Vielzahl der unterschiedlichsten Bildschirme oder LCD-Fernseher befinden sich Elektrolytkondensatoren unmittelbar neben Leistungsbauteilen, die über 100° C warm werden", sagte Krumme. Die Betriebsdauer der Kondensatoren betrage dann nur noch wenige Tausend Stunden. "Nach zwei bis drei Jahren fallen diese aus, mit dem Resultat, dass der gesamte Bildschirm aufgrund zu hoher Reparaturkosten auf den Müll wandert."

Die starke Alterung von Kondensatoren bei hoher Temperatur wird seiner Ansicht nach auch gezielt bei Computerplatinen renommierter Hersteller angewandt, bei denen sich diese Bauteile genau im Heißluftstrom der Prozessorkühlung befinden.

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Dwalinn 17. Dez 2019

Also früher hat selbst ein Kind Akkus tauschen können heutzutage muss man mit einen hohen...

Dwalinn 17. Dez 2019

Du musst halt so kalkulieren das du an einer Person nicht jedes Jahr 10¤ Verdienst...

Dwalinn 17. Dez 2019

Also ob die Lagerung Unsummen verschlingt, viele Teile können platzsparend gelagert...

Doener 16. Dez 2019

So muss es auch wieder nicht sein. Es gibt auch Mittelwege, etwa das nichts auf Masse...



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