Makerspaces auf der Suche nach dem Geschäftsmodell

Auch um diese Frage geht es auf der diesjährigen Re:publica. In einem Workshop im Makerspace sollen Wege gefunden werden, Makerspaces sowohl profitabel als auch nachhaltig zu gestalten.

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Die Bedürfnisse und Herausforderungen der Makerspaces sind auch die des 3D-Drucks: Es geht im Kern um die Verbreitung von Wissen, den Aufbau einer Community sowie um die Zusammenarbeit der Menschen untereinander. "Wir müssen sowohl eine finanziell gesicherte als auch eine offene Umgebung schaffen", sagt Workshop-Leiter Ahmed Bastawy, der im ägyptischen Alexandria mit Icealex einen Makerspace betreibt.

Bastawy weiß: Das ist leichter gesagt als getan. Denn auch wenn Maker- und Hackerspaces, FabLabs und Techhubs im kleinen Kreis funktionieren, sind die wenigsten in der Lage, sich selbst zu finanzieren. Investoren sind den meisten verpönt, ein Geschäftsmodell hat kaum jemand. Schließlich verheißt die Maker-Bewegung für viele auch die Freiheit von eben diesen angestaubten Ideen. Ein Raunen geht durch die Runde, als jemand vorschlägt, den Space doch einfach für viel Bares tageweise an Unternehmen zu vermieten.

Abseitig ist die Idee nicht. Die Entwicklung in Afrika zeigt bereits den Beginn der Revolution, die in den westlichen Ländern noch auf sich warten lässt. Hier hat ein Boom von Technologie-Hubs, Makerspaces und FabLabs in den vergangenen Jahren eine neue Technikszene hervorgebracht. Bastawy spricht von einem "adaptiven Ökosystem", das sich den Bedürfnissen der jeweiligen lokalen Szene anpasst: Es sucht nach Lösungen für Probleme und neue Möglichkeiten, Güter zu produzieren, die rar sind. Kurz, es geht darum, etwas von Wert für die gesamte Community zu schaffen. Dazu ist nicht nur die Kreativität und Leidenschaft der Maker nötig, sondern eben auch die Unterstützung lokaler Unternehmen und die Expertise der "non-tech people", wie sie Bastawy nennt.

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Auch Peter Troxler glaubt, dass der Erfolg des 3D-Drucks davon abhängt, wie und wann neue Wege und Synergien entstehen, um die Möglichkeiten der neuen industriellen Revolution auszuschöpfen. Und zwar nicht als Wildwuchs, wie die 3D-Druck-Szene zurzeit vielerorts gedeiht, sondern mit klaren Modellen. Als Beispiel erwähnt Troxler die Idee einer FabCity, wie sie gerade Barcelona vorantreibt: Gemeinsam mit der Stadtverwaltung entstehen mehrere FabLabs an der Schnittstelle von Industrie und Verbrauchern, von Kreativ- und Finanzbranche.

Wie lange es nun dauert, bis der 3D-Druck und mit ihm die Makerspaces wie versprochen in der Mitte Gesellschaft ankommen? Dazu wagt Troxler keine Prognose und beendet seinen Vortrag mit den Worten: "Wir haben die Zutaten, wir haben die Visionen und die Gesellschaft, um eine solche Revolution zu starten. Aber wir leben auch in einer Zeit, in der sich diese Revolution noch nicht durchsetzen kann."

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 3D-Druck: Die Revolution muss nachsitzen
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kawahori 09. Mai 2014

Es gibt Theoretische Anwendungsbeispiele mit genug "Common Interest" das schon jemand ein...

0xDEADC0DE 09. Mai 2014

Da hast du natürlich recht, aber oft wird von Kleinserien gesprochen und wer versucht so...

am (golem.de) 09. Mai 2014

http://3dprint.com/3340/ulimate-filament-colorer/ http://www.makergeeks.com/flsofi.html

twogra 08. Mai 2014

Ihr habt den neuen Deutschen Dienstleister vergessen, crowdprinter.de steht noch am...

Heinzel 08. Mai 2014

daß ich für meinen neuen Schaukelstuhl einfach nur einen Schaukelstuhlsamen pflanzen muss...



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