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3D-Druck: Defense Distributed bekommt Lizenz zum Waffenbau

Die Waffendrucker von Defense Distributed dürfen ihre gedruckten Waffenteile jetzt auch verkaufen. Damit wollen sie jedoch warten, bis sie eine weitere Lizenz bekommen, die noch mehr Waffentypen umfasst.
/ Werner Pluta
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Magazin aus dem 3D-Drucker: Lizenz vom ATF (Bild: Defense Distributed/ Screenshot: Golem.de)
Magazin aus dem 3D-Drucker: Lizenz vom ATF Bild: Defense Distributed/ Screenshot: Golem.de

Die Gruppe Defense Distributed(öffnet im neuen Fenster) , die Schusswaffen mit dem 3D-Drucker bauen will, hat eine Lizenz zum Herstellen von Waffen(öffnet im neuen Fenster) erhalten. Das hat Gründer Cody Wilson im Blog der Gruppe bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster) und dort auch ein Foto der Lizenz veröffentlicht.

3D-Suchmaschine Defcad
3D-Suchmaschine Defcad (02:57)

Eine solche Lizenz benötigt jeder, der Geschäfte mit Feuerwaffen machen, also sie herstellen, importieren oder verkaufen will. Ausgestellt wird sie vom Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives(öffnet im neuen Fenster) (ATF). Einfache Handfeuerwaffen selbst herzustellen, ist laut US-Gesetz erlaubt, solange diese für den Eigengebrauch gedacht sind.

Lizenz für mehr Waffen beantragt

Das Tolle an der Lizenz sei, dass er die Waffenkomponenten, die die Gruppe bereits hergestellt habe, jetzt auch verkaufen dürfe, sagte Wilson dem US-Nachrichtenangebot Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) . Allerdings wolle er damit noch warten, bis er eine Erweiterung habe, die die Herstellung einer breiteren Palette von Waffen ermögliche, darunter auch vollautomatische Waffen. Einen entsprechenden Antrag habe er bereits gestellt.

Wilson hatte im Herbst vergangenen Jahres angekündigt, die Lizenz zu beantragen, nachdem Stratasys das Fehlen einer solchen zum Anlass genommen hatte, einen 3D-Drucker von Defense Distributed zurückzuholen. Im Sommer 2012 hatte die Gruppe versucht, per Crowdfunding Geld aufzubringen, um einen 3D-Drucker von Stratasys zu leasen. Damit wollte sie Schusswaffen drucken .

Drucker eingezogen

Mit einigen Schwierigkeiten kam das Geld auch zusammen und Defense Distributed bestellte den Drucker. Als Stratasys jedoch klarwurde, wozu der Drucker dienen sollte, nahm das Unternehmen den Waffendruckern das Gerät wieder weg .

Mit anderen Druckern hat die Gruppe inzwischen verschiedene Teile für Feuerwaffen hergestellt, darunter auch ein 30-Schuss-Magazin für das Sturmgewehr AR-15(öffnet im neuen Fenster) . Zudem hat Wilson kürzlich eine Suchmaschine für 3D-Dateien angekündigt .


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