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Womit gedruckt wird

Während die Weiterentwicklung von FDM-Druckern derzeit eher langsam vorangeht, gab es 2014 geradezu eine Explosion neuer Filament-Sorten. Filament ist die Bezeichnung für das Druckmaterial für FDM-3D-Drucker. Neben den reinen Sorten PLA und ABS in den verschiedensten Farben gibt es mittlerweile eine große Anzahl an Mischsorten, zum Beispiel mit Holz- oder Metallzusätzen, aber auch ganz andere Materialien für flexible, biegsame Druckobjekte und Nylon für Objekte mit hohen Anforderungen an die Festigkeit.

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Traditionell ist das Druckmaterial in Fadenform auf einfachen Rollen aufgewickelt. Obwohl es naheliegt, wird die Menge pro Rolle nicht in Metern oder einem anderen Längenmaß angegeben, sondern das Gewicht des Materials wird genannt. Übliche Rollengrößen sind 750 g und 500 g.

Die Rollengrößen sind für den Kauf aber nicht relevant - der Filament-Durchmesser dagegen sehr wohl. Hier gibt es zwei Standards: 1,75 mm und 3 mm. Welcher Durchmesser besser ist, ist wie schon beim Nozzle-Durchmesser fast eine Glaubensfrage - keine Preisfrage. Kleine Drucker erfordern praktisch immer einen 1,75-mm-Durchmesser, denn der dünnere Plastikfaden ist weniger steif und ermöglicht deshalb stärker gebogene und damit kürzere Zuführungen. Schnelle Drucker hingegen arbeiten mit dem größeren Durchmesser, denn dabei lässt sich mehr Material in kürzerer Zeit dem Druckkopf zuführen.

Über den Durchmesser entscheidet sich auch die Qualität eines Filaments, die Preisunterschiede bei einem sortenreinen Allerweltsmaterial wie PLA müssen schließlich einen Grund haben. Die Fäden werden per Extrudierung produziert, dabei wird das Rohmaterial durch ein Lochgitter zu endlos langen Fäden gepresst, genauso wie bei einer Spaghettipresse. Bei hochwertigen Filamenten schwankt der vorgegebene Durchmesser maximal um 0,05 mm, bei mittelmäßigen bis schlechtem Filament können es schon mal 0,1 mm und mehr sein. Das führt zu einem unregelmäßigen Materialfluss beim Druck und zu sichtbar schlechten Druckergebnissen bis hin zum Ruin des Drucks.

Wer glaubt, bei einem Drucker für 3-mm-Filament auch 1,75-mm-Filament nutzen zu können, der irrt leider - auch wenn dem Versuch nichts im Wege steht. Häufig hat das 1,75-mm-Filament dann zu viel Spiel in der Zuführung, die kontrollierte, gleichmäßige Materialzuführung wird somit zum Glückspiel und damit auch die Druckqualität.

Anders als im Markt für 2D-Drucker spielen die 3D-Druckerhersteller keine Rolle bei der Produktion und dem Verkauf des Filaments. Es gab und gibt immer wieder Versuche von Herstellern, die einfachen Rollen in spezielle Container zu packen oder gar ganz vom Rollensystem wegzukommen und so auch über den Filament-Verkauf zu verdienen. Doch solche proprietären Ansätze konnten sich am Markt bislang nicht durchsetzen. Zum einen waren solche Drucker bislang nicht deutlich billiger als ihre Konkurrenz, zum anderen können diese Hersteller mit der Innovationskraft der spezialisierten Filament-Hersteller nicht konkurrieren. Deshalb Hände weg von allen Druckern, die nur herstellereigene "Druckerpatronen" unterstützen.

Dein Drucker kann mehr drucken

Für Einsteiger etwas verwirrend ist die Angabe, welche Filament-Sorte ein Drucker verarbeiten kann. Leider verwenden viele Hersteller einfach die Bezeichnungen PLA oder PLA und ABS. Diese Unterscheidung beruht auf den unterschiedlichen technischen Anforderungen der Materialien beim Druck. PLA wird bei einer Schmelztemperatur zwischen 180 und 210 Grad Celsius verarbeitet, ABS hingegen bei 230 bis 250 Grad Celsius. Außerdem erfordert ABS aufgrund seiner Eigenschaften meist ein beheizbares Druckbett, damit sich das Druckobjekt beim Druck nicht verzieht. Allerdings gelingt Druckprofis durchaus auch der ABS-Druck ohne ein beheizbares Druckbett, so einfach ist die Angelegenheit also nicht.

Wird nur PLA als unterstütztes Material angegeben, kann das also bedeuten, dass der Druckkopf entweder die erforderlichen Temperaturen für ABS nicht erreicht oder dass die hohe Hitze nicht gut genug abgeführt werden kann und das Risiko besteht, den Drucker zu schädigen - oder dass der Drucker einfach nur kein beheizbares Druckbett hat. Hier hilft ebenfalls meist nur eine Recherche in Anwenderforen weiter. Dort finden sich häufig nicht nur die Informationen, welche Filamentarten funktionieren, sondern auch welche Druckereinstellungen oder gar Modifikationen notwendig sind.

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pseudo 01. Jan 2015

Du scheinst irgendwie nicht begriffen zu haben, dass er hier schlicht nachgefragt hat.

gadthrawn 27. Dez 2014

Bei mir bewegt sich das druckbett gar nicht - aber ich hab auch keinen Deltadrucker...

Luebke 26. Dez 2014

Der Typ redet Mist. Das Design ist Jahre alt. All seine Kritikpunkte sind entweder...

caso 23. Dez 2014

Die Stabilität hängt hauptsächlich vom Material ab und von der Richtung der...

derdiedas 23. Dez 2014

So was nennt sich CNC Fräse :-) https://www.youtube.com/watch?v=1gmTPlNE-mU https://www...


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