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3D-gedruckte Waffe Liberator: bestehende Zugangsbeschränkungen durch Verfügbarkeit von Dokumenten umgehen
3D-gedruckte Waffe Liberator: bestehende Zugangsbeschränkungen durch Verfügbarkeit von Dokumenten umgehen (Bild: Robert MacPherson/AFP/Getty Images)

3D-Druck Bundesregierung misst Waffendrucken hohe Priorität bei

Die deutschen Behörden messen der Herstellung gefährlicher Gegenstände mit einem 3D-Drucker, allen voran Feuerwaffen, eine große Bedeutung bei. Das BKA will einen 3D-Drucker anschaffen, um Tests durchzuführen. Die Bundespolizei sucht nach Möglichkeiten, Kunststoffgegenstände bei Sicherheitskontrollen zu finden.

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Die Aufregung um Waffen aus dem 3D-Drucker hat inzwischen auch Deutschland erreicht: Die Entwicklung auf dem Gebiet werde "durch die Bundesregierung aufmerksam verfolgt", heißt es in einer Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke.

3D-Drucker ermöglichten "zunehmend die Herstellung einer Vielzahl von unterschiedlichsten Gegenständen", schreibt die Bundesregierung. Dazu gehörten auch gefährliche Gegenstände, die an Personen unter 18 Jahren nicht abgegeben werden dürften. Es bestehe die Gefahr, dass bestehende Zugangsbeschränkungen "durch die freie Verfügbarkeit von Dokumenten (Bauanleitungen) im Internet umgangen werden. Auf diese Weise wächst die Gefahr, dass bspw. Kunststoffwaffen gedruckt und - ggf. auch ohne Munition z. B. als Drohmittel - eingesetzt werden." Außerdem könnten 3D-Drucker für Produktfälschungen genutzt werden.

Hohe Priorität

Bundeskriminalamt (BKA) und Bundespolizei widmeten sich "aktuell mit hoher Priorität der Thematik". Das BKA werde einen 3D-Drucker anschaffen, "um eigene Tests, insbesondere im Bereich 'Ausdruck von Waffen oder Waffenteilen', durchzuführen." Außerdem werde das BKA die "Nutzungsmöglichkeiten dieser Technologie für eigene (polizeiliche) Zwecke" prüfen.

Druckdateien für Feuerwaffen haben die Beamten jedoch noch nicht heruntergeladen. Entsprechend wurden auch noch keine eigenen Tests durchgeführt. Allerdings liege der Bundespolizei ein Bericht der österreichischen Polizei vor, die bereits eine Pistole vom Typ Liberator gedruckt habe. Das BKA stehe mit den Sicherheitsbehörden anderer Länder in Kontakt, um Erfahrungen auszutauschen.

Während das BKA sich mit der Herstellung von Gegenständen mit 3D-Druckern beschäftigen will, sucht die Bundespolizei nach "Möglichkeiten, gefährliche Gegenstände im Rahmen von Sicherheitsüberprüfungen/Zugangskontrollen zu detektieren bzw. zu erkennen, die beispielsweise auch mittels 3D-Druckern hergestellt worden sind."

Einschüssige Pistole

Die Feuerwaffe Liberator ist eine einschüssige Pistole, die die umstrittene US-Gruppe Defense Distributed entworfen hat. Der Liberator ist die erste Feuerwaffe, die vollständig mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde. Zwar musste Defense Distributed die Pläne für die Waffe von ihrer Website entfernen. Die Dateien sind aber über soziale Netze verbreitet worden.

Kürzlich hatten israelische Journalisten auf die Sicherheitsproblematik von Waffen aus dem 3D-Drucker hingewiesen: Sie hatten einen Liberator hergestellt und die Waffe zwei Mal in das Parlament geschmuggelt, ohne dass die Sicherheitskräfte diese gefunden hatten.


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Strongground 24. Jul 2013

Das sage ich seit fünf Jahren vorraus. Und auch persönlich werde ich nicht zögern mir...

Eheran 23. Jul 2013

Findet leider nach wie vor statt. Und auch früher nicht nur bei minderjährigen, sondern...

Spaghetticode 23. Jul 2013

Und vor allen Dingen werden Raketen daraus gebaut.

Charles Marlow 23. Jul 2013

Ne, in Kanada.

KTVStudio 23. Jul 2013

Das unsere Behörden so fortschrittlich sind und nicht erst handeln wenn schon dutzende...



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