3D-Druck: Boeing lässt Flugzeugteile drucken

Vom Draht zum Bauteil: Das norwegische Unternehmen Norsk Titanium stellt für Boeings Dreamliner Teile mit dem 3D-Drucker her. Es sollen die ersten 3D-gedruckten Teile sein, die in der Struktur eines Flugzeuges eingesetzt werden.

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Boeing 787 Dreamliner: Genehmigung der FAA im Laufe des Jahres
Boeing 787 Dreamliner: Genehmigung der FAA im Laufe des Jahres (Bild: Boeing)

3D-Druck hebt ab: Der US-Luftfahrtkonzern Boeing verbaut in seinem Verkehrsflugzeug 787 Dreamliner künftig Bauteile, die mit dem 3D-Drucker aufgebaut werden. Hergestellt werden die Teile aus Titan von dem norwegischen Unternehmen Norsk Titanium.

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Das Titan wird als Draht in den 3D-Drucker eingeführt und dann verschweißt. Rapid Plasma Deposition nennt Norsk Titanium diese Technik. Die Teile sollen in der Struktur des Flugzeugs verbaut werden. Es sind laut Boeing die ersten 3D-gedruckten Bauteile, die den Belastungen des Flugwerks in der Luft standhalten müssen.

Titan ist leicht und stabil

Durch die neue Fertigungstechnik will Boeing Kosten sparen: Durch die Teile aus dem 3D-Drucker sollen die Baukosten des Dreamliners um zwei bis drei Millionen US-Dollar sinken. Boeing setzt im Dreamliner viele Komponenten aus Titan ein. Das soll Gewicht sparen: Das Übergangsmetall ist leicht und dennoch stabil.

Allerdings ist es auch teuer - etwa sieben Mal so teuer wie Aluminium, das sonst häufig im Flugzeugbau eingesetzt wird. Die Titanbauteile sollen etwa 17 Millionen US-Dollar kosten, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Luftfahrtexperten. Ein Dreamliner kostet 265 Millionen US-Dollar.

Auch Airbus testet 3D-Druck

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Mit additiven Fertigungsverfahren lassen sich Komponenten fertigen, die stabiler sind und trotzdem weniger Material benötigen als Teile, die mit herkömmlichen Verfahren hergestellt werden. Hohe Stabilität bei geringem Gewicht ist eine Kombination, die Flugzeugkonstrukteure mögen. Deshalb testet auch Konkurrent Airbus diverse 3D-Druckverfahren.

Die Entwicklung des Dreamliners war langwierig und teuer. Boeing macht erst seit dem vergangenen Jahr Gewinne mit dem Dreamliner. Zudem gab es Probleme mit dem Dreamliner: Im Januar 2013 wurde nach mehreren Akkubränden ein Startverbot verhängt. Im Jahr darauf kam es zu Ausfällen der Bordcomputer.

Boeing und Norsk Titanium haben die Teile nach eigenen Angaben bereits ausgiebig anhand der Richtlinie der Federal Aviation Administration (FAA) getestet. Die beiden Unternehmen erwarten, dass die US-Luftfahrtbehörde im Laufe dieses Jahres die Genehmigung für den Einsatz der Komponenten erteilt.

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