360-Grad-Kameras: Panono hat neuen Investor gefunden

Einen Monat, nachdem der 360-Grad-Kamerahersteller Panono Insolvenz angemeldet hat, ist bereits ein neuer Investor gefunden. Alle 22 Mitarbeiter sollen übernommen werden, der Geschäftsbetrieb ist eigenen Angaben zufolge stabilisiert worden. Der Gründer Jonas Pfeil wird im neuen Unternehmen keine Rolle mehr spielen.

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Die 360-Grad-Kamera Panono
Die 360-Grad-Kamera Panono (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Das Berliner Unternehmen Panono hat eigenen Angaben zufolge einen neuen Investor gefunden. Wie das Unternehmen mitteilte, will der Investor selbst Ende Juli 2017 weitere Informationen bekanntgeben. Nach dem Abschluss des Insolvenzverfahrens sollen alle 22 Mitarbeiter übernommen werden.

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Panono stellt 360-Grad-Kameras her, mit denen Rundumaufnahmen gemacht werden können. Das Unternehmen wurde 2012 gegründet und ist 2017 in finanzielle Schwierigkeiten geraten, die zur Insolvenzanmeldung führten. Bereits zuvor lief bei Panono nicht alles nach Plan: Die Kamera wurde mit einjähriger Verzögerung ausgeliefert, zudem lag der Preis zuletzt bei über 2.000 Euro - angedacht waren einmal 600 Euro.

Geschäftsbetrieb konnte aufrechterhalten werden

In dem bisherigen vorläufigen Insolvenzverfahren konnte der Insolvenzverwalter den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten. Nach Angaben von Panono schreibt das Unternehmen nun auch wieder schwarze Zahlen, ohne Details zu verraten, was genau optimiert wurde.

Zur Finanzierung seiner Ballkamera initiierte Panono 2013 eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Indiegogo. Ziel waren damals 900.000 US-Dollar. Panono bekam 1,25 Millionen US-Dollar - und wurde damit zu einem der am besten finanzierten Projekte auf Indiegogo. Über die Crowdinvesting-Plattform Companisto sammelte Panono 2014 noch einmal 1,7 Millionen US-Dollar.

Nachtrag vom 5. Juli 2017, 10:34 Uhr

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Einer der Gründer von Panono, Jonas Pfeil,  hat Golem.de noch einige Hintergrundinformationen zum Insolvenzverfahren gegeben. Die Assets des Unternehmens werden an eine andere Firma verkauft, in der Pfeil nicht mehr angestellt oder anderweitig involviert sein wird.

Für den neuen Besitzer von Panono besteht keine Verpflichtung, die noch nicht ausgelieferten Kameras an die Crowdfunding-Unterstützer zu liefern. Pfeil hat eigenen Angaben zufolge auch keinen Einfluss darauf, ob die Kameras noch geliefert werden oder nicht.

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