Elf Mann in einem Boot

Elf Mann braucht es, um ein solches Beast zu segeln. Schoten und andere Leinen, um die Segel zu bedienen, gibt es auf den AC75 nicht. Die Lasten sind so hoch, dass die Segel nicht mit konventionellen Schoten getrimmt werden könnten. Das übernimmt ein hydraulisches System.

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Der wichtigste an Bord ist der Steuermann, er lenkt das Boot. Er berät sich mit dem Taktiker, der den Kurs, den Wind und den Gegner im Auge behält. Dann gibt es einen Trimmer für das Großsegel. Wichtig ist schließlich auch der Flight Controller, der dafür sorgt, dass das Boot auf den Foils bleibt.

Der Rest der Crew müht sich an einer Doppelkurbel, dem Grinder, ab. Damit wird die Energie für das hydraulische System erzeugt. Dabei können die Grinder umstellen, wer in welchem Moment wie viel Kraft aufwenden muss. Außerdem können sie einen 1,5 Liter großen Akkumulatortank füllen, damit bei Bedarf Öldruck zur Verfügung steht.

Die Steuerung ist elektronisch

Die Steuerung erfolgt elektronisch. Trimmer oder Flight Controller drücken einen Knopf und es wird ein elektronisches Signal an einen Controller übertragen. Dieser steuert das hydraulische System so, dass die gewünschte Funktion ausgeführt wird.

  • Emirates Team New Zealand (l)  gegen Luna Rossa Prada Pirelli beim 36. America's Cup vor Neuseeland (Bild: ACE/Studio Borlenghi)
  • Die Teams segeln um die renommierteste Trophäe im Segelsport. (Bild: ACE/Studio Borlenghi)
  • Die Italiener schlugen zuvor das Ineos Team UK (r) und American Magic. (Bild: ACE/Studio Borlenghi)
  • Erst dann durften sie gegen den neuseeländischen Cup-Verteidiger antreten. (Bild: ACE/Studio Borlenghi)
  • Die foilenden Boote sind bis zu 100 km/h schnell. (Bild: ACE/Studio Borlenghi)
  • Blick unter den Rumpf von American Magic. (Bild: ACE/Studio Borlenghi)
  • Höchste Gefahr: Das US-Boot hebt ab. Es wurde bei der Landung beschädigt, die Crew kam mit blauen Flecken davon. (Bild: ACE/Studio Borlenghi)
  • Gesegelt wird auf Stadionkursen vor Auckland. (Bild: ACE/Studio Borlenghi)
  • Match-Racing erfordert nicht nur ein schnelles Boot, sondern auch seglerisches Können. (Bild: ACE/Studio Borlenghi)
  • Sieben Siege braucht ein Team, um den Cup zu gewinnen. (Bild: ACE/Studio Borlenghi)
  • Und darum geht es: der America's Cup (hier die einzige offizielle Kopie) (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Gesegelt wird auf Stadionkursen vor Auckland. (Bild: ACE/Studio Borlenghi)
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Zwar ist hier viel Software im Einsatz. Die Klassenregeln sind aber ziemlich streng, was ihren Einsatz angeht. Sie kann zwar die Komponenten des hydraulischen Systems steuern, automatisierte Abläufe gibt es aber nicht. Auch die Steuerung der Trimmklappen an den Tragflächen muss der Flight Controller per Joystick erledigen. "Es wäre besser und auch sicherer, wenn ein Computer diese permanente Feinjustage übernehmen würde", sagte Martin Fischer der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der die Foils am Boot von Luna Rossa Prada Pirelli entworfen hat.

Immer auf dem Spielfeld bleiben

Wichtig ist schließlich die Navigations-Software: Die Rennen werden auf sogenannten Stadion-Kursen gesegelt. Das bedeutet, es steht - ähnlich wie in einem Sportstadion an Land - eine abgrenzte Fläche zu Verfügung, die nicht verlassen werden darf. Diese Begrenzungen existieren jedoch nur virtuell. Eine exakte Positionsbestimmung ist deshalb von großer Bedeutung. In der Vorausscheidung überfuhr ein Boot wegen eines Software-Problems die Begrenzung und kassierte eine Strafe.

Segeln: Das neue Praxishandbuch. Aktualisierte Neuauflage

Match Races können spannend sein, aber auch in Wasserschach ausarten. Das wollen die Veranstalter verhindern: Die vergleichsweise kleine Regattabahn sorgt zwar dafür, dass die Rennen mit etwa einer halben Stunde halbwegs kurz sind. Sie schränkt aber auch die Möglichkeiten ein. In einem Match Race geht es nicht nur um Tempo, sondern auch um Taktik. Das führende Boot achtet darauf, zwischen dem Gegner und der nächsten Bahnmarke zu bleiben. Gelingt das, beherrscht der Führende den Zweiten.

In verwirbelter Luft ist schlecht segeln

Sich aus einer solchen Umklammerung zu lösen, ist schwierig. Eine Möglichkeit ist, an einer anderen Stelle auf der Regattabahn vielleicht einen Winddreher zu finden und so am Gegner vorbeizukommen. Auf den relativ engen Stadionkursen ist das jedoch schwierig. Wegen der hochgezüchteten Aerodynamik und der hohen Geschwindigkeiten ist es für einen Verfolger schwer, mit dem Führenden mitzuhalten. Dieser zieht eine Schleppe verwirbelter Luft hinter sich her, die das Segeln erschwert - ein Problem, das aus der Formel 1 bekannt ist.

Mit ihr hat der America's Cup einiges gemeinsam: Beide sind die Königsklasse ihrer Sportart, Wettkämpfer und Wettkampfgeräte sind die besten, gesegelt wird auf des Messers Schneide. Aber worum geht es eigentlich in Neuseeland?

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 High-Tech-Boote für den America's CupDer Kampf um die Kanne 
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