Star Trek VI: Klingonen, die Shakespeare zitieren
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Ein Vierteljahrhundert nach dem Start der Original-Star-Trek-Serie sollte der Crew 1991 ein großartiger Abschied vergönnt werden. Wäre es nach Produzent und Drehbuchautor Harve Bennett gegangen, hätte das Projekt Starfleet Academy oder Star Trek: The First Adventure(öffnet im neuen Fenster) geheißen und wäre genau zum Jubiläum erschienen, vielleicht mit ein paar Gastauftritten, vor allem aber neuen Schauspielern in den Rollen des jungen Kirk und Co.
Nur: Als die Fans davon hörten und hässliche Assoziationen mit Police Academy aufkamen, nach denen man glauben konnte, Star Trek sollte zu lächerlichem Klamauk verkommen, wurde das Projekt zu einem Risiko, das das Studio nicht einzugehen bereit war. Als Paramount sich schließlich entschloss, Star Trek VI: Das unentdeckte Land den Vorzug zu geben, war Bennett enttäuscht, und da sein Vertrag ohnehin auslief, beendete er seine Arbeit an Star Trek.
Der Film sollte in den USA schon am 13. Dezember 1991 starten, um so noch in das Jubiläumsjahr zu fallen, die Produktion kam aber erst Anfang desselben Jahres richtig in Gang. Erste Überlegungen gingen dahin, Kirk auf die Helden der nächsten Generation treffen zu lassen, dies wurde aber schnell wieder fallengelassen.
Eine andere Idee nahm Form an. Sie kam von Leonard Nimoy, der den Fall der Berliner Mauer und den Niedergang der Sowjetunion auf das Verhältnis zwischen Föderation und Klingonen übertragen wollte, die stets für die Kommunisten standen. Zusammen mit den Autoren Lawrence Konner und Mark Rosenthal wurde das Grundgerüst festgelegt, und nachdem man sich entschieden hatte, auch eine klingonische Version von Tschernobyl einzubringen, lief das Ganze bereits in die Richtung, die man im fertigen Film schließlich sehen konnte.
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