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Umsetzung für Amiga folgte

Viel Begeisterung brachte dem Spiel auch Tester Anatol Locker von der Power Play entgegen, er machte in seinem Meinungskasten ein Super-Gesicht. "Ich versuche gar nicht erst, mein Schwärmen zu verheimlichen. Diesmal sind die Two Guys from Andromeda knapp vor meiner persönlichen Zwerchfell-Schmerzgrenze angelangt. Die Grafiken sind so gut, daß man sie am liebsten an die Wand pinnen möchte", so sein Urteil im Power-Play-Test in Ausgabe 6/91(öffnet im neuen Fenster).

Dass es am Ende doch nur für eine 76-Prozent-Wertung reichte, lag am "Geht so" vom Kollegen Michael Hengst. Der nämlich bemängelte die Action-Puzzles, die "bei mehrmaligem Nichtgelingen ungeduldigen Spielern auf die Nerven schlagen."

Weitere Tests namhafter deutscher Gaming-Medien erschienen erst im Folgejahr zum Release der Amiga-Umsetzung, die jedoch nicht so gut wegkam wie das MS-DOS-Original. Die ursprünglich opulente VGA-Grafik der PC-Version war eher lieblos an die Möglichkeiten des Commodore-Heimcomputers angepasst worden.

Die Performance ließ zu wünschen übrig und das Jonglieren von insgesamt sieben Disketten machte Rogers interstellares Szenario-Hopping zur Geduldsprobe für all jene, die noch keine Festplatte hatten. Play Time urteilte mit 72 Prozent, Amiga Joker mit 75 Prozent.

Die CD-ROM-Umsetzung entpuppte sich schließlich als die mit Abstand beste Version. Sie trumpfte mit einer englischen Vollvertonung auf und Sierra verpflichtete den bekannten US-Radio- und Fernsehsprecher Gary Owens als Erzähler. "Eine Umsetzung, die sich sehen und hören lassen kann", schrieb später PC Games, lobte den "gewohnt bissigen Humor", vergab in Ausgabe 6/93(öffnet im neuen Fenster) aber trotzdem nur 63 Prozent.

Jan Sönke Steffen von Power Play legte im Vergleich zur Ursprungswertung in seinem Test in Ausgabe 4/93(öffnet im neuen Fenster) dagegen noch einen Zähler für die CD-Fassung drauf und schwärmte: "Die sadistischen Latex Babes kreischen lippensynchron, Aliens kauderwelschen in ihrer Heimatsprache und der Monolith-Burger-Filialleiter grunzt."

Digital oder als physisches Original?

Wer Space Quest 4 heute erleben möchte, hat mehrere Optionen. Am einfachsten und schnellsten funktioniert es mit dem Kauf der digitalen, DRM-freien Version von Gog(öffnet im neuen Fenster), die über den ScummVM-Emulator läuft. Die Downloadplattform bietet Space Quest 4 im Bundle mit dem fünften und sechsten Teil für knapp 9 Euro an – ein mehr als fairer Deal, zumal auch Cloudspeicherstände unterstützt werden.

Als weitere Extras bietet Gog außerdem das 43-seitige PDF-Handbuch mit vielen lesenswerten Hintergrundinformationen, HD-Hintergrundbildern, Artworks und Avatar-Motiven. Leider hat die Sache einen Haken: Es handelt sich zwar um die CD-ROM-Version, doch die deutschen Untertitel sind nicht enthalten.

Fans haben sich jedoch bereits die Mühe gemacht und eine maßgeschneiderte Übersetzung angefertigt, die der Originalübersetzung zweifellos überlegen ist und im Forum von Adventure-Treff(öffnet im neuen Fenster) viel positives Feedback erhält.

Wer die deutschen Bildschirmtexte von Sierra wünscht (die Sprachausgabe gibt es bei Teil vier ohnehin nur auf Englisch), sollte sich auf Ebay, Vinted und ähnlichen Portalen nach einer gut erhaltenen physischen Version umschauen. Die CD-ROM-Fassung mit deutschen Untertiteln ist meist schon ab ca. 9 Euro zu haben.

Deutlich teurer sind die ikonischen Originale mit stabiler Kartonverpackung und gedrucktem Handbuch. Filtern wir die Suchergebnisse bei Ebay nach beendeten Auktionen, so liegen die Preise für die Diskettenfassung in der Big Box je nach Zustand zwischen 30 und 110 Euro (plus Versandkosten).

Ein Bildschirmtod ist nicht genug

Für dieses "35 Jahre später"-Hands-on habe ich mich letztendlich für die Gog-Fassung entschieden, die ich auf einem ROG Xbox Ally X im Desktop-Steuerungsmodus gespielt habe. Das hat erstaunlich gut geklappt.

Dann emuliert der rechte Analogstick den Mauszeiger, die rechte obere Schultertaste die linke Maustaste und der rechte Trigger die rechte Maustaste, die in Space Quest 4 verwendet wird, um zwischen den verschiedenen Handlungsoptionen zu wechseln.


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