35 Jahre Predator: Als der Dschungel unsicher wurde

Mit Prey hat das Predator-Franchise gerade einen neuen Höhenflug erlebt. Vor 35 Jahren begann alles mit einem Kampf im südamerikanischen Dschungel.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
Nicht der einzige, der auf der Lauer liegt: Arnold Schwarzenegger in Predator von 1987
Nicht der einzige, der auf der Lauer liegt: Arnold Schwarzenegger in Predator von 1987 (Bild: Youtube (Screenshot: Golem.de))

"Es jagt aus Passion. Es tötet aus Lust. Aber dieses Mal jagt es das falsche Opfer." So steht es auf einem Filmplakat, das 1987 für Predator warb. Das "Opfer" war niemand Geringeres als Arnold Schwarzenegger, der es mit allen aufnahm - auch mit außerirdischen Jägern, selbst wenn sie ''ugly motherfuckers'' waren (oder vielleicht gerade deswegen).

Inhalt:
  1. 35 Jahre Predator: Als der Dschungel unsicher wurde
  2. Predator bekommt ein neues Design
  3. Ein wahrer Special Effect: der Tarnmodus des Predator

Die Geschichte von Predator ist simpel und mit dem Eingangszitat erzählt, die Produktionshistorie ist es jedoch nicht. Der Film war ein Vehikel für seinen Star, doch auch Regisseur John McTiernan, der zuvor nur den kleinen Film Nomads (1986) inszeniert hatte, ergriff seine Chance und etablierte sich als neue Hoffnung des Actionkinos.

Nachdem Produzent Joel Silver das Drehbuch von Jim und John Thomas erhalten hatte, das damals noch den Titel Hunter trug, erkannte er dessen Potenzial und versuchte, einen Star daran zu binden. Er ließ es an Schwarzeneggers Management schicken und Schwarzenegger war offenbar von dem Stoff angetan. Wegen anderer Termine musste der Drehstart jedoch nach hinten verlegt werden, was Silver zu nutzen wusste, indem er David Webb Peoples eine Neufassung des Skripts schreiben ließ.

Die Produktion konnte beginnen. Doch damit kamen auch die Probleme.

Das erste Design des Predators

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McTiernan entwarf ein eigenes Design für den Predator, das von Richard Edlunds Boss Film Creature Shop gefertigt werden sollte. Das ursprüngliche Design sah vor, dass die Kreatur dreigliedrige Beine haben sollte, mit Armen ähnlich dem vorderen Beinpaar einer Gottesanbeterin. Der Kopf hätte Ähnlichkeit mit freigelegten Knochen haben und dem Außerirdischen einen ganz eigenen Look verleihen sollen.

Ein entsprechendes Kostüm wurde gebaut. Doch Steve Johnson, seinerzeit noch bei Edlund tätig, erklärte, dass es im Dschungel von Mexiko nicht benutzbar sein würde, da sich kein Schauspieler oder Stuntman mit den Stelzen schnell hätte bewegen können.

Gewünscht war es dennoch, aber der Mann im Kostüm weigerte sich. Dieser Mann war Jean-Claude van Damme, der noch am Anfang seiner Karriere stand. Van Damme wollte mit den Stelzen nicht springen - und Joel Silver warf ihn raus.

Predator 1-4 - Box

Die Fehlkalkulation bei der Entwicklung des Monsters kostete die Produktion nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Denn die Dreharbeiten mussten für mehrere Monate unterbrochen werden, bis ein neues Design und Kostüm gestaltet worden waren.

Der Dreh begann am 14. April 1986 im Dschungel rund um Palenque in Mexiko. Die ersten Szenen des Films mit dem Söldnertrupp im Dschungel wurden recht zügig fertiggestellt.

Produktion bekommt Probleme

Am 25. April verabschiedete sich Schwarzenegger von den Dreharbeiten. Er flog nach Hyannis Port, wo er tags darauf Maria Shriver heiratete. Dem schlossen sich zwei Wochen Flitterwochen in Antigua an. Während dieser Zeit war die Second Unit damit beschäftigt, viele Füllszenen des Films abzudrehen.

Die Hauptdreharbeiten wurden am 12. Mai fortgesetzt und sollten nahe Guatemala stattfinden. Das war der Punkt, an dem sich endgültig zeigte, dass das Predator-Design im Dschungel nicht funktionierte. Dabei waren bereits alle Szenen, die nicht den Predator zeigten, im Kasten.

Durch den Produktionsstopp nach sechs Wochen geriet der 15 Millionen US-Dollar teure Film in ernste Schwierigkeiten. Die Produzenten warben beim Studio um weitere 2,5 Millionen US-Dollar, die für die Gestaltung der Kreatur, aber auch die Kostenexplosion der Zwangspause vonnöten waren.

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Predator bekommt ein neues Design 
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Achranon 17. Sep 2022 / Themenstart

Definitiv, und wer nicht anerkennt das der Film seine Qualitäten hat, hat halt keine...

Achranon 17. Sep 2022 / Themenstart

Netterweise haben sie ihm auch eine 3D Konvertierung verpasst die erstaunlich gut...

Meldryt 30. Aug 2022 / Themenstart

Gut, dass es mal jemand erwähnt. Die Kampagne war damals fantastisch. Man konnte jeweils...

unbuntu 29. Aug 2022 / Themenstart

Und bei Predator 2 hat man auch ne komplett andere Story. Statt Muskelberg im Dschungel...

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