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Die 80er Jahre gehören Elite

Bell und Braben bauen in die finale Version allerdings doch noch ein Ziel im klassischen Sinne ein: den Elite-Rang. Dafür muss der Spieler über 6.400 Raumschiffe abschießen, egal, ob Händler, Piraten oder Gesetzeshüter. Man könnte dieses Feature hämisch als den Punktestand bezeichnen, den Thorn EMI gefordert hat. Jedoch weiß der Spieler nichts davon: Der Zähler tickt intern und die Anleitung verrät nicht, wie viele Abschüsse zum Erreichen des Rangs notwendig sind.

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Die Aussicht, ein wahrer Elite-Meister zu werden, kommt bei den Spielern trotz dieser Ungewissheit gut an. Schließlich erwartet jeden erfolgreichen Piloten eine originelle Belohnung: Wer Acornsoft eine Postkarte mit dem Code schickt, der beim Erreichen des Elite-Rangs angezeigt wird, erhält eine schicke Anstecknadel.

Ein weiterer Grund für die Langlebigkeit von Elite sind die vielen Umsetzungen für modernere Computersysteme. Nach der Originalversion für den BBC Micro wird das Spiel in den folgenden acht Jahren für zahlreiche weitere Plattformen konvertiert. Vor allem die C64-Version verhilft dem Spiel zu großer Popularität. Und dank der deutlich besseren Hardwareleistung von PC, Atari ST sowie Amiga verschwinden ab 1987 die Drahtgittermodelle und das Universum gewinnt immer mehr an Farbe.

Die einzige Konsolenadaption erscheint für das Nintendo Entertainment System und überrascht mit einer hervorragend angepassten Controller-Steuerung. Als beste Version des Klassikers gilt die 1991 für den exotischen Acorn Archimedes erschienene Umsetzung, in der sich dank ausgereifterer künstlicher Intelligenz verfeindete Raumschiffe gegenseitig bekriegen.

Ein Stück Spielegeschichte für die Ewigkeit

Elite profitiert am Ende nicht nur von seiner Einmaligkeit, sondern regt massiv die Fantasie des Spielers an. Zudem richtet es sich eher an Erwachsene anstatt Kinder, was zum Veröffentlichungszeitpunkt ebenfalls eher selten ist. Elite fühlt sich wie ein Spiel fürs Leben an, frei nach dem Motto: Danach braucht man kein anderes mehr. Das mag übertrieben klingen, ist jedoch erstaunlich nahe an der Wahrheit.

  • Bereits im Titelbild von Elite versteckt sich ein technischer Kniff. Der Bildschirm ist in zwei verschiedene Darstellungsmodi geteilt: Während der untere Bereich mit den Armaturen mehrfarbig ist, nutzt der obere eine höhere Auflösung. (Bild: Acornsoft / Screenshot: Golem.de, BBC Micro)
  • Ein Kreis und eine Ellipse, fertig ist der Elite-Planet. Weil sämtliche 3D-Objekte aus einem Drahtgittermodell bestehen, kann man allerdings die dahinterliegenden Sterne sehen. (Bild: Acornsoft / Screenshot: Golem.de, BBC Micro)
  • 1984 müssen simple geometrische Formen ausreichen, um einen futuristischen Hyperraumsprung darzustellen. Der ist wiederum notwendig, um von einem Planeten zum anderen zu reisen. Nur sollte man währenddessen besser nicht auf die kampfstarken Thargoiden treffen, da diese das Raumschiff des Spielers aus dem Hyperraumsprung reißen können und im interstellaren Raum angreifen. (Bild: Acornsoft / Screenshot: Golem.de, BBC Micro)
  • Außerhalb Englands sorgte vor allem die C64-Umsetzung von Elite für Furore. Die Armaturen haben hier etwas mehr Farbe, dafür ist die 3D-Grafik deutlich langsamer. (Bild: Firebird / Screenshot: Golem.de, C64)
  • Sämtliche Planeteninformationen entstehen durch den prozeduralen Algorithmus, den Ian Bell und David Braben für Elite programmiert haben. Zudem ist Elite eines der ersten Spiele überhaupt, das komplett ins Deutsche übersetzt wurde. (Bild: Firebird / Screenshot: Golem.de, C64)
  • Der Handel mit Waren gehört zu den wichtigsten Spielelementen von Elite. (Bild: Acornsoft / Screenshot: Golem.de, BBC Micro)
  • Elite war ein Dauerbrenner, nicht zuletzt dank der Umsetzungen für 16-Bit-Heimcomputer. Auf dem Amiga weichen die Drahtgittermodelle bunten, vollständig ausgefüllten Polygonen. (Bild: Firebird / Screenshot: Golem.de, Amiga)
  • Der eigene Spielcharakter heißt in jeder Version Commander Jameson, bekam jedoch erst in der Umsetzung für das Nintendo Entertainment System ein Porträt spendiert. (Bild: Imagineer / Screenshot: Golem.de, NES)
  • Die Umsetzung für den exotischen Acorn Archimedes gilt unter Elite-Kennern als die beste: Beim Verlassen einer Station fliegt man an relativ komplexen Polygonbauten vorbei, während im Weltall fremde Raumschiffe ohne das Eingreifen des Spielers gegeneinander kämpfen. (Bild: Hybrid Technology / Screenshot: Golem.de, Acorn Archimedes)
  • Obwohl Elite bereits 1987 für den PC umgesetzt wurde, erschien vier Jahre später eine erweiterte Plus-Version. Diese vereint eine besonders farbenfrohe Grafik mit einer Icon-Steuerung, die der Bedienung auf dem Nintendo Entertainment System ähnelt. (Bild: Realtime Games Software / Screenshot: Golem.de, PC)
Elite war ein Dauerbrenner, nicht zuletzt dank der Umsetzungen für 16-Bit-Heimcomputer. Auf dem Amiga weichen die Drahtgittermodelle bunten, vollständig ausgefüllten Polygonen. (Bild: Firebird / Screenshot: Golem.de, Amiga)

Schließlich bleibt Elite gut neun Jahre lang ein Dauerbrenner - bis 1993 der offizielle Nachfolger Frontier: Elite II erscheint. An diesem ist Ian Bell jedoch nur noch sporadisch beteiligt; er und Braben gehen seitdem getrennte Wege. Teil drei, Frontier: First Encounters (1995), bringt David Braben im Alleingang auf den Weg, kann damit jedoch nicht an den Erfolg der ersten beiden Teile anknüpfen.

Das gelingt ihm und seinem Studio Frontier Developments erst 2014 mit dem komplexen Onlinespiel Elite Dangerous, das bis heute eine treue Fangemeinde um sich versammelt. Der Geist des Klassikers lebt somit auch 35 Jahre später weiter.

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werpu 28. Sep 2019

Das wäre nachwievor Ultima 1, dass das Konzept einer offenen Welt mit Städten und...

MickeyKay 26. Sep 2019

Nein, es wird oft nur vermutet und boshaft unterstellt. Hast du ein paar Beispiele, wo...

humancantipede 25. Sep 2019

Könnte der Autor mir mal Bitte eine Konsole nennen, die mehrere hundert Gigabyte RAM hat...

pitsch 24. Sep 2019

bbc tv documentary https://www.youtube.com/watch?v=GpWoF5uVgbA arcorn bbc -> raspberry pi...

Gonzo333 24. Sep 2019

weiss gar nicht mehr wie oft ich an den Raumstationen zerschellt bin, bis man sich...


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