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Battle Isle: Joystick-Steuerung und Fazit

Es treten immer die gleichen Parteien gegeneinander an, nämlich die rote und die gelbe Armee. Spieler 1 befindet sich stets links, Spieler 2 oder der Computer rechts.

Battle Isle ist zwar grundsätzlich ein rundenbasiertes Spiel, hat aber einen wichtigen Twist. Denn ich kann nicht in einer Runde angreifen und meine Einheiten bewegen.

Stattdessen sind Angriffs- und Bewegungsmodus zwei separate Funktionen, die ich auch stets per Tastenbefehl einläuten muss. Der Spielablauf ist dadurch vergleichbar mit klassischen Brettspielen oder auch Schach.

Auch wenn Battle Isle in einem Science-Fiction-Setting spielt, erinnern die Karten eher an die Erde: Wälder, Flüsse, Straßen. Besonders hübsch ist das Ganze nicht. Die Darstellung wirkt funktional statt detailverliebt. Auch die 19 Einheiten sind eher grob gezeichnet, wodurch sie aber klar voneinander unterscheidbar bleiben.

Ein Schwachpunkt sind die Gefechte selbst. Sie werden in sehr kurzen Sequenzen dargestellt. In Sekundenschnelle beobachten wir, wie unsere Einheiten kämpfen und dann entweder verschwinden oder eben stehen bleiben. Die zugrunde liegenden Berechnungen bleiben intransparent. Wer also auf Hitpoint-Anzeigen oder Ähnliches hofft, wird enttäuscht.

Das funktioniert noch ganz ordentlich!

Die Steuerung war ursprünglich für den Joystick ausgelegt und ist heute mit Maus und Tastatur etwas fummelig. Mit einem Klick wähle ich eine Einheit aus, bestimme dann mit den Richtungstasten die Aktion und führe sie im Anschluss aus. Das wirkt zunächst umständlich, funktioniert nach einer kurzen Eingewöhnungszeit aber zuverlässig.

Auch wenn mich Battle Isle an Schach erinnert, so finden sich hier viele Spielideen, die es im Genre noch heute gibt. So gewinne ich beispielsweise, indem ich alle Einheiten meines Gegners zerstöre oder dessen Basis einnehme.

Meine eigenen Truppen kann ich reparieren oder auf bestimmten Karten sogar rekrutieren. Bemerkenswert ist die Vielfalt: Land-, See- und Lufteinheiten verfügen über unterschiedliche Stärken und Schwächen. Sogar Truppentransporter sind dabei.

Für den Sieg ist weniger der einzelne Angriff entscheidend als die Positionierung. Wenn ich etwa feindliche Trupps einkreise, gewinnen dadurch umstehende Verbände an Durchschlagskraft hinzu.

Auch das Terrain hat Einfluss auf die Angriffsstärke. Dies zeigt, wie durchdacht das Design bereits Anfang der 1990er Jahre war – und warum es noch heute funktioniert.

Fazit: Ein bisschen verschroben, aber spaßig

35 Jahre nach seinem Erscheinen spielt sich Battle Isle ungewohnt, aber auf gute Weise. Gerade die im Vergleich zu aktuellen Rundenstrategiespielen wie Civilization 7 andersartige Dynamik, die durch Angriffs- und Bewegungsrunden bedingt ist, sorgt hier für Abwechslung.

Dass das Spiel kaum etwas erklärt, ist dem Alter geschuldet. Auch wenn der Titel viele noch heute gültige Mechanismen aufgreift, musste ich mich in den ersten Stunden ein wenig durchbeißen.

Dennoch bleibt der Strategieklassiker gut lesbar und nachvollziehbar. Trotz seiner technischen und spielerischen Eigenheiten kann ich Battle Isle auch heute noch empfehlen, gerade wegen seiner ungewöhnlichen und eigenständigen Ideen.


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