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Trotz gedrückter Stimmung wegen der NSA-Enthüllungen gab es immer noch Platz für Popcorn.
Trotz gedrückter Stimmung wegen der NSA-Enthüllungen gab es immer noch Platz für Popcorn. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

30C3-Abschluss: Rekorde und Versorgungsprobleme

Trotz gedrückter Stimmung wegen der NSA-Enthüllungen gab es immer noch Platz für Popcorn.
Trotz gedrückter Stimmung wegen der NSA-Enthüllungen gab es immer noch Platz für Popcorn. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Der 30. Hackerkongress des Chaos Computer Club endete mit vielen Rekorden und trotzdem gab es kaum Platzprobleme. Bei der Versorgung mit wichtigem Hackerstoff spitzte sich die Lage jedoch bereits am zweiten Tag zu.

Mehr als 9.000 Hacker zählte der mittlerweile 30. Chaos Communication Congress (30C3). Allein 6.000 Tickets wurden im Vorverkauf verteilt. Die nunmehr zum zweiten Mal in Folge im Congress Centrum Hamburg stattfindende Veranstaltung konnte damit den um etwa ein Drittel vergrößerten Veranstaltungsbereich gut ausfüllen. Volle Säle waren selten. Nur vereinzelt war kein Hereinkommen für später Kommende, wie etwa beim Auftritt von Julian Assange. Überwiegend reichte die vergrößerte Saalkapazität aus und auch der Freiraum führte nur zum Ende von den insgesamt 178 Vorträgen zu Hackerstau.

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Die Besuchermasse forderte trotzdem die Infrastruktur der immerhin zweitgrößten deutschen Stadt. Schon am zweiten Tag meldeten die Veranstalter, Club Mate sei ausverkauft. Zwar gelang es dem Chaos Computer Club, Nachschub zu beschaffen, doch dieser musste teils aufwendig herangeschafft werden, da die Vorräte in der Hansestadt zur Neige gingen. Immerhin konnte die benachbarte Hansestadt Bremen aushelfen, von dort wurde ein Lkw mit Club Mate nach Hamburg geschickt. Noch schneller verkauften sich die SIM-Karten für das lokale CCC-GSM-Netz. Alle 1.000 Stück waren bereits am ersten Tag weg. Das GSM-Netz war dieses Jahr erstmals beliebter als das DECT-Netz und so schaltete die Zentrale von insgesamt 2.577 Anschlüssen 1.198 auf GSM-Telefone und nur 977 auf DECT-Telefone. Für SIP-Kommunikation wurden 304 Nummern verwendet.

  • Das Rohrpostsystem des 30C3 (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Das Rohrpostsystem des 30C3 (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Das Rohrpostsystem des 30C3 (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Das Rohrpostsystem des 30C3 (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Das Rohrpostsystem des 30C3 (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Das Rohrpostsystem des 30C3 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Rohrpostsystem des 30C3 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • 30C3 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Rohrpostsystem des 30C3.  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Rohrpostsystem des 30C3 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Rohrpostsystem des 30C3 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Rohrpostsystem des 30C3 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Sarah Harrison ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... während Julian Assanges Rede auf dem 30C3 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Auch Jacob Appelbaum hielt mehrere Vorträge. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Popcorn-Versorgung während der Fnord-News-Show (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der ehemalige Bundesdatenschützer Peter Schaar... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... stellte sich den Fragen der Hacker auf dem 30C3. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Popcorn-Versorgung während der Fnord-News-Show (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Mit rund 5.000 gleichzeitigen WLAN-Teilnehmern wurde zudem das Netz getestet, das immerhin eine 100-GBit-Anbindung hatte. Getestet wurden allerdings auch die Hacker. Mit Hilfe von Schauspielern versuchte eine Firma namens Security Solutions Limited, Hacker zu rekrutieren, um etwa in Sicherheitsunternehmen Überwachungssoftware zu schreiben. Das Ergebnis freute den Chaos Computer Club. Nur zwei von insgesamt 150 Hackern ließen sich von den Schauspielern zu einem ernsten Anheuerungsgespräch in den Hinterzimmern überreden. Konsequenzen hatte der Test nicht. Allerdings ging an die beiden unbekannten Hacker der Aufruf, noch einmal in sich zu gehen und sich zu fragen, ob dies denn der richtige Weg sei. Hacker sollen lieber auf ehrliche Art und Weise Geld verdienen.

Die Veranstalter sind stolz darauf, auf Sponsoren wie etwa Sicherheitsfirmen verzichten zu können. Bei anderen Hackerveranstaltungen seien solche Sponsoren die Regel und dort werde auch fleißig, etwa durch Geheimdienste, rekrutiert. Ganz ohne Sponsoren kommt aber auch der Chaos Communication Congress nicht aus. Die WLAN-Infrastruktur wurde etwa von einem großen Anbieter gestellt. Allerdings wurde dieser während des Kongresses nicht genannt.

Auf dem Kongress gab es eine Alternative zum WLAN. Das Rohrpostsystem Seidenstrasse. Mehr als 500 blinkende LED-Kapseln wurden per Staubsauger durch das Congress Centrum gejagt. Vermutlich wird das System, das dieses Jahr einen ersten großen Test hatte, beim 31C3 wieder eingesetzt. Dieser wird wie immer zwischen den Jahren 2014 und 2015 stattfinden, voraussichtlich also vom 27. bis zum 30. Dezember 2014.

Alle Artikel zum Hackerkongress der vergangenen Tage finden sich in unserem 30C3-Special zum Nachlesen. Wer sich die aufgenommenen Streams der Veranstaltungen noch einmal anschauen möchte, findet diese im Dokumentationsteil des 30C3-Wikis.


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Anonymer Nutzer 01. Jan 2014

Das versuche ich nicht, ich versuche andere dazu zu bringen die Dinge ein wenig mehr zu...

Rentner aus... 01. Jan 2014

Ach, wie schade! :-/ Man muss die Leitungen durchputzen und wieder in Betrieb nehmen...

Casandro 01. Jan 2014

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