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300er-Serie: Intel könnte 14-nm-Chipsätze an die TSMC auslagern

Weil Intel immer noch keine ausreichende Ausbeute für den eigenen 10-nm-Node hat, werden die Kapazitäten für die 14-nm-Chips knapp. Um weiterhin genügend Prozessoren und Chipsätze liefern zu können, soll Intel überlegen, diese im Auftrag fertigen zu lassen. Das kommende Mittelklasse-Topmodell Core i9-9900K ist daher eventuell vorerst schlecht lieferbar.

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Ein älterer HM175-Chipsatz
Ein älterer HM175-Chipsatz (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Der CPU-Hersteller Intel soll derzeit darüber nachdenken, einen Teil der 14-nm-Chip-Produktion an den weltgrößten Auftragsfertiger, die TSMC, auszulagern. Das berichtet der taiwanische Branchendienst Digitimes unter Berufung auf Quellen aus der Industrie. Konkret handle es sich dabei nicht um Prozessoren, sondern um Chipsätze, betroffen seien Modelle wie H310 oder B360. Entsprechende Mainboards wurden in den vergangenen Wochen deutlich teurer, was ein Indiz dafür ist, dass Intel tatsächlich mit der Fertigung nicht hinterherkommt.

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Seit Jahren geht Intel so vor, dass CPUs im jeweils aktuellen Node produziert werden und die Chipsätze mit dem eine Generation älteren Technologieknoten. Der Core i7-8700K (Test) etwa wird in 14++ nm hergestellt und der im Oktober 2017 zusammen mit dem Prozessor vorgestellte Z370-Chipsatz im 22-nm-Verfahren. Eigentlich wollte Intel längst CPUs mit 10-nm-Technik herstellen, abseits des praktisch nicht lieferbaren Core i3-8121U (Cannon Lake U) gibt es aber keine solchen. Die Chipsätze hingegen sind mit der 300er-Generation bei 14 nm angelangt und belegen nun Fertigungslinien, die Intel für Prozessoren benötigt. Statt die Designs auf 22 nm rückwärts zu portieren, scheint der Hersteller eine Anpassung an einen TSMC-Node vorzunehmen, vermutlich das, was der Auftragsfertiger als 16(+) nm bezeichnet.

Wir erwarten für die kommenden Monate eine schlechtere Verfügbarkeit der 300er-Chipsätze, und möglicherweise hat Intel bei den für Oktober 2018 erwarteten Mittelklasse-Octacores wie dem Core i9-9900K ähnliche Probleme wie vergangenes Jahr beim Core i7-8700K, der in den ersten Wochen kaum erhältlich war. Bei den achtkernigen Chips treibt Intel den Takt auf 5 GHz und verlötet den Heatspreader, um die Prozessoren trotz dieser Frequenz noch kühlen zu können.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Intel bei der TSMC produzieren lässt: Bereits die eingestellten Sofia-Chips für Smartphones stammen aus den Fabs der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, und auch die XMM-7480- und die 7360-Modems für das iPhone 7/8 (Plus) ließ Intel beim Auftragsfertiger herstellen.



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