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300 MBit/s: Warum Super Vectoring bei der Telekom noch so lange dauert

Die Telekom braucht noch eine Weile, um sehr schnelles Vectoring einzuführen. Die Technik müsse erst getestet, neue Linecards müssten in die DSLAMs geschoben und das "Produktportfolio muss angepasst" werden.
/ Achim Sawall
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Multifunktionsgehäuse der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)
Multifunktionsgehäuse der Telekom Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom geht von einem kommerziellen Einsatz der Super-Vectoring-Technologie erst im Jahr 2018 aus. Der Ausrüster Huawei hatte mitgeteilt, dass die Hardware für die Aufrüstung der Netzwerke auf bis zu 300 MBit/s jetzt verfügbar ist.

Telekom-Sprecher Philipp Blank sagte Golem.de auf die Frage, warum der Einsatz erst im Jahr 2018 erfolgen soll: "Weil die Technik getestet und dann ausgerollt werden muss, das geht nicht von heute auf morgen. Das bezieht sich zum einen auf die Super-Vectoring-Technik selbst – etwa der Einbau der Linecards bundesweit in den Multifunktionsgehäusen. Zudem müssen wir das Produktportfolio anpassen und die Produktvarianten in den IT-Systemen hinterlegen. Und schließlich haben wir auch noch keine Endgeräte für Kunden."

Spektrale Bandbreite von 17 MHz auf 35 MHz ausgeweitet

Huawei hatte erklärt, dass die Technik eine Downstream-Rate von bis zu 300 MBit/s innerhalb eines Radius von 300 Metern unterstützt. Bisher sind VDSL/2-Vectoring-Datenraten von 50 bis 100 MBit/s möglich. "Momentan wird SuperVector bereits in Ländern wie Deutschland und Italien kommerziell genutzt", hatte Huawei bekanntgegeben, ohne jedoch Namen zu nennen.

Super Vectoring weitet die spektrale Bandbreite von 17 MHz auf 35 MHz aus. Die Ausrüstung sei kompatibel mit bestehenden ADSL2+/VDSL2/Vectoring-Terminals. Mit "Anpassung des Produktportfolios" könnte auch gemeint sein, dass die Telekom nicht so schnell Super Vectoring anbieten will, um die bestehenden Investitionen in Linecards und Router beim Endkunden erst zu amortisieren. Fehlende Endgeräte sind dagegen ein triftiger Grund.


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