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300 MBit/s: M-net beginnt mit G.fast-Tarifen und Telekom-Partnerschaft

G.fast wird seit diesem Monat bei M-net angeboten, auch wenn die Summenbitrate von bis zu 1 GBits/s nicht ausgenutzt wird. M-net will sich in den kommenden Jahren "gezielt vom Glasfaserunternehmen zum FTTH-Anbieter entwickeln".
/ Achim Sawall
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Vorstellung des G.fast-Projekts im Jahr 2017; von links: Michael Fränkle (M-net), Dorit Bode (M-net), Walter Haas (Huawei Deutschland) (Bild: M-net)
Vorstellung des G.fast-Projekts im Jahr 2017; von links: Michael Fränkle (M-net), Dorit Bode (M-net), Walter Haas (Huawei Deutschland) Bild: M-net

Seit Mai 2019 bietet M-net in seinen Netzen auch über G.fast Tarife mit bis zu 300 MBit/s(öffnet im neuen Fenster). Das teilte Unternehmenssprecher Hannes Lindhuber Golem.de auf Anfrage mit. Über welche Glasfasertechnologie die Anschlüsse realisiert werden, "ist in der Regel nicht Teil der Kundenkommunikation, da für die meisten unserer Kunden diese technische Detailtiefe nicht relevant ist", sagte Lindhuber.

Mit G.fast sind Summenbitraten im Up- und Download von bis zu 1 GBits/s möglich, also deutlich mehr als mit Super-Vectoring über FTTC. M-Net hatte im Mai 2017 die Verfügbarkeit von G.fast innerhalb von 12 Monaten angekündigt, aber bisher kein Produkt angeboten.

Zudem realisiere M-net seit Kurzem Anschlüsse für Privat- und Geschäftskunden über Layer-2-Bitstromzugänge der Deutschen Telekom, erklärte Lindhuber. "Hier greifen wir in ausgewählten Regionen, in denen wir bislang noch keine eigene Glasfaserinfrastruktur ausgebaut haben, auf das regulierte Standard-Vorleistungsprodukt der Telekom zurück, um Kunden mit Internet- und Telefondiensten versorgen zu können."

Wachstum trotz Krise in Cham

Die Anzahl der FTTB/H-Haushalte bei M-Net wuchs im vergangenen Jahr(öffnet im neuen Fenster) um mehr als 13 Prozent. Die Zahl der aktiven Verträge mit Privat- und Geschäftskunden konnte bis zum 31. Dezember 2018 auf rund 470.000 gesteigert werden. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2018 um rund 5 Prozent auf mehr als 255 Millionen Euro.

Nelson Killius, Sprecher der Geschäftsführung von M-net, sagte: "Insbesondere in den Ausbaugebieten, die von M-net bereits mit Glasfaser bis ins Haus oder in die Wohnung aufgerüstet wurden, zeigte sich im Marktvergleich eine besonders starke Kundennachfrage nach breitbandigen Internetdiensten von M-net." Um maximale Versorgungssicherheit für die Zukunft zu erreichen, werde sich M-net in den kommenden Jahren "gezielt vom Glasfaserunternehmen zum FTTH-Anbieter entwickeln", erklärte Hermann Rodler, Technischer Geschäftsführer von M-net.

Der Landkreis Cham in der Oberpfalz und M-net haben sich nach einem längeren Konflikt geeinigt, das Ausbauvorhaben aus dem Jahr 2017 gegen eine Abstandszahlung zu beenden. Die teils felsigen Böden konnten zum vereinbarten Preis nicht aufgerissen und wieder gefüllt werden. Ein neuer Partner konnte nicht gefunden werden.


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