300 MBit/s: Alcatel-Lucent zeigt neue DSL-Technologie Vplus

Alcatel-Lucent hat kommerziell verfügbare Produkte vorgestellt, die auf der DSL-Technologie Vplus basieren. Das gab der Netzwerkausrüster am 21. Oktober 2015 auf dem Broadband World Forum 2015 in London bekannt.(öffnet im neuen Fenster) Die DSL-Technologie, die der Konzern ursprünglich entwickelt haben will, werde als VDSL2 35b Profil von der UN-Organisation ITU-T standardisiert.
Die Technologie ermögliche kombinierte Datenraten von rund 200 MBit/s über herkömmliche Kupfertelefonkabel auf Entfernungen von bis zu 500 Metern. Bei Entfernungen kürzer als 250 Meter steige die Geschwindigkeit auf 300 MBit/s.
Vplus ermögliche höhere Bitraten als VDSL2 17a und erlaubt größere Entfernungen als G.fast. Die Port-Dichte von Vplus ermögliche es Netzbetreibern, bestehende Verteilerkästen zu verwenden. Bei Vplus müssten keine Glasfaserkabel bis zum Gebäude oder zum Verteilerpunkt verlegt werden. Netzbetreiber könnten auf die neue DSL-Technologie umsteigen, ohne die Endgeräte austauschen zu müssen.
Der Netzanbieter A1 in Österreich werde mit Vplus "die Nachfrage nach schnellem Internet abdecken" . Marcus Grausam, CTO von A1, sagte, der Konzern habe schon G.fast Vectoring getestet und eingeführt. "Jetzt sind wir unter den ersten, die Kunden über Vplus ans Netz bringen."
Alcatel-Lucent Vplus bietet Line Cards (NDLT-J/K) für 7302 ISAM FD-16 und 7330 ISAM FD-8 Shelves mit Support für Vplus (35b) und VDSL2 (17a). Bestehende System Level Vectoring Prozessorkarten (NDPS-B) könnten für Vplus 7302 ISAM FD-16 und 7330 ISAM FD-8 Shelves verwendet werden. Bestehende 7363 ISAM MX-6 Micro-Nodes mit VDSL2 Vectoring Line Cards (RDLT-B/C and RDLS-A) unterstützen Vplus nach einem Software-Update.



