Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

30 Jahre Twelve Monkeys: Einer der besten Zeitreisefilme aller Zeiten

Die Zukunft ist verheert, die Gegenwart der Schlüssel zur Rettung. Mittendrin: Bruce Willis als James Cole. Er stellt sich in 12 Monkeys die Frage: Bin ich verrückt – oder dabei, die Welt zu retten?
/ Peter Osteried
11 Kommentare undefined News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Bruce Willis kommt in der Gegenwart des Jahres 1995 an. (Bild: Universal Pictures)
Bruce Willis kommt in der Gegenwart des Jahres 1995 an. Bild: Universal Pictures
Inhalt
  1. 30 Jahre Twelve Monkeys: Einer der besten Zeitreisefilme aller Zeiten
  2. Ein Skript, wie gemacht für Terry Gilliam
  3. Gebrauchte Zukunft

Sieht man sich Chris Markers 28-minütigen Kurzfilm La Jetée(öffnet im neuen Fenster) (deutscher Titel: Am Rande des Rollfelds) aus dem Jahr 1962 an, würde man ihn nicht unbedingt mit Terry Gilliams 12 Monkeys in Verbindung bringen. Der Film besteht praktisch nur aus Standfotos, er ist schwarzweiß und gilt vielen, vor allem aufgrund seiner Erzählweise, als perfekter Film. So sahen das auch David Webb Peoples und seine Frau Janet Peoples, die den Auftrag hatten, das Skript für ein Remake zu verfassen.

Eine Schwierigkeit sahen sie jedoch darin, dass Markers Ideen schon in James Camerons Terminator auftauchten. Also beschlossen die Peoples, kein Remake zu schreiben, sondern die Grundidee des Kurzfilms zu nehmen und auf eine eigene, einzigartige Weise zu erkunden. Es sollte um eine Pandemie gehen, die die Welt verheert, und einen Mann, der von traumatisierenden Bildern seiner Kindheit geplagt wird. Das Skript landete dann auf dem Schreibtisch von Produzent Charles Roven.

Man kann die Geschichte simpel herunterbrechen: In einer zukünftigen Welt, die von Krankheiten verheert ist, wird ein Sträfling in die Vergangenheit geschickt, um Informationen über das künstlich erschaffene Virus zu beschaffen, das einen Großteil der Menschheit ausgelöscht hat. Diese Zusammenfassung wird dem Film jedoch nicht gerecht.

Er ist sehr viel komplexer, lässt er die Hauptfigur ständig zwischen 1995 und 2035 hin- und herspringen. Die Komplexität ergibt sich aus den Zeitsprüngen, aber 12 Monkeys wirkte damals vor allem deswegen so ambitioniert, weil es das Blockbuster-Kino jener Dekade nicht war.

Das produzierende Studio Universal war folglich zunächst skeptisch. Mehr als ein 30-Millionen-Dollar-Budget – sehr bescheiden für einen Sci-Fi-Film jener Zeit – wollte man nicht riskieren.

Das Projekt wurde verschiedenen Top-Regisseuren angeboten, aber alle lehnten ab. Roven musste also kreativ werden und dachte an einen Filmemacher, der immer wieder bewiesen hatte, dass er außerhalb des Mainstreams große Filme drehen konnte: Terry Gilliam ( Time Bandits , Brazil, König der Fischer).


Relevante Themen