30 Jahre Super Mario Kart: Als Nintendo den Fun-Racer neu erfand

Vor 30 Jahren feierte Nintendo-Klempner Mario in Super Mario Kart sein Rennspieldebüt. Golem.de hat das alte Modul aus dem Schrank geholt.

Artikel von Andreas Altenheimer veröffentlicht am
Mario-Kart-Straßenrennen in Tokio
Mario-Kart-Straßenrennen in Tokio (Bild: Keith Tsuji/Getty Images)

Vielleicht ist es nur ein Gefühl, doch in meiner Erinnerung war die Spieleindustrie in den 1990er Jahren unberechenbarer als heute. Zumindest erinnere ich mich an mit viel Spannung erwartete Titel wie das Actionspiel Creature Shock (1994) oder das Weltraumabenteuer Frontier Elite 2 (1993) - die dann beide mehr oder weniger enttäuschten. Auf eines konnte man sich damals jedoch verlassen: Nintendo liefert!

Inhalt:
  1. 30 Jahre Super Mario Kart: Als Nintendo den Fun-Racer neu erfand
  2. Das Rennen kann starten!
  3. Spielspaß wie vor 30 Jahren

So war bereits die Ankündigung von Super Mario Kart ein großes Ding, weil fast jeder von einem unumstrittenen Hit ausging. In der Tat wurden die Erwartungen sogar übertroffen: Die Wertungen der Fachmagazine schossen durch die 90-Prozent-Decke und das Spiel gewann zahlreiche Game-of-the-Year-Preise.

Zugegeben: Wer damals nicht live dabei gewesen ist, dürfte heute angesichts der pixeligen Bilder und des gewöhnlichen Spielprinzips die Stirn runzeln. Super Mario Kart ist letztlich nicht mehr als ein einfacher Fun-Racer.

Darin treten maximal zwei Spieler an, um wahlweise auf 20 verschiedenen Strecken um die Wette zu fahren oder sich im Battle-Modus gegenseitig abzuschießen. Allerdings war das Rennspielgenre anno 1992 alles andere als ausgereift, so dass diese Schlichtheit in Kombination mit der hervorragenden Umsetzung die Spielewelt begeisterte.

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Die Anzahl der wirklich guten Rennspiele konnte man bis zu diesem Zeitpunkt an einer Hand abzählen. Nintendo selbst lag damals mit dem futuristischen F-Zero seit zwei Jahren im Genre vorn.

Kein Wunder, schließlich war es das erste Spiel, das massiv von dem revolutionären Grafikmodus Mode 7 profitierte, der in der Super-Nintendo-Hardware schlummerte. Er ermöglichte das pfeilschnelle Zoomen und Drehen der Rennstrecke, was wiederum in einer noch nie dagewesenen Spielbarkeit resultierte.

Super Mario Kart ist F-Zero in vielerlei Hinsicht ähnlich: Auch hier wird die Rennstrecke dank Mode 7 perspektivisch korrekt dargestellt, wobei ein zusätzlicher im Modul verbauter DSP-Chip die Leistung verstärkt und somit ein noch flüssigeres Spiel garantiert.

Anstatt anspruchsvoller Fahrphysik regiert eine launige Arcade-Steuerung, die leicht zu erlernen ist und trotzdem waghalsige Driftmanöver zulässt. Die Grafik wiederum lebt von einer kunterbunten Farbpalette, um der legendären Mario-Kulisse gerecht zu werden.

Durch seine Vorzüge wurde Super Mario Kart zum Vorbild für viele Nachahmer und natürlich auch für seine eigenen Fortsetzungen. Somit ist das Alleinstellungsmerkmal längst dahin. Gerade Sport- und Rennspiele haben sich derart rasant weiterentwickelt, dass sich ernsthaft die Frage stellt: Kann man so einen Oldie heutzutage überhaupt noch genießen?

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Altes Spiel mit neuer Hardware

Zur Geburtstagsfeier wähle ich das bestmögliche Equipment: ein Super Nt (g+). Dabei handelt es sich um einen Nachbau des Super Nintendos von der Firma Analogue Interactive, der dank FPGA-Technologie nahezu identisch mit dem Originalgerät ist.

  • Bereits im ersten Mario Kart geben die Spieler mit den üblichen Verdächtigen Vollgas, darunter Mario, Yoshi und Prinzessin Peach. (Bild: Nintendo/Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Alle stehen bereit: Sobald die grüne Lampe leuchtet, geht das Rennen los. (Bild: Nintendo/Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Auf Standbildern mag Super Mario Kart für heutige Verhältnisse sehr pixelig und grob aussehen, doch in Bewegung ist das Spiel nach wie vor ein Hit. (Bild: Nintendo/Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Unter den Fragezeichen verbergen sich nützliche Extras, mit denen man seine Gegner ärgern und ihnen beispielsweise einen Schildkrötenpanzer an den Kopf oder eine Bananenschale vor die Räder werfen kann. (Bild: Nintendo/Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Im Geisterhaus muss man mitunter auf den Streckenrand aufpassen: Ist wie auf diesem Bild keine schützende Begrenzung vorhanden, fällt man beim Übertreten in die Tiefe und wird erst ein paar Strafsekunden später zurück auf die Fahrbahn gesetzt. (Bild: Nintendo/Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Auf manchen Kursen gibt es Verzweigungen, wobei oftmals der eine Weg kürzer und der andere leichter zu fahren ist. (Bild: Nintendo/Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Gewonnen! Koopa jubelt wieder, nachdem er all seine Kontrahenten hinter sich gelassen hat. (Bild: Nintendo/Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Obacht: Diese grimmigen Blöcke krachen in unregelmäßigen Abständen zu Boden und können das Kart buchstäblich plätten. (Bild: Nintendo/Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Yoshis Freude ist besonders groß, nachdem er den Star Cup für sich entschieden hat und seine wohlverdiente Champagnerflasche durch die Luft wirbelt. (Bild: Nintendo/Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Schlicht und effektiv: Wie bei vielen Nintendo-Spielen für das SNES beschränkte sich auch die Verpackung von Super Mario Kart auf ein launiges Gruppenbild aller Kart-Fahrer. (Foto: Medienagentur Plassma)
  • Fast komplett: Auf diesem Bild sind die meisten Mario-Kart-Spiele zu sehen, mit Ausnahme von Mario Kart 8 Deluxe für die Nintendo Switch. (Foto: Medienagentur Plassma)
Bereits im ersten Mario Kart geben die Spieler mit den üblichen Verdächtigen Vollgas, darunter Mario, Yoshi und Prinzessin Peach. (Bild: Nintendo/Screenshot: Medienagentur Plassma)

Darüber hinaus steht mir ein HDMI-Ausgang zur Verfügung, mit dem ich gestochen scharfe Bilder aufzeichnen kann. Weil ich gleichzeitig mein altes Modul einstecken und ein echtes Super-Nintendo-Joypad anschließen darf, entpuppt sich das Super Nt als die beste Kombination aus Retro und moderner Technik.

Habe ich mich bereits bei anderen alten Spielen gefreut, wie einfach und schnell man sie starten kann, so setzt Super Mario Kart all dem die Krone auf. Es dauert keine Minute, bis ich den Grand-Prix-Modus wähle, mich für einen Schwierigkeitsgrad entscheide und einen von acht möglichen Fahrern anklicke.

Danach sitze ich bereits im Kart und muss mich gegen sieben Rivalen durchsetzen, die allesamt von einer KI gesteuert werden. Damals wie heute entscheide ich mich für meinen liebsten Mario-Kart-Charakter: die Schildkröte Koopa. Mit ihr kann ich am besten um die Kurven lenken und ordentlich beschleunigen.

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Das Rennen kann starten! 
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forenuser 01. Sep 2022 / Themenstart

Ist grundsätzlich richtig, aber bei MK konnte man den Blitz auch als Erstplatzierter...

Kreppelklaus 29. Aug 2022 / Themenstart

Der Fliesentisch interessiert mich viel mehr :D Aber die Packung hatte ich auch Monate...

LH 29. Aug 2022 / Themenstart

Das man aber leider erst einmal gleichzeitig haben muss :/ Das ist bei mir praktisch nie...

LH 28. Aug 2022 / Themenstart

Und wohin willst du dann bei den breiten und großen Strecken springen? Das ganze hat bei...

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