Manchmal braucht man einen Schubs

Leider lässt sie sich nicht so einfach überreden und willigt lediglich ein, dem Messerwerfer bei seiner Arbeit zuzusehen. In der englischen Version sagt sie irgendwann den folgenden Satz: "Stop trying to PUSH me into this!" ("Hör auf, mich zu überreden!").

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Das Wort "Push" ist jedenfalls nicht zufällig großgeschrieben und ein klarer Hinweis darauf, dass ich Sophia mit dem "Push"-Befehl anklicken soll - woraufhin sie vor den Messerwerfer stolpert und der sie freudig als "Freiwillige" akzeptiert.

Dieses Rätsel zeigt wunderbar, warum Lucasarts der Konkurrenz damals um Welten voraus gewesen ist. Dahinter steckt eine originelle Idee, die ich so zuvor in keinem anderen Spiel gesehen habe. Gleichzeitig bekommt man den perfekten Hinweis auf die Lösung. Und damals wie heute fühlt es sich einfach wunderbar an, eben diese umzusetzen.

Von Höhlen und Labyrinthen

Das nächste Highlight wartet aber schon: das Erkunden einer Ausgrabung, in der es mangels Licht zappenduster ist und ich deshalb einen Stromgenerator reparieren muss. Doch wie soll das gehen, wenn ich nichts sehen kann? Ganz einfach: Zum einen darf ich mich im Dunkeln bewegen und alle wichtigen Objekte zumindest anfassen.

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Obendrein gewöhnen sich Indys Augen an die mangelnden Lichtverhältnisse, weshalb das Spiel langsam die Helligkeit erhöht und ich nach einigen Minuten zumindest schemenhaft etwas erkennen kann.

Es folgt ein Abstecher nach Kreta, wo ich mich durch ein Labyrinth rätsele, sowie eine Fahrt in einem deutschen U-Boot, bei der ich alle Steuerungsgeräte wie Hebel oder Ruder finden muss.

Kurz danach endet der Mittelteil und es kommt zum großen Finale im unterirdischen Atlantis, der die drei Pfade vereint. Das bedeutet leider auch, dass meine geliebte Sophia von den Nazis gefangengenommen und entführt wird.

In Atlantis kommt die vielleicht größte Schwäche von Indiana Jones and the Fate of Atlantis zum Tragen: Es gibt in diesem Adventure zu viele Labyrinthe - und dieses hier ist besonders anstrengend!

  • Indy in seinem Element: Auf der Suche nach einem Artefakt - auch wenn es sich im heimischen Museum versteckt .. (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)
  • Die digitale Steam-Version enthält einen Grafikfilter, der die alte Pixelpracht glättet. Leider wirkt das Ergebnis unausgegoren und arg mechanisch. (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)
  • Die Nazis machen keinen Hehl daraus, dass sie in der Technologie von Atlantis großes Potenzial sehen. (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)
  • Noch begutachtet Sophia die Künste des Messerwerfers eher skeptisch. Nun gilt es, ihr im wahrsten Sinne des Wortes einen Schubs zu geben ... (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)
  • Die Nahansicht von Sophias Hals und ihrem Medaillon gehört zu den schönsten Pixelgrafiken der frühen 1990er-Jahre. (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)
  • Bewusst verwirrend: In den Straßen von Algerien muss Indiana Jones einen Mann verfolgen und darf dabei nicht die Übersicht verlieren. (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)
  • Eine Verfolgungsjagd endet mit einem Autounfall - zum Glück ohne großen Personenschaden. (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)
  • Noch hat der Nazi die Oberhand ... bis Indy seine Peitsche auspackt und ihm die Waffe aus der Hand schlägt! (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)
  • Immer wieder stolpert man über die Leichen gescheiterter Abenteurer, die sich bei ihrer Suche nach Atlantis verschätzt haben. (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)
  • Im Action-Pfad kommt es häufig zu Konfrontationen mit Nazi-Soldaten, mit denen man sich prügeln muss. (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)
  • Diese Steinscheiben öffnen mehrere Türen, wobei man die korrekte Kombination aus dem Verlorenen Dialog von Plato erfährt. (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)
  • Das letzte Labyrinth führt Indiana Jones mitten durch Atlantis und wird der Übersicht wegen aus der Vogelperspektive gezeigt. (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)
  • In Atlantis wimmelt es nur so vor antiken Maschinen, die ihrer Zeit weit voraus sind. (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)
  • Diese massive Tür lässt sich nur mit Hilfe eines mechanischen Roboters und einer schweren Eisenkette öffnen. (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)
  • Ein Happy End mit Sonnenuntergang und Vulkanausbruch (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)
Die Nahansicht von Sophias Hals und ihrem Medaillon gehört zu den schönsten Pixelgrafiken der frühen 1990er-Jahre. (Quelle: Lucasarts/Medienagentur Plassma)

Zwar sehe ich es aus der Vogelperspektive, jedoch werden die einzelnen Räume nur mit einem Fragezeichen gekennzeichnet. Ich muss alle mühsam abklappern und dabei ständig den pixeligen Nazi-Soldaten ausweichen, wenn ich mich nicht mit ihnen prügeln möchte. Nervig!

Allgemein stören die recht langen Laufwege und Wartezeiten, die ich beispielsweise beim Überqueren einer Kanalisation auf mich nehmen muss. Das funktioniert nämlich nur mit einer mechanischen Krabbe, die sich wiederum im Schleichgang bewegt.

Fazit: Auch 30 Jahre später fantastisch spielbar

Trotzdem bereue ich es nicht, Indiana Jones and the Fate of Atlantis mal wieder komplett bis zum Ende gespielt und im Kampf gegen die Nazis das Geheimnis von Atlantis gelüftet zu haben. Ganz im Gegenteil: Dieses Spiel ist hinsichtlich Rätsel- und Storyqualität immer noch einem Großteil der Konkurrenz überlegen. Ich konnte mich an vieles erinnern und musste aus Zeitdruck nur an wenigen Stellen in eine Lösung linsen.

Mich hat der Trip in die Vergangenheit so sehr motiviert, dass ich mir auch noch die anderen beiden Pfade angeschaut habe. Dabei offenbarte sich mir die letzte Schwäche des Spiels, nämlich die unvermeidlichen Faustkämpfe während des Action-Pfads.

Die Kämpfe fühlen sich steif wie eh und je an, weshalb ich mich eher gelangweilt durch die Räume geboxt habe.

Aber sei's drum: Wer kein Gegner von Retro-Spielen ist und nur einen Funken Interesse an Adventures hat, muss Indiana Jones and the Fate of Atlantis ausprobiert haben.

Es zeigt ähnlich wie The Secret of Monkey Island die Genialität der alten Lucasarts-Abenteuer und ist ein weiteres Paradebeispiel für einen nahezu zeitlosen Klassiker der Computerspielgeschichte.

Mitarbeit: Benedikt Plass-Fleßenkämper

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 Probleme mit Sprachausgabe und Sound
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Trollversteher 27. Jun 2022 / Themenstart

Oh, gut zu wissen, da wir damals zu der Zeit ebenfalls bei Rainow Arts unter Vertrag...

narsah 22. Jun 2022 / Themenstart

Sehe ich ganz genau so und das trifft auf alle LucasArts-Adventures zu. Der Soundtracks...

narsah 22. Jun 2022 / Themenstart

Wunder der Technik! Ich erinnere mich noch gut an die Installation von 11 Disketten, die...

narsah 22. Jun 2022 / Themenstart

... und den Blast from the Past :-). Indy 4 ist wirklich ein tolles Spiel, das ich schon...

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