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Der erste Kampf

Höchste Zeit, die sicheren Mauern des Außenpostens zu verlassen und einen Schritt nach Osten zu wagen. Dort werde ich Zeuge eines Massakers - die Drakonier überfallen eine Karawane. Ich schreite umgehend ein und attackiere die Biester.

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Die gute Nachricht: Meine Gegner sind erfreulich kurzlebig. In der Regel reicht ein Treffer meiner mit Langschwertern ausgestatteten Kämpfer aus, um sie ins Nirwana zu schicken. Die schlechte: Der Ausschnitt des Kampfbildschirms, auf dem ich meine Figuren einzeln positioniere und rundenweise Nah- und Fernkampfangriffe oder magische Aktionen ausführen lasse, ist meines Erachtens zu klein. Obwohl ich es mit nur vier Gegnern zu tun habe, fehlt mir die Übersicht. Und die Option, den Cursor frei über das gesamte Schlachtfeld zu bewegen, ist gut im Wust der Menüs versteckt.

Nachdem ich mich an die Bedienung gewöhnt habe, geht aber alles recht flott über die Bühne. Zwar kollabieren mein Kleriker und mein Dieb im Laufe der Schlacht, jedoch ohne gleich zu sterben. Somit kann ich sie nach dem Kampf und während der nächsten Rast wieder aufpäppeln. Die zugehörige Fix-Funktion gehört nebenbei bemerkt zu den wenigen nützlichen Komfortfunktionen des Spiels, weil sie mit einem Knopfdruck automatisch alle nötigen Heilzauber anwendet.

Nach meinem Sieg steht mir nun theoretisch die ganze Spielwelt offen - oder besser gesagt ein überschaubarer Kartenausschnitt, auf dem ich mich Feld für Feld bewege. Zunächst kehre ich zum Außenposten zurück und berichte meinem Kommandanten. Er schickt mich letztlich erneut nach Throtl. Dort soll ich nun nach einer Patrouille unter der Führung des Kriegers Caramon Ausschau halten.

Wieder unter freiem Himmel steuere ich die Stadttore von Throtl im Norden an. Dort erwartet mich der nächste Kampf, in dem ich zu meinem Entsetzen regelrecht zerfetzt werde. Kein Wunder, im Vergleich zum ersten Gefecht hat sich die Zahl der Gegner verdreifacht! Auch stehen mir mehrere hartnäckige Krieger gegenüber, die erst nach ein paar Treffern das Zeitliche segnen. Schnell liegt meine Truppe im Staub. Game Over.

Ein Blick ins offizielle Lösungsbuch, das der Gog-Version ebenfalls als PDF-Datei beiliegt, lässt Böses erahnen: Man solle sich darauf einstellen, öfters zu speichern - der Härtegrad der in Throtl stattfindenden Kämpfe variiere (O-Ton) "radikal". Ich mache deshalb keine weiteren Experimente und nutze den Schwierigkeitsgradregler. Auf der leichtesten Stufe erhalte ich zwar weniger Erfahrungspunkte, doch so kann ich mich unbeschwerter und schneller durch die Stadt bewegen.

Tatsächlich funktioniert der Trick. Erneut gehen ein paar schwächere Gruppenmitglieder zu Boden, doch am Ende besiege ich sämtliche Krieger und Hobgoblins. Zur Belohnung winken etliche Waffen und Rüstungsteile. Das Gewichtslimit meiner Charaktere zwingt mich jedoch zu einer etwas nervigen Item-Auswahl.

Wandertour auf Karopapier

Nun steht meinem Streifzug durch Throtl nichts mehr im Wege! Die Mauern der Stadt gleichen allerdings eher einem Labyrinth. Das Design der Umgebungen von Champions of Krynn baut ganz klassisch auf Kästchen auf und geizt mit grafischer Abwechslung. Beispiel: In einem Raum lande ich laut Textbeschreibung in einem Arbeitszimmer, dieses sieht jedoch genauso leer aus wie der Gang zuvor. Typisch für ein Rollenspiel Baujahr 1990.

  • Bei manchen Konfrontationen dürfen wir entscheiden, ob wir zum Angriff blasen oder erst einmal die Flucht ergreifen. (Bild: SSI/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Am Ende der Katakomben von Throtl steht der erste Kampf gegen ein paar weiße Drachen auf dem Programm. (Bild: SSI/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Besondere Ereignisse werden schnell in Form eines gezeichneten Bildchens und einer kurzen Texteinblendung abgehakt. (Bild: SSI/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Der taktische Kampfbildschirm besteht aus klassischen Kästchen, in denen man seine Helden rundenweise bewegt. Die übertrieben schräg gezeichneten Wände konnten grafisch allerdings schon 1990 nicht überzeugen. (Bild: SSI/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Der Überfall auf die Karawane wird mit einem besonders schönen Bild untermalt. (Bild: SSI/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Der Titelbildschirm von Champions of Krynn sorgt von Beginn an für Fantasy-Atmosphäre. (Bild: SSI/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Die Spielwelt von Champions of Krynn ist klein und besteht nur aus wenigen Orten, die man besuchen kann. (Bild: SSI/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Wer seine Zaubersprüche nicht rechtzeitig vorbereitet, der stößt in den vielen Kämpfen schnell an seine Grenzen. (Bild: SSI/Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Auf den ersten Blick bietet dieser Raum nicht mehr als gähnende Leere, doch glaubt man dem Spieltext, dann blickt unsere Heldentruppe in ein gut möbliertes Arbeitszimmer. (Bild: SSI/Screenshot: Medienagentur plassma)
Auf den ersten Blick bietet dieser Raum nicht mehr als gähnende Leere, doch glaubt man dem Spieltext, dann blickt unsere Heldentruppe in ein gut möbliertes Arbeitszimmer. (Bild: SSI/Screenshot: Medienagentur plassma)

Gang für Gang erkunde ich die Stadt. Zwar gibt es im Spiel einen automatisch generierten Grundriss, dieser verwirrt mich jedoch mangels eingezeichneter Torbögen und Türen. Also schnappe ich mir Karopapier, um mir meine eigene Übersichtskarte zu zeichnen. Wenn schon retro, dann richtig!

Es folgen zahlreiche Kämpfe, die teilweise zufallsgeneriert sind und teilweise in vorgefertigten Räumen stattfinden. Je tiefer ich in Throtl vordringe, desto mehr wird mir die Wichtigkeit der Zaubersprüche bewusst. Muss ich beispielsweise gegen feindliche Magier kämpfen, sollte ich diese so schnell wie möglich mit meinen Fähigkeiten stummschalten oder einschläfern. Ansonsten verzaubern sie meine Recken, die sich dann gegen den Rest der Party stellen und für ein fatales Ungleichgewicht sorgen.

Ich sammele während meiner Erkundungen zwei weitere Gefährten ein, die sich meiner Gruppe anschließen. In diesem Zusammenhang fällt der clevere Kopierschutz von Champions of Krynn auf: Viele Dialoge werden nicht im Spiel angezeigt, sie verweisen stattdessen auf einen bestimmten Abschnitt der Anleitung, die ich entsprechend aufschlagen muss. Spätestens hier entpuppt sich mein altes Amiga-Exemplar als enorm hilfreich; das Durchblättern eines realen Heftchens ist viel komfortabler, als ständig zwischen Spielfenster und PDF-Datei hin und her zu wechseln. Früher war manches eben doch besser.

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Lebenszeitverme... 02. Feb 2020

Pool of Radiance fiel bei mir gerade in eine Zeit, wo meine Begeisterung, überhaupt am...

Lebenszeitverme... 02. Feb 2020

Tja, die guten alten Spielchen sind und bleiben eben vor allem eines: Alt. Ein Münzwurf...

MickeyKay 27. Jan 2020

Ja, weil es keine standardisierte Berufsausbildung zum "Programmierer" gibt...


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