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2G Tuesday: Facebook drosselt seine Mitarbeiter

Mitarbeiter eines globalen Internetunternehmens, die nur mit 56 KBit/s surfen können? Ganz so schlimm ist es bei Facebook nicht – doch die Mitarbeiter sollen trotzdem aus erster Hand erfahren, wie sich Facebook in Gebieten mit schlechter Netzabdeckung anfühlt.
/ Hauke Gierow
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Facebook-Chef Mark Zuckerberg möchte seinen Dienst auf der ganzen Welt verbreiten - deshalb werden die Mitarbeiter jetzt gedrosselt. (Bild: Money Sharma/Getty Images)
Facebook-Chef Mark Zuckerberg möchte seinen Dienst auf der ganzen Welt verbreiten - deshalb werden die Mitarbeiter jetzt gedrosselt. Bild: Money Sharma/Getty Images

Viele Mobilfunknutzer werden spätestens im zweiten Monatsdrittel an die Vergangenheit erinnert – wenn die Drosselung zuschlägt, wird das Surfen unerträglich langsam. Facebook will seine Produkte für Regionen optimieren, in denen es nur langsame Internetverbindungen gibt. Aus diesem Grund hat das Unternehmen jetzt den 2G-Dienstag eingeführt(öffnet im neuen Fenster) – mit langsamen Internetgeschwindigkeiten für Mitarbeiter.

Die Initiative geht auf den Chefingenieur des Unternehmens, Tom Alison, zurück. Er arbeitet mit einer Reihe von Ingenieuren an speziellen Facebook-Produkten für Entwicklungs- und Schwellenländer – wo 3G-Verbindungen nicht flächendeckend verfügbar sind. Er sei auf die Idee mit der Internetdrosselung gekommen, weil er selbst regelmäßig in Gebieten mit schlechter Mobilfunkabdeckung unterwegs sei, berichtet er.

Auftritt 2G-Dienstag

Immer wenn sich Facebook-Mitarbeiter jetzt an Dienstagen in die App einloggen, werden sie gefragt, ob sie Facebook für eine Stunde mit 56 KBit/s ausprobieren wollen. Ziel der Initiative: Facebook-Mitarbeiter sollen erkennen, wo die App noch Optimierungsbedarf hat.

Facebook unternimmt zahlreiche Anstrengungen, um sein Produkt stärker in Entwicklungsländern zu verbreiten. Mit der Initiative namens Internet.org will Chef Mark Zuckerberg Nutzern per Zero-Rating kostenfreien Zugriff auf Facebook ermöglichen – und wurde dafür weltweit kritisiert. Denn Nutzer würden über die Plattform eben nur Zugriff auf Facebook und einige spezialisierte Dienste bekommen, nicht auf andere Webangebote. Auch das Zero-Rating von Wikipedia ist umstritten. Außerdem will das Unternehmen Nutzer in autoritären Staaten künftig besser vor Staatshackern schützen.


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