27 Milliarden US-Dollar: Foxconn höchster Bieter für Toshibas Speichergeschäft

Nach der Übernahme von Sharp greift Taiwans Elektronikhersteller Foxconn nach einem weiteren japanischen Unternehmen. Das Gebot für Toshibas Chipsparte übertrifft die der Konkurrenz deutlich.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Ein Wafer mit Flash-Chips von Toshiba
Ein Wafer mit Flash-Chips von Toshiba (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Der taiwanische Elektronikhersteller Foxconn hat mehreren Medienberichten zufolge das bislang höchste Gebot für die Speicherchipsparte des angeschlagenen japanischen Toshiba-Konzerns abgegeben. Sowohl das Wall Street Journal (Paywall) als auch der Wirtschaftsdienst Bloomberg berichteten am Dienstag, dass Foxconn bis zu drei Billionen Yen (27 Milliarden US-Dollar) für den Geschäftsbereich der Japaner biete.

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Damit würde Foxconn deutlich mehr Geld ausgeben wollen als andere Interessenten. Laut Bloomberg bieten das südkoreanische Unternehmen Hynix und der US-Chiphersteller Broadcom jeweils nur 18 Milliarden US-Dollar für die Chipsparte.

Japan befürchtet Ausverkauf von wichtiger Technik

Den Berichten zufolge will die japanische Regierung hingegen versuchen, einen Verkauf des Unternehmensbereichs an ein chinesisches Unternehmen zu verhindern. Ein japanischer Regierungsvertreter erklärte, Japan werde sich einem Verkauf an Interessenten vom chinesischen Festland widersetzen. Neben der Angst vor einem Ausverkauf von Technik spielen dabei auch Sicherheitsinteressen eine Rolle. Bloomberg berichtete unter Berufung auf unterrichtete Personen, dass Foxconn-Chef Terry Gou die Halbleiterproduktion vermutlich nach China verlagern wolle. Dabei habe Foxconn auch ein gemeinsames Gebot mit Hynix angestrebt. Doch das südkoreanische Unternehmen habe eine Verlagerung der Produktion nach China abgelehnt.

Andererseits dürfte es dem angeschlagenen Toshiba-Konzern schwerfallen, bei der Auswahl des Käufers auf mehrere Milliarden US-Dollar zu verzichten, nur um die Technik in Japan zu halten. Erst kürzlich hatte das Unternehmen nach Verlusten in Höhe von neun Milliarden Dollar im abgelaufenen Geschäftsjahr seine US-Atomkraftwerkstochter Westinghouse in die Insolvenz geschickt.

Macht es Foxconn wie bei Sharp?

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Noch ist der Bieterprozess den Medien zufolge jedoch in einem vorläufigen Stadium. Die Gebote könnten sich daher noch ändern. Weder Toshiba noch Foxconn wollten sich zu dem laufenden Verkaufsprozess äußern. Toshiba veröffentlichte am Dienstag zudem seine Zahlen für die ersten neuen Monate seines Geschäftsjahres und berichtete über einen hohen Verlust.

Foxconn hatte vor einem Jahr bereits den japanischen Traditionskonzern Sharp übernommen. Damals waren die Taiwaner mit einem hohen Angebot in die Verhandlungen eingestiegen. In monatelangen Verhandlungen war der Preis allerdings um mehrere Milliarden Dollar auf 3,5 Milliarden US-Dollar gesenkt worden.

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