Tarifvertrag: Streik bei Amazon geht nach 26-Cent-Lohnerhöhung weiter

Eine Lohnerhöhung hat bei Amazon nicht zum Ende der jahrelangen Arbeitskämpfe geführt. Am heutigen Montag wird an sechs großen Amazon-Standorten wieder gestreikt.

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Amazon-Arbeiter im Streik
Amazon-Arbeiter im Streik (Bild: Verdi)

An sechs großen Amazon-Standorten wird am heutigen Montag erneut gestreikt. Vom Arbeitskampf betroffen werden die Standorte in Bad Hersfeld, Leipzig, Graben, Rheinberg, Werne und Koblenz sein, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte.

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Zuvor hatte der Konzern die Löhne ab 1. September 2017 geringfügig erhöht. Wie in einer Facebook-Gruppe für den Standort Rheinberg zu erfahren war, betrug die Lohnerhöhung für die unteren Lohngruppen 26 Cent pro Stunde. Die Leads genannten Teamleiter bekommen eine Erhöhung von 50 Cent in der Stunde. "Der Geschäftsführer soll bei der Vorstellung dann versucht haben, einen abstrusen Vergleich zum Tarifvertrag des Einzelhandels zu ziehen. Nachfragen ließ er in der Versammlung leider nicht zu", ist bei Facebook zu lesen.

Die Beschäftigten von Amazon ließen sich "nicht mit Almosen abspeisen", sagte Amazon-Konzernbetreuer Thomas Voß von Verdi. 1.058 Euro Weihnachtsgeld, 1.121 Euro Urlaubsgeld, eine 38-Stundenwoche und sechs Wochen Urlaub sind laut Verdi aktuell in der Branche üblich. Urlaubsgeld fehlt bei Amazon derzeit komplett und das Weihnachtsgeld ist deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Bei Amazon in Rheinberg und Werne ist es der Gewerkschaft zufolge der erste viertägige Streik an beiden Standorten.

Amazon: Streiks haben nie Auswirkungen

"Der Streik der vergangenen Woche war sehr erfolgreich. Das Unternehmen musste Kunden Briefe schicken, dass das Fifa-Spiel nicht rechtzeitig geliefert werden kann und stattdessen ein 5-Euro-Gutschein zur Verfügung gestellt wird. So ist das bei Amazon, die Kunden warten auf ihr Spiel und die Beschäftigten auf den Tarifvertrag", erklärte Silke Zimmer, Verdi-Landesfachbereichsleiterin für den Handel in Nordrhein-Westfalen. Ein Amazon-Sprecher sagte Golem.de dagegen, der Ausstand habe keinen Einfluss auf das Lieferversprechen.

Amazon verweigert die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Der Onlinehändler erhöhte die Gehälter und Löhne in den vergangenen drei Jahren aber immer wieder leicht. Laut Konzerndarstellung erhalten die Beschäftigten Boni, Weihnachtsgeld, Mitarbeiteraktien, Gratisversicherungen, einen Pensionsfonds und Mitarbeiterrabatte. Amazon zahlt kein Urlaubsgeld und gewährt 28 Arbeitstage Urlaub.

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Der Held vom... 09. Okt 2017

Ein ordentliches Gehalt ist eines, mit dem man bei Vollzeitarbeit weder als Werktätiger...

plutoniumsulfat 07. Okt 2017

Nur mit dem Unterschied, dass man sich nach der Arbeit auch noch körperlich betätigen...

moppi 05. Okt 2017

*daumen hoch* ich hoffe wirklich das bald mal die politik wirklich anfängt änderungen...

ChMu 04. Okt 2017

Nicht vergessen das bei den 2000 Streikenden (Verdi Angaben, die Mitarbeiter und Amazon...

Der Held vom... 04. Okt 2017

Da muss da gar nichts durchgedrückt werden, sondern es würde einfach Strafanzeige...


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