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250 Milliarden US-Dollar: Nvidia will Kredite für OpenAI-Rechenzentrum absichern

Nvidia will den Bau eines gigantischen Rechenzentrums ermöglichen – vielleicht auch den Hardwarekauf. Um den Bauzuschlag streiten mehrere Interessenten.
/ Johannes Hiltscher
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Gerenderte Ansicht des geplanten ersten 800-MW-Rechenzentrums (Bild: PORTS Technology Campus/US Department of Energy)
Gerenderte Ansicht des geplanten ersten 800-MW-Rechenzentrums Bild: PORTS Technology Campus/US Department of Energy

Glaubt man Sam Altman, dann fehlt OpenAI eigentlich nur eins: ausreichend Rechenleistung. Neben dem Stargate-Projekt soll für das KI-Unternehmen daher ein weiteres 10-GW-Rechenzentrum auf dem Gelände einer ehemaligen Urananreicherungsanlage in Piketon, Ohio, gebaut werden(öffnet im neuen Fenster).

Ganz praktisch fehlt OpenAI aber dafür etwas anderes: viel Geld. Und hier will – mal wieder – Nvidia einspringen, wie das Wall Street Journal berichtet(öffnet im neuen Fenster).

Der GPU-Hersteller erklärte sich dem Bericht zufolge bereit, Kredite mit einem Volumen von 250 Milliarden US-Dollar abzusichern. Dadurch soll das benötigte Kapital zu niedrigeren Zinsen beschafft werden können.

Investorengeld dreht Runden

Denn OpenAI wird von der Ratingagentur S&P Global Ratings aufgrund seiner immensen Schulden als erhebliches Risiko eingestuft. Aus diesem Grund stufte S&P zuletzt die Kreditwürdigkeit von Oracle herab(öffnet im neuen Fenster), das die Stargate-Rechenzentren baut. Auch OpenAI-Investor Softbank wird von der Agentur seit März 2026 kritischer beobachtet(öffnet im neuen Fenster).

Da ist es nicht hilfreich, dass Softbanks Tochter SB Energy einen Teil der umfangreichen Kredite aufnehmen muss. Sie soll das Areal entwickeln und das Rechenzentrum bauen, OpenAI würde es dann leasen. Ein solches Konzept deutete sich bereits im September 2025 an, x.AI hat auf gleiche Weise Colossus 2 finanziert.

OpenAI wiederum investierte zuvor in SB Energy(öffnet im neuen Fenster), das im texanischen Milam County bereits ein 1,2-GW-Rechenzentrum für den KI-Anbieter baut. Das will OpenAI ebenfalls leasen.

Die 250 Milliarden US-Dollar sollen allerdings nur für die Infrastruktur reichen. Für die KI-Hardware sollen noch einmal 350 Milliarden US-Dollar hinzukommen, für die Nvidia ebenfalls garantieren könnte.

Eine Zollvereinbarung legt den Grundstein

Geplant wird das Projekt namens Ports Technology Campus(öffnet im neuen Fenster) vom US-Energieministerium (DoE, Department of Energy). Dass es überhaupt existiert, verdankt sich einer Vereinbarung, mit dem sich Japan niedrigere US-Zölle erkaufte.

SB Energy soll dafür 33 Milliarden US-Dollar in den Bau eines Gaskraftwerks in Ohio sowie weitere 4,2 Milliarden US-Dollar in den Ausbau des Stromnetzes investieren. Gebaut wird auf Land der US-Bundesregierung, wodurch Genehmigungsverfahren umgangen werden sollen. Der Bau soll in mehreren Etappen erfolgen, das erste 800-MW-Rechenzentrum 2028 fertiggestellt werden.

Neben OpenAI sind auch Anthropic, Google und Microsoft an dem Gelände interessiert. Bauen würde in jedem Fall SB Energy, bei den anderen Interessenten müsste Nvidia allerdings damit rechnen, dass keine seiner GPUs installiert werden.


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