250 Jahre USA: Was die amerikanischen Gründerväter mit dem Silicon Valley zu tun haben
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Die USA werden 250 Jahre alt – und abseits aller politischen Diskussionen und Meinungen ist das für ein Land schon eine echt lange Zeit. Mit einer derartigen Geschichte gibt es in den USA teilweise sehr alte Gesetze: Die heute noch gültige Verfassung(öffnet im neuen Fenster) wurde 1787 verabschiedet, die berühmten Verfassungszusätze wurden 1789 beschlossen und bis 1791 ratifiziert.
Diese jahrhundertealten Gesetze sind immer noch Grundlage der modernen US-amerikanischen Gesetzgebung – und damit auch Teil eines der erfolgreichsten Projekte in der Geschichte des Landes: des Silicon Valley. Wir erklären, was die Gründerväter um George Washington und das Bürgerliche Gesetzbuch Kaliforniens damit zu tun haben, dass Tech-Unternehmen wie Apple, Google, Meta und Intel heute zwischen San Francisco und San José angesiedelt sind und zusammen mit Microsoft, Oracle und weiteren die Tech-Welt beherrschen.
Bis in die 1960er Jahre war Boston ein mit dem Bereich um die Universität Stanford nahe San Francisco konkurrierendes Hochtechnologiezentrum. Mit dem MIT hat die Region entlang der Route 128 ebenfalls eine Hochschule mit technologischer Ausrichtung. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg haben beide Standorte von Regierungsaufträgen profitiert, die die Forschung antrieben.
Kein spezielles Mindset, sondern praktische gesetzliche Regelung
Ab Ende der 1960er Jahre aber lief das Silicon Valley der Route 128 langsam den Rang ab; in den 1970ern war Boston abgehängt. Der Autor Ronald J. Gilson hat in seinem sehr interessanten Aufsatz aus dem Jahr 1999(öffnet im neuen Fenster) auf einen oftmals übersehenen Faktor hingewiesen: den Einfluss des Bürgerlichen Gesetzbuches von Kalifornien. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Erfolgsgeschichte des Silicon Valley oft noch mit einem gewissen kalifornischen Mindset erklärt, was Gilson aber nicht gelten lässt.
Seine Theorie: Dieses Mindset hatte einen konkreten Grund, nämlich das Verbot von sogenannten Non-Compete Clauses in Arbeitsverträgen. Das kalifornische Bürgerliche Gesetzbuch(öffnet im neuen Fenster) geht auf das Jahr 1872 zurück und verbietet es, freigesetzten Mitarbeitern eine sofortige Wiederanstellung bei Konkurrenten zu untersagen. Derartige Non-Compete-Klauseln sind in Kalifornien schlicht nicht erlaubt.
Das bedeutet, dass in Kalifornien bei einem Unternehmen gekündigt und am nächsten Tag beim Konkurrenten nebenan angefangen werden kann. Neben Kalifornien gab es zur Gründerzeit des Silicon Valley nur noch zwei weitere Bundesstaaten (North Dakota und Oklahoma), in denen eine derartige Gesetzgebung galt – Massachusetts mit dem Technologiezentrum rund um die Route 128 gehört nicht dazu. Im Silicon Valley konnten Wissenschaftler nach Belieben zwischen den Unternehmen wechseln, was ab den 1960er Jahren unweigerlich zu einem regen Informationsaustausch zwischen unterschiedlichen Firmen führte.
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