Lara und die 3dfx-Version auf PC

Hoffnung gibt mir die Welt der Filme: Dort existieren beispielsweise mehrere Versionen von Klassikern wie True Grit, Scarface oder King Kong, die im Original wie auch in der Neuauflage ihren Reiz haben.

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Wichtig ist, dass man sich auf die jeweiligen Errungenschaften konzentriert und Vergleiche am besten vermeidet. Unter solchen Gesichtspunkten funktioniert das originale Tomb Raider viel besser, als ich es gedacht hätte. Aber der Reihe nach.

Kleine Startschwierigkeiten

Ich entscheide mich, für diesen Erfahrungsbericht die PC-Version zu spielen. Diese erschien zwar fast zeitgleich mit dem Original für Sega Saturn und Playstation, wurde jedoch nur wenige Monate später für die damals brandneuen 3dfx-Grafikkarten optimiert und war somit deutlich hübscher.

Hinzu kommen für mich persönlich noch drei weitere Gründe: Zum einen ist Tomb Raider nahezu problemlos über Steam spielbar. Zum zweiten habe ich das Original vornehmlich am Computer genossen und zum dritten kann ich nur am PC frei beziehungsweise jederzeit speichern, während ich bei den Konsolenversionen auf Speicherkristalle angewiesen wäre.

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Allerdings stoße ich direkt zu Beginn auf ein technisches Problem: Das Spiel will das Digikreuz meines Xbox-One-Controllers partout nicht erkennen. Ich müsste Tomb Raider deshalb mit dem überaus sensiblen Analogstick spielen. Ein kurzer Test offenbart: Damit schaffe ich es nicht einmal, Lara für zwei Sekunden geradeaus zu steuern.

Zum Glück habe ich mit meinem Super-Nintendo-ähnlichen PC-Pad mehr Erfolg. Es besitzt erst gar keinen Analogstick, und die wichtigen Steuerelemente wie Laufen, Springen oder Klettern funktionieren damit so wie anno 1996.

Allerdings ist auch diese Lösung suboptimal, denn Tomb Raider erkennt nicht alle Knöpfe des Pads. Also muss ich bei manchen Funktionen - beispielsweise der Kamerasteuerung - die Tastatur nutzen und mir diese während des Spielens auf den Schoß legen.

Der nächsten Hürde bin ich mir wiederum von Anfang an voll bewusst gewesen, gehört sie doch zu den unbeliebtesten Relikten der Spiele-90er: die sogenannte Tanksteuerung. Ich steuere Lara demnach nicht "frei" über den Bildschirm, wie man es heutzutage von anderen Spielen gewohnt ist.

  • Die Version für den Sega Saturn (links) erschien knapp einen Monat vor der Playstation-Umsetzung. Den rechts zu sehenden Director's Cut gab es nur für den PC mit vier Bonuslevels, die bei den digitalen Veröffentlichungen auf Steam oder GOG leider fehlen. (Bild: Medienagentur Plassma)
  • Noch etwas eckig, aber klar erkennbar: Lara Croft zeigt sich bereits im Hauptmenü von ihrer besten Seite. (Bild: Square Enix / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Vorgerenderte Zwischensequenzen waren im ersten Tomb Raider rar und unterm Strich auch wenig beeindruckend. (Bild: Square Enix / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Die Grafik von Tomb Raider sieht nach heutigen Maßstäben recht grob aus, wirkt für ihr Alter aber erstaunlich komplex. (Bild: Square Enix / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Lara Croft muss überall Schalter betätigen, damit sich ihr im wahrsten Sinne des Wortes die Türen öffnen. (Bild: Square Enix / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • In Tomb Raider muss man jede noch so verwinkelte Ecke erkunden, um alle für die Lösung relevanten Objekte zu erwischen. (Bild: Square Enix / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Dieser komplexe Zahnradmechanismus funktioniert nur dann, wenn der Spieler alle fehlenden Zahnräder gefunden und eingesetzt hat. (Bild: Square Enix / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Hier lang! Ein nicht unwesentlicher Teil des Spielreizes von Tomb Raider liegt in der Erkundung und dem Herausfinden des korrekten Weges, über den Lara zum Ziel gelangt. (Bild: Square Enix / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Augen auf im Pixelbrei: Links neben der rechten Steinfigur kann man ganz schwach einen weißen Strich erkennen, der sich als ein wichtiger Hebel entpuppt. (Bild: Square Enix / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Die alte Lara Croft muss reihenweise Steine schieben oder ziehen. (Bild: Square Enix / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Achtung, Falle! Sobald sich Lara den Schwertern nähert, fallen sie von der Decke herab. (Bild: Square Enix / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Seit 1996 sind wir neidisch auf Laras Oberarme, mit denen sie stundenlang an Plattformkanten herumhangeln kann. (Bild: Square Enix / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Panther versus Pistole: Die stupiden Kämpfe sind der große Schwachpunkt von Tomb Raider. (Bild: Square Enix / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Die Zisterne lebt von der tollen Farbgestaltung der Stufen und Wände, die ein wenig an grünblaue Smaragde erinnert. (Bild: Square Enix / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Kein Dinosaurier hat Spielern anno 1996 so viel Angst gemacht wie der riesige T-Rex aus Tomb Raider. (Bild: Square Enix / Screenshot: Medienagentur Plassma)
Lara Croft muss überall Schalter betätigen, damit sich ihr im wahrsten Sinne des Wortes die Türen öffnen. (Bild: Square Enix / Screenshot: Medienagentur Plassma)

Stattdessen kann sie nur vorwärts/rückwärts gehen, sich um ihre eigene Achse drehen und winzig kleine Schritte zur Seite machen. Schnelle, spontane Bewegungen sind auf diese Weise kaum zu bewerkstelligen. Das macht sich besonders bei den Kämpfen bemerkbar.

Zum Glück sind die Gegner derart langsam, dass die Steuerung nur eine Frage der Gewöhnung ist. Und in der Tat, es dauert es nicht lange, bis ich wieder drin bin.

Shadow of the Tomb Raider Definitive Edition (PS4)

Die gute, alte Zeit

Es vergeht keine Stunde, bis ich den gleichen Reiz wie vor 25 Jahren verspüre und erstaunt feststellen muss: Eigentlich gibt es solche Spiele wie Tomb Raider nicht mehr. Laras erstes Abenteuer ist im Gegensatz zu den neuen Serienteilen weniger geprägt von schneller Action, pompösen Zwischensequenzen oder mäßig spannenden Survival-Mechaniken.

Stattdessen motiviert es mich mit dem Erforschen verwinkelter Gebiete und belohnt mit einer fabelhaften Spielweltarchitektur. Freilich lässt sich darüber streiten, inwiefern man Tomb Raider überhaupt als Action-Adventure bezeichnen darf. Eine Geschichte erzählen die Entwickler schließlich nur im Ansatz; Rätsel sind Mangelware.

Die vorhanden Denksportaufgaben beschränken sich auf das Suchen und Benutzen von Schaltern. Doch gerade in diesem Punkt glänzt das Abenteuer heute mehr denn je, haben sich die Ansprüche doch verändert.

In einem modernen Spiel bekomme ich inzwischen alles in Form von Markierungen und Hinweiszetteln vorgekaut. Hier hingegen muss ich selbst den Ausgang suchen und die Funktionsweise eines fremden Mechanismus erlernen. Aus diesem Grund zwingt mich Tomb Raider mehr zum Grübeln als nahezu alle Triple-A-Titel der vergangenen zehn Jahre.

Ganz konkret komme ich erstmals im Verlorenen Tal ins Straucheln: Der einzige Weg, den ich zunächst sehe, führt mich zu einem Schleusentor. Schnell realisiere ich, dass ich es öffnen und das dahinter gestaute Wasser in ein anderes Becken ablenken muss. Die dafür notwendige Maschine besteht aus einer Reihe von Zahnrädern, von denen drei fehlen.

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 25 Jahre Tomb Raider: Wunderbares Abenteuer zwischen 3dfx und dem DinoSind die Räder unter die Räder gekommen? 
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Sybok 13. Nov 2021 / Themenstart

https://tombraider.fandom.com/wiki/Lost_Valley#Hidden_Shotgun Klingt mir schon als war...

Azzuro 11. Nov 2021 / Themenstart

Ich war auch gerade 15 damals. "Zu spannend" fand ich es nicht, sondern genau richtig...

Sybok 10. Nov 2021 / Themenstart

Das war mir aber auch beim ersten Durchspielen klar. Ich wollte aber gar kein Jump & Run...

Sybok 10. Nov 2021 / Themenstart

Nicht mit der murksigen Steuerung damals, so war das echt nur eine Strafe. Generell ist...

Sorji62 10. Nov 2021 / Themenstart

Der Saturn konnte nur durch aufwendige Programmiertricks zu echten Transparenzeffekten...

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