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Die Fülle der Linux-Distributionen ist mittlerweile schier unüberschaubar.
Die Fülle der Linux-Distributionen ist mittlerweile schier unüberschaubar. (Bild: David Stanley/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Für Teufel, Satanisten und Christen

Suicide Linux klingt zunächst wie eine ironiebegabte und aufstrebende Linux-Distribution mit optimistischer Ausrichtung und Zukunftsplänen, ist aber eigentlich das genaue Gegenteil. Immerhin handelt es sich dabei um ein Debian-Paket, das bei jedem falsch eingegebenen Befehl mit Rootrechten den Befehl rm -rf / ausführt und so sämtliche Daten auf der Festplatte löscht. Im Grunde also schwarze Pädagogik für Linux-Admins.

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Auch der Name Devil-Linux dürfte bei zart besaiteten Usern höllische Schweißausbrüche auslösen, doch völlig unberechtigt. Das einzig Teuflische an der leichtgewichtigen Linux-Distribution, die von CDs oder USB-Sticks bootet, ist der Verzicht auf eine grafische Oberfläche. Das macht aber nichts, dient sie doch erfahrenen Admins als Router- und Firewall-System und inzwischen auch als dedizierter Server für Anwendungen.

  • Yggdrasil gehörte zu den frühen Linux-Distributionen und ließ sich von einer CD starten. (Bild: Wikipedia, User: Ralfk - CC-BY-SA 3.0)
  • Ein tschechisches Blog erlaubt noch einen nachträglichen Eindruck von Evil Entity, das Enlightenment als Desktopumgebung nutzte, aber inzwischen nicht mehr unter uns weilt.(Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Nicht nur beim Booten verzichtet Devil-Linux auf eine grafische Oberfläche.(Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Ubuntu Satanic Edition (Webseite) zielt vor allem auf Heavy-Metal-Anhänger ab, hat aber leider bereits Rost angesetzt. Dafür ist freie Heavy-Metal-Mucke eingebaut. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Christian Edition setzt auf verschiedene Sorten von Bibelstudien-Software. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Moksha-Radiance ist eines der Themes für den Moksha-Desktop. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Idyll mit Flakgeschützen: Nordkoreas Linux-Macher verstehen volles Rohr was von Romantik. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die rote Fahne von Red Flag Linux flatterte nur eine Dekade lang. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Tiny Core Linux ist modular und braucht in der einfachsten Variante sehr wenig Platz. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Puppy gehört zu den Klassikern unter den Linux-Winzlingen und heißt nach einem Chihuahua. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Webseite von Justin Bieber Linux, das auf einem 4chan-Gag basiert. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Macher von Hannah Montana Linux haben sich beim Theme ziemlich reingehängt. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Macher vom Deepin-Linux haben einen eigenen Desktop entwickelt. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
Nicht nur beim Booten verzichtet Devil-Linux auf eine grafische Oberfläche.(Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)


Der Fokus liegt auf Sicherheit: Die meisten Binärdateien sind mit GCC Stack Smashing Protection erstellt worden, der Kernel setzt auf die Patchsammlungen GR-Security und Pax. Aktuell arbeiten die Macher ganz bodenständig an Version 1.8.0, Exorzisten dürfen also zu Hause bleiben.

Höllenspektakel

Dringt Devil-Linux nur dem Namen nach in religiöse Gefilde vor, tauchen andere Distributionen gleich richtig ein, zum Beispiel Ubuntu Satanic Edition. Ein Linux für Teufelsanbeter sei das aber nicht, beschwert sich gleich einer in den 666 (!) Kommentaren auf der About-Seite: "Als spiritueller Satanist finde ich [die Distribution] beleidigend. Wenn die Themes mehr in Richtung Satanismus gingen und weniger in Richtung düstere Bilder und Heavy Metal, wäre ich womöglich interessierter". Neben verletzten Gefühlen macht das Zitat die Stoßrichtung der Satanic Edition deutlich, sie zielte auf Heavy-Metal-Fans.

  • Yggdrasil gehörte zu den frühen Linux-Distributionen und ließ sich von einer CD starten. (Bild: Wikipedia, User: Ralfk - CC-BY-SA 3.0)
  • Ein tschechisches Blog erlaubt noch einen nachträglichen Eindruck von Evil Entity, das Enlightenment als Desktopumgebung nutzte, aber inzwischen nicht mehr unter uns weilt.(Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Nicht nur beim Booten verzichtet Devil-Linux auf eine grafische Oberfläche.(Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Ubuntu Satanic Edition (Webseite) zielt vor allem auf Heavy-Metal-Anhänger ab, hat aber leider bereits Rost angesetzt. Dafür ist freie Heavy-Metal-Mucke eingebaut. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Christian Edition setzt auf verschiedene Sorten von Bibelstudien-Software. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Moksha-Radiance ist eines der Themes für den Moksha-Desktop. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Idyll mit Flakgeschützen: Nordkoreas Linux-Macher verstehen volles Rohr was von Romantik. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die rote Fahne von Red Flag Linux flatterte nur eine Dekade lang. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Tiny Core Linux ist modular und braucht in der einfachsten Variante sehr wenig Platz. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Puppy gehört zu den Klassikern unter den Linux-Winzlingen und heißt nach einem Chihuahua. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Webseite von Justin Bieber Linux, das auf einem 4chan-Gag basiert. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Macher von Hannah Montana Linux haben sich beim Theme ziemlich reingehängt. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Macher vom Deepin-Linux haben einen eigenen Desktop entwickelt. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
Die Ubuntu Satanic Edition (Webseite) zielt vor allem auf Heavy-Metal-Anhänger ab, hat aber leider bereits Rost angesetzt. Dafür ist freie Heavy-Metal-Mucke eingebaut. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)


Auf der Webseite warten Wallpaper mit Feuer, Totenköpfen und halbnackten Frauen in beliebiger Reihung sowie Heavy-Metal-inspirierte Musiksammlungen, die Namen wie "Music for the Damned" oder "Distro of the Beast" tragen. Das Ganze war wohl nur zeitweise witzig, übrig blieb auf der Webseite die Undead-Live-CD (Version 666.9) mit einem völlig veralteten Ubuntu 10.10 und Gnome 2 als Desktop. Echt teuflisch!

Himmel hilf!

Christen haben es da etwas besser. Zwar schätzt Distrowatch die Arbeiten Ubuntu Christian Edition als "ruhend" ein, immerhin erhält das zugrundeliegende Ubuntu 12.04 noch bis April 2017 Updates.

  • Yggdrasil gehörte zu den frühen Linux-Distributionen und ließ sich von einer CD starten. (Bild: Wikipedia, User: Ralfk - CC-BY-SA 3.0)
  • Ein tschechisches Blog erlaubt noch einen nachträglichen Eindruck von Evil Entity, das Enlightenment als Desktopumgebung nutzte, aber inzwischen nicht mehr unter uns weilt.(Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Nicht nur beim Booten verzichtet Devil-Linux auf eine grafische Oberfläche.(Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Ubuntu Satanic Edition (Webseite) zielt vor allem auf Heavy-Metal-Anhänger ab, hat aber leider bereits Rost angesetzt. Dafür ist freie Heavy-Metal-Mucke eingebaut. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Christian Edition setzt auf verschiedene Sorten von Bibelstudien-Software. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Moksha-Radiance ist eines der Themes für den Moksha-Desktop. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Idyll mit Flakgeschützen: Nordkoreas Linux-Macher verstehen volles Rohr was von Romantik. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die rote Fahne von Red Flag Linux flatterte nur eine Dekade lang. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Tiny Core Linux ist modular und braucht in der einfachsten Variante sehr wenig Platz. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Puppy gehört zu den Klassikern unter den Linux-Winzlingen und heißt nach einem Chihuahua. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Webseite von Justin Bieber Linux, das auf einem 4chan-Gag basiert. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Macher von Hannah Montana Linux haben sich beim Theme ziemlich reingehängt. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Macher vom Deepin-Linux haben einen eigenen Desktop entwickelt. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
Die Christian Edition setzt auf verschiedene Sorten von Bibelstudien-Software. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)


Dans Guardian sorgt dafür, dass die Kinder beim Surfen nicht aus Versehen beim eben beschriebenen Teufelszeug landen, an Bord sind christliche Tools wie Xiphos (Bibelstudien) und Open LP (Präsentationsplattform für Kirchen). Die meisten Pilger zur Webseite kommen übrigens aus den USA, gefolgt von Polen.

Sabily lautete der Name der in Frankreich produzierten Ubuntu Muslim Edition, die aber 2011 ihren Dienst einstellte. Wohl auch, weil sich die einzelnen Tools problemlos im Standard-Ubuntu nachinstallieren lassen. Laut Wikipedia installierte Sabily arabische Sprachpakete vor und brachte Programme für Koranstudien, einen islamischen Kalender sowie eine Erinnerungssoftware für Gebetszeiten mit.

Weitere Versionen von Sabily waren geplant, faktisch ist aber Ubuntu 11.10 mit Unity-Desktop die letzte angebotene. Das erhält schon länger keinen Support mehr, weshalb Distrowatch die Distribution für tot erklärt. Mit Ojuba-Linux existiert ein leicht angestaubtes Pendant zu Sabily, das auf Fedora basiert. Die letzte Version dieser arabischen Distribution mit einigen Werkzeugen für Muslime stammt vom März 2014.

Wellness- und Pastareligionen

Viele halten Buddhismus ja für praktizierte Wellness, auch bei Bodhi Linux wird nicht sofort klar, wie viel Religion und wie viel Wellness in der Ubuntu-basierten Distribution steckt. Religiös angehaucht sind vor allem die Begriffe. Bodhi kann sich auf denselben Wortstamm wie Buddha stützen und steht für den buddhistischen Erkenntnisvorgang. Auch der Moksha-Desktop deutet in diese Richtung, das Wort steht ungefähr für Erlösung und Erleuchtung.

  • Yggdrasil gehörte zu den frühen Linux-Distributionen und ließ sich von einer CD starten. (Bild: Wikipedia, User: Ralfk - CC-BY-SA 3.0)
  • Ein tschechisches Blog erlaubt noch einen nachträglichen Eindruck von Evil Entity, das Enlightenment als Desktopumgebung nutzte, aber inzwischen nicht mehr unter uns weilt.(Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Nicht nur beim Booten verzichtet Devil-Linux auf eine grafische Oberfläche.(Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Ubuntu Satanic Edition (Webseite) zielt vor allem auf Heavy-Metal-Anhänger ab, hat aber leider bereits Rost angesetzt. Dafür ist freie Heavy-Metal-Mucke eingebaut. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Christian Edition setzt auf verschiedene Sorten von Bibelstudien-Software. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Moksha-Radiance ist eines der Themes für den Moksha-Desktop. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Idyll mit Flakgeschützen: Nordkoreas Linux-Macher verstehen volles Rohr was von Romantik. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die rote Fahne von Red Flag Linux flatterte nur eine Dekade lang. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Tiny Core Linux ist modular und braucht in der einfachsten Variante sehr wenig Platz. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Puppy gehört zu den Klassikern unter den Linux-Winzlingen und heißt nach einem Chihuahua. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Webseite von Justin Bieber Linux, das auf einem 4chan-Gag basiert. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Macher von Hannah Montana Linux haben sich beim Theme ziemlich reingehängt. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
  • Die Macher vom Deepin-Linux haben einen eigenen Desktop entwickelt. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)
Moksha-Radiance ist eines der Themes für den Moksha-Desktop. (Bild: Kristian Kißling/Linux Magazin)


Andererseits kommt mit Enlightenment 17 ebenfalls ein "erleuchteter" Desktop zum Einsatz, womöglich ist Moksha also einfach eine Übersetzung des Wortes. Spezielle religiöse Software installiert Bodhi jedenfalls nicht, die aktuelle Version 3.2 ist im März 2016 erschienen.

Mit weit weniger Wohlgefallen dürfte hingegen seine nudelige Gottheit, das fliegende Spaghetti-Monster, auf seine Anhänger und die Landschaft der Linux-Distributionen als solche schauen. Das Linux für Pastafaris, einst von Linux Format halb im Scherz angekündigt, bleibt wohl weiterhin ein Wunsch. Bislang hat sich kein siebtragender Entwickler oder Pirat gefunden, um die zentralen Glaubensinhalte auf einem Linux-Desktop zu versammeln.

 25 Jahre Linux: Besichtigungstour zu den skurrilsten Linux-DistributionenBetreutes Surfen mit Kim Jong-un 

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quadronom 23. Sep 2016

Und wie soll das gehen? Da gibts doch keinen Registrywert für, wo man beliebige Pfade zu...

kosst.amojan 17. Sep 2016

Hab eine Titan X (nicht die neue Pascal, sondern die normale) . GW2 hat als min...

Spiritogre 14. Sep 2016

Bitte nicht "läuft nicht" mit, der Hersteller bietet keine Treiber für neue Systeme an...

Spiritogre 29. Aug 2016

Gleiche Antwort wie im anderen Thread wo du ähnliches geschrieben hast. Das ist toll für...

Dummer Mensch 27. Aug 2016

Google einfach mal nach UniOS ist relativ lustig ;)



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