25 Jahre Independence Day: Ein riesiges Raumschiff und ein riesiger Erfolg

"Willkommen auf der Erde!" Roland Emmerichs Independence Day ist ein Klassiker des Action-Kinos und enthält einen der besten Momente der Kinogeschichte.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
25 Jahre Independence Day: Ein riesiges Raumschiff und ein riesiger Erfolg
(Bild: 20th Century Fox / Montage: Golem.de)

Im Jahr 1996 war Independence Day der Film, den die Zuschauer am sehnlichsten erwarteten. Die Werbemaschinerie hatte perfekt die Erwartungshaltung für Roland Emmerichs Science-Fiction-Epos aufgebaut, das zuerst in den USA am 3. Juli und dann im September in Deutschland die Zuschauer in Massen in die Kinos lockte.

Inhalt:
  1. 25 Jahre Independence Day: Ein riesiges Raumschiff und ein riesiger Erfolg
  2. 25 Jahre Independence Day: Ein riesiges Raumschiff und ein riesiger Erfolg

Der Film hat eine der größten Reden der Filmgeschichte zu bieten und begründete Roland Emmerichs Status als "Master of Disaster" - im Kern ein Katastrophenfilm, war er die Blaupause für Emmerichs weitere Karriere, in der die Zerstörungswut mit Filmen wie 2012 und dem kommenden Moonfall immer größer wurde.

Die Genese des Films fand zu Zeiten von Stargate statt. Emmerich und sein Ko-Autor Dean Devlin waren gerade auf Pressetour, als dem schwäbischen Regisseur die Idee für den Film kam. Er wollte von einer Invasion der Außerirdischen erzählen und war sicher, dass er das auch mit einem überschaubaren Budget machen konnte. Umso mehr, als Warner ihm einen Gefängnisausbruchsfilm anbot, der 70 Millionen US-Dollar kosten sollte.

Die Grundidee war: Was wäre, wenn man morgens aufwachen würde und am Himmel über der Stadt schwebte ein mehrere Kilometer langes Raumschiff?

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Emmerich und Devlin mieteten ein Haus in Mexiko und schrieben innerhalb von dreieinhalb Wochen das Drehbuch. Zugleich entwickelten sie auch die Storyboards, so dass nach knapp einem Monat Skript und visuelle Umsetzung standen.

Ihr Agent Michael Wimer sah das Skript und sein immenses Potenzial. Er schlug vor, es den Studios in einer Auktion anzubieten. Damals gab es effektiv neun Studios, die einen solchen Film hätten umsetzen können. Ein Bieterwettstreit begann, aus dem Fox schließlich erfolgreich hervorging.

Das Studio bezahlte nicht nur den höchsten Preis, sondern willigte auch ein, Emmerich den Final Cut zu überlassen. Der Deal zwischen den beiden Kreativen und Fox sah vor, dass sie zustimmten, noch am Drehbuch weiterzuarbeiten, aber im Falle eines Disputs zwischen dem Studio und ihnen das existierende Skript das Maß aller Dinge sein würde. Von Anfang an gab es Differenzen.

Der Starttag und der Star

Da Tim Burtons Mars Attacks in Produktion war, musste Independence Day schneller fertig werden und ins Kino kommen. Emmerich wollte als Starttermin den 4. Juli, den Unabhängigkeitstag.

Das Studio hatte damit Probleme. Man hatte den Namen testen lassen, er kam bei den Befragten aber nicht gut an. Fox wollte lieber den Memorial Day als Starttermin. Emmerich beharrte auf dem 4. Juli und auf seinem Titel.

Schon während des Schreibens des Drehbuchs dachten Emmerich und Devlin an Jeff Goldblum für eine Hauptrolle. Sie hatten auch Ethan Hawke in Betracht gezogen, er erschien ihnen aber zu jung. Für die Rolle des Helden dieses Films dachten beide an einen jungen Schauspieler, der zuvor hauptsächlich im Fernsehen in Erscheinung getreten war: Will Smith.

Independence Day

Das Studio legte ein Veto ein. Es wollte Smith nicht, weil er sich als Kinostar noch nicht bewiesen hatte und es wurde befürchtet, dass man mit einem schwarzen Hauptdarsteller in den ausländischen Märkten einen schweren Stand haben würde. Emmerich wollte jedoch auf jeden Fall Will Smith und setzte sich ultimativ durch. Das schlagende Argument? "Dies ist ein Film über Außerirdische, die die Erde angreifen - das funktioniert überall auf der Welt."

Es dauerte jedoch, Fox zu überzeugen. Smith war erst kurz vor Drehbeginn an Bord. Letztlich bedurfte es der Drohung, das Projekt zu einem anderen Studio zu bringen.

Die Rolle des Präsidenten

Für die Rolle des Präsidenten wollten Devlin und Emmerich Kevin Spacey. Sie hatten eine frühe Schnittfassung von Die üblichen Verdächtigen gesehen und waren von ihm begeistert.

Zu dem Zeitpunkt sollte der Präsident auch noch als Schurke gezeigt werden, der dann heroisch ist, wenn er selbst in den Jet einsteigt, um am Ende des Films gegen die Außerirdischen zu kämpfen. Wegen dieser Ambivalenz wollten beide Spacey, der damals für eine Gage von 200.000 Dollar zu haben gewesen wäre.

Dem Studio sagten die beiden: "In einem Jahr wird er einen Oscar gewinnen und dann zwei Millionen Dollar kosten." Vonseiten des Studios hieß es: "Kevin Spacey wird niemals im Leben einen Oscar gewinnen." Er bekam ihn schließlich als bester Nebendarsteller für Die üblichen Verdächtigen.

Hier setzten sich beide nicht durch. Als man sich für Bill Pullman entschied, veränderte das die gesamte Figur. Devlin gefiel das sogar besser - der Präsident als aufrechte, echte Heldenfigur war genau das, was der Film brauchte.

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sigb0y 23. Sep 2021 / Themenstart

Vielleicht sind die Aliens alles nur noch übrig gebliebene KIs, welche ihre...

Eheran 22. Sep 2021 / Themenstart

Deine Erklärung (unsere PCs basieren auf deren) stammt doch aus Teil 2, oder wo soll das...

Rezzi 22. Sep 2021 / Themenstart

Kann mich nicht mehr an den zweiten Teil erinnern. Aber woran ich mich erinnern kann ist...

gunterkoenigsmann 21. Sep 2021 / Themenstart

War eher ein "wir nehmen die Essenz, was einen Trash-Film ausmacht, und zeigen mal, was...

solary 21. Sep 2021 / Themenstart

Der 1. Teil war schon Super, hat auch sehr viel Geld eingespielt. Der 2. Teil war genau...

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