25 Jahre Independence Day: Ein riesiges Raumschiff und ein riesiger Erfolg

Gedreht wurde in Utah, in Long Beach und in New York. In Utah befand man sich nahe der Salzwüste in einem kleinen Ort namens Wendover. Hier gab es günstige Hotels - das war gut fürs Budget, das immerhin knapp an die 70 Millionen Dollar heranreichte.

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Die erste Szene, die gedreht wurde, war die Schlussszene - mitten in der Wüste. Ein Zelt war aufgebaut worden, damit die Schauspieler und die Crew dort Schatten finden konnten. Für die Ausleuchtung wurden wie üblich Stand-ins eingesetzt, also Leute, die den Platz der Schauspieler einnehmen, da die Ausrichtung der Ausleuchtung langwierig und heiß sein kann, insbesondere in der Wüste. Will Smith ließ seinen Stand-in abtreten und übernahm die Aufgabe selbst. Die anderen Schauspieler folgten ihm.

Emmerich und Devlin ermutigten die Schauspieler, auch zu improvisieren. Goldblum wurden Worte aus Jurassic Park in den Mund gelegt und der Fat-Lady-Dialog zwischen Goldblum und Smith war so nicht im Skript, sondern entstand daraus, dass die Schauspieler herumalberten.

Goldblum liebte die Zusammenarbeit mit dem aus Star Trek: The Next Generation bekannten Brent Spiner. Der hatte ein paar Jazz-Alben veröffentlicht, die Goldblum mochte. Beide sangen vor dem Dreh einer Szene, um sich zu entspannen.

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Bill Pullman traf einen seiner persönlichen Helden. Sein Bruder und er hatten schon immer die Arbeit von Robert Loggia bewundert. Als er ihn am Set traf, fragte er ihn geradeheraus, ob sie wohl schnell seinen Bruder anrufen könnten - was Loggia tat.

Der größte Moment des Films

Der größte Moment des Films ist, als Bill Pullman am Ende seine Rede zum Unabhängigkeitstag hält. Die Rede war von Anfang an so im Skript. Sie war als Platzhalter gedacht, bis man sie verfeinern konnte, aber im kompletten Produktionsverlauf kam man nie dazu. Nur ein einziger Satz wurde geändert.

Gedreht wurde in den frühen Morgenstunden. Die Statisten waren bereits müde, die Crew war es auch, das war ideal. Denn sie fühlte sich realistisch an - es bedurfte der Rede des Präsidenten, alle zu packen und aufzurütteln.

Das Studio war mit dem Titel Independence Day noch immer unzufrieden. Es wollte den Film Doomsday nennen. Als es an der Zeit war, die Rede zu filmen, fügte Devlin am Ende noch das berühmte "Heute feiern wir gemeinsam unseren Independence Day" ein - der Satz, der das Studio dazu bewegte, an den Originaltitel zu glauben.

Die Effekte

Natürlich kamen bei Independence Day schon computergenerierte Effekte zum Einsatz, noch wichtiger waren jedoch die Miniaturen. Die Miniatur des Weißen Hauses war fünf Meter breit und anderthalb Meter hoch. Sie musste so groß wie möglich sein, damit der Pyroeffekt überzeugend aussah.

Auch für die Freiheitsstatue wurde eine Miniatur benutzt, die etwa anderthalb Meter groß war. Es ist einer der großen Momente des Films, das verwüstete New York und die zerstörte Freiheitsstatue zu sehen. In den amerikanischen Kinos sprangen Menschen damals bei dieser Szene auf und schrien lauthals: "Niemals."

Independence Day

Gerade die Vernichtung des Weißen Hauses war für den Film jedoch ein absoluter Aktivposten. Die Idee war, diesen Moment in die Werbekampagne zu integrieren, doch Fox schreckte davor zurück. Man entwickelte also Fernsehspots mit und ohne - und fand heraus, dass dieser Moment das Publikum richtig heiß auf den Film machte.

Ein überlanger Film

Fox machte sich Sorgen, dass der Film zu lange sei. Aber selbst dem Kopf des Studios, Peter Chernin, fiel nichts ein, was man noch entfernen konnte, ohne die Wirkung des Films zu beeinträchtigen. Erste Testvorführungen wurden angesetzt. Sie kamen mit großartigen Resultaten daher - nur eines hasste das Publikum.

In der ursprünglichen Fassung des Films kommt Randy Quaids Figur mit ihrem alten Doppeldecker und einer daran befestigten Bombe zur Rettung in letzter Minute. Das Publikum lachte über diesen Moment, aber nicht auf die gute Art. Emmerich und Devlin wollten die Szene neu drehen, nun mit Quaid in einem Jet. Das Studio sah eigentlich keinen Grund, weil die Zustimmungswerte des Testpublikums bei über 90 Prozent lagen. Aber man gab nach und mit der veränderten Sequenz stiegen die Zustimmungswerte auf 98 Prozent.

Independence Day startete nicht weltweit am selben Tag, wie es heute bei großen Filmen oft der Fall ist, sondern zuerst in den USA - am 3. Juli 1996, einen Tag vorm Nationalfeiertag. Er spielte weltweit mehr als 817 Millionen Dollar ein, in Deutschland gingen mehr als neun Millionen Menschen ins Kino. https://www.insidekino.com/DJahr/DAlltime100.htm

Der Film war ein immenser Erfolg, ein kulturelles Phänomen, ein Werk, das echten Sense of Wonder bieten konnte. Man hätte meinen sollen, ein Sequel wäre sofort beschlossene Sache gewesen, doch es dauerte 20 Jahre bis Emmerich zu Independence Day zurückkehrte. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

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sigb0y 23. Sep 2021 / Themenstart

Vielleicht sind die Aliens alles nur noch übrig gebliebene KIs, welche ihre...

Eheran 22. Sep 2021 / Themenstart

Deine Erklärung (unsere PCs basieren auf deren) stammt doch aus Teil 2, oder wo soll das...

Rezzi 22. Sep 2021 / Themenstart

Kann mich nicht mehr an den zweiten Teil erinnern. Aber woran ich mich erinnern kann ist...

gunterkoenigsmann 21. Sep 2021 / Themenstart

War eher ein "wir nehmen die Essenz, was einen Trash-Film ausmacht, und zeigen mal, was...

solary 21. Sep 2021 / Themenstart

Der 1. Teil war schon Super, hat auch sehr viel Geld eingespielt. Der 2. Teil war genau...

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