Gewöhnungsbedürftige, dann aber gute Steuerung

Der Gog-Version liegt die Hauptanleitung nämlich in Form einer PDF-Datei bei, die wiederum ohne Referenzkarte auskommt. Referenzkarten waren in den 1990er Jahren gang und gäbe, um gerade bei komplexeren Rollen- oder Strategiespielen sämtliche wichtigen Tastaturkommandos auf möglichst wenig Seiten aufzulisten.

Stellenmarkt
  1. DevOps Software Engineer im Bereich "Software Factory" (m/w / divers)
    Continental AG, Frankfurt
  2. Informatiker*in Entwicklung von Simulationssoftware
    Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut EMI, Efringen-Kirchen, Freiburg
Detailsuche

Doch ohne eine solche Karte bleibt mir nichts anderes übrig, als die einzelnen Überschriften der Anleitung zu überfliegen.

Am Ende werde ich unter dem Punkt "3.1 Moving Around" fündig: Demzufolge soll ich "Strg" in Kombination mit den Cursor-Tasten betätigen, um den Bildausschnitt zu vergrößern oder zu verkleinern. Erneut klingt dies ziemlich umständlich. Hat mich das anno 1997 etwa nicht gestört?

Zum Glück besitze ich noch mein altes Originalexemplar samt Schachtel und Original-CD, das ich nun aus dem Archiv krame. Dort finde ich das, was ich die ganze Zeit suche: In der Box liegt nämlich ein zweites Heftchen, in dessen Mitte die Referenzkarte abgedruckt ist! Demnach kann ich zum Zoomen die Tasten "Pos1" und "Ende" benutzen, was bedeutend einfacher und schneller funktioniert als die oben erwähnte Alternative.

Golem Karrierewelt
  1. IT-Grundschutz-Praktiker mit Zertifikat: Drei-Tage-Workshop
    21.-23.11.2022, Virtuell
  2. Blender Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    12.-14.12.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Nebenbei stolpere ich über eine Tastenkombination, mit der ich die Auflösung des Spiels hochschrauben darf, wodurch sich die dicken Pixel in deutlich feinere Konturen verwandeln. Zwar wirkt die Optik immer noch eckig und gezackt, aber insgesamt ist eine klare Verbesserung feststellbar.

Selfmade-Kerker

Jetzt aber zum eigentlichen Spiel. Ich starte jede Mission mit dem sogenannten "Herz des Dungeons", das ich um jeden Preis beschützen muss. Sollte es von gierigen Helden oder feindseligen Kreaturen zerstört werden, habe ich die Mission verloren.

Des Weiteren stehen mir einige Imps zur Verfügung, die brav jeden von mir angeklickten Erdblock ausbuddeln. So hebe ich ganze Hohlräume aus, die ich sogleich zu Schatzkammern deklariere.

Die wiederum benötige ich dringend, um das ebenfalls von den Imps abgebaute Gold zu horten. Nervig ist allerdings, dass die Hohlräume zunächst mit Platten bestückt sein müssen - was wieder zu den Aufgaben der Imps zählt.

Im späteren Spielverlauf kann ich immer mehr Optionen nutzen, mit denen ich meinen Dungeon ausstatten darf. Nachdem ich den Weg zu einem Portal freigeschaufelt habe, locke ich mit dem Bau von Verstecken oder Hühnerfarmen kompetente Monster an.

In der Bibliothek sammeln sich indes Zauberer, die neue Magiesprüche entwerfen. Und dank Trainingsraum gewinnen meine Zöglinge zunehmend an Kraft.

  • Noch fühlt sich der Held im Siegesrausch, während er im Intro einen Ork nach dem anderen schnetzelt. Doch es dauert nicht mehr lange, bis er einen Kopf kürzer gemacht wird. (Bild: EA/Medienagentur Plassma)
  • Das Herz des Dungeons dient als Zentrale und muss unbedingt beschützt werden. (Bild: EA/Medienagentur Plassma)
  • Die Flaggen auf der Übersichtskarte markieren den Startpunkt einer jeden Mission. (Bild: EA/Medienagentur Plassma)
  • Je mehr Gold man schürft, desto größer sollten die Räume zum Horten der gesammelten Schätze sein. (Bild: EA/Medienagentur Plassma)
  • Die ursprüngliche Auflösung von 320 x 240 Bildpunkten wirkt sehr grobkörnig und ist nicht besonders übersichtlich. (Bild: EA/Medienagentur Plassma)
  • Reichtum voraus! Sämtliche gelben Blöcke, die oben links auf dem Kompass zu sehen sind, repräsentieren einen Teil einer Goldader. (Bild: EA/Medienagentur Plassma)
  • Am Schlafittchen gepackt: Man kann seine eigenen Kreaturen jederzeit nehmen und an einem anderen Ort ablegen. (Bild: EA/Medienagentur Plassma)
  • Dank der sogenannten Symbiose kann man in jede Kreatur schlüpfen und aus ihrer Sicht den eigenen Kerker begutachten. (Bild: EA/Medienagentur Plassma)
  • Diese Heldentruppe macht sich gerade auf den Weg, den Dungeon zu erkunden und die darin hausenden Kreaturen zu meucheln. (Bild: EA/Medienagentur Plassma)
  • Dank Trainingsräumen gewinnen die Monster an Erfahrung und somit an Stärke. (Bild: EA/Medienagentur Plassma)
  • Eine CD, zwei dicke Anleitungsheftchen und eine große DIN-A4-Schachtel gehörten zur Grundausstattung der Urversion von Dungeon Keeper. (Bild: Medienagentur Plassma)
  • Der Vater mit dem Sohne vereint: Zwei Jahre nach Dungeon Keeper veröffentlichte Bullfrog eine ausgereifte Fortsetzung. (Bild: Medienagentur Plassma)
Das Herz des Dungeons dient als Zentrale und muss unbedingt beschützt werden. (Bild: EA/Medienagentur Plassma)

Kurz darauf probiere ich eine weitere Besonderheit von Dungeon Keeper aus, die mir 1997 besonders gut gefiel: Ich kann in jede Kreatur schlüpfen und sie direkt aus der Ego-Perspektive steuern!

Leider ist das Ganze im Nachhinein ein Gimmick ohne großen Nutzen. Das Spiel ist unterm Strich viel zu hektisch und die Grafik erweist sich in dieser Ansicht als besonders unübersichtlich, weil ich einen Großteil meines Dungeons gar nicht mehr vor Augen habe.

Zum Glück kann ich das Feature ignorieren. Stattdessen konzentriere ich mich auf den unbeschwerten Spaß des Höhlenbaus, der mit jeder weiteren Mission wächst. Auch gewöhne ich mich stückchenweise an die Steuerung, die immer besser von der Hand geht.

Doch dann geschieht etwas sehr Unangenehmes: Mein Mauszeiger klebt plötzlich am linken Bildschirmrand und lässt sich nicht mehr zur Seite bewegen! Das ist umso ärgerlicher, weil ich keinen neuen Spielstand anlegen kann. Dazu müsste ich im Optionsmenü das Save-Icon anklicken, wohin sich die Maus allerdings nicht mehr bewegen lässt. Argh!

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 25 Jahre Dungeon Keeper: Wir sind wieder richtig böse!Die Tücken der Technik 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Lycidas0815 10. Aug 2022 / Themenstart

Wie alt sind die Forenbeiträge dazu? Inzwischen ist keeperfx ziemlich perfekt. Fast alle...

Sladen 09. Aug 2022 / Themenstart

Richtig absurd. Das hier wäre Product Placement: Send from my IPhone

gan 08. Aug 2022 / Themenstart

Stimmt, zumindest ich habe nicht schlecht gestaunt, als auf neu gekauften CD-Rohlingen...

Thunderbird1400 08. Aug 2022 / Themenstart

Ja, ich kann das Spiel auch nur empfehlen. Habe das inkl. DLC durchgespielt, hat richtig...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Superbase V
Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt

Vor dem Verkaufsstart über die eigene Webseite verkauft Zendure seine Superbase V über Kickstarter - mit teilweise fast 50 Prozent Rabatt.

Superbase V: Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt
Artikel
  1. Tesla Optimus: Elon Musk zeigt Roboter-Prototyp
    Tesla Optimus
    Elon Musk zeigt Roboter-Prototyp

    Roboter könnten für Tesla aus Sicht von Elon Musk bedeutender werden als Elektroautos. Der Konzern zeigte seinen ersten Roboter-Prototypen.

  2. Microsofts E-Mail: Modern Auth in Exchange macht Admins Arbeit
    Microsofts E-Mail
    Modern Auth in Exchange macht Admins Arbeit

    Ab dem 1. Oktober 2022 müssen Exchange-Clients zwingend Microsofts moderne Authentifizierung nutzen. Das bedeutet Mehrarbeit.
    Eine Analyse von Oliver Nickel

  3. Google: Nutzer fordern Bluetooth-Freigabe für Stadia-Controller
    Google
    Nutzer fordern Bluetooth-Freigabe für Stadia-Controller

    Mit der Einstellung von Stadia können auch Tausende der speziellen Controller ohne ein Update nicht mehr drahtlos genutzt werden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (u. a. LC-Power LC-M27-QHD-240-C-K 389€) und Damn-Deals (u. a. Kingston A400 240/480 GB 17,50€/32€, NZXT Kraken X73 139€) • Alternate: Weekend Sale • Razer Strider XXL 33,90€ • JBL Live Pro+ 49€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000 Radeon Edition 2.500€ • LG OLED65CS9LA 1.699€ [Werbung]
    •  /