25 Jahre Diablo: Als wir Spieler looten lernten

Vor 25 Jahren schickte Blizzard uns in den Untergrund, um Diablo zu erledigen. Macht das einst revolutionäre Rollenspiel heute noch Spaß?

Artikel von Andreas Altenheimer veröffentlicht am
Artwork von Diablo
Artwork von Diablo (Bild: Blizzard)

Es ist heute schwer vorstellbar, aber Blizzard war einst der Underdog unter den Spieleentwicklern - und weit entfernt von den Skandalen, die das US-Unternehmen seit einigen Monaten belasten. Die Geschichte der Kalifornier begann unter dem Namen Silicon & Synapse, unter dem sie Plattformer wie The Lost Vikings (1992) oder Rennspiele wie Rock & Roll Racing (1993) veröffentlichten.

Inhalt:
  1. 25 Jahre Diablo: Als wir Spieler looten lernten
  2. Zurück nach Tristram
  3. Immer weiter, immer tiefer
  4. Hilfe, unser Inventar ist voll!

Erst mit Warcraft (1994) und Warcraft 2 (1995) sorgten die Amerikaner für Aufsehen: Die liebevoll ausgearbeiteten Echtzeitstrategiespiele konnten qualitativ locker mit dem großen Konkurrenten Command & Conquer (1995) mithalten.

Der Durchbruch vom Geheimtipp zum Superstar glückte Blizzard allerdings mit dem ersten Diablo (1997). Im Vorfeld der Veröffentlichung war sich die Fachpresse zwar nicht ganz einig, was sie von dem Projekt halten sollte.

Grund: Während die Entwicklerstudios hinter den damaligen Rollenspielgrößen Ultima Underworld, The Elder Scrolls und Might and Magic 6 auf immer komplexere 3D-Welten bauten, setzte Blizzard North auf eine isometrische Perspektive und ein flottes Action-Kampfsystem.

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Mich persönlich schreckte seinerzeit am meisten das von den Machern angepriesene "prozedurale Leveldesign" ab, das in Diablo für einen besonders hohen Wiederspielwert sorgen sollte.

Für meine Begriffe fühlen sich solche Konzepte allerdings generisch oder gar seelenlos an. Schließlich kann kein Algorithmus dieser Welt so spannende Dungeons erschaffen wie ein Mensch.

Nachdem das Spiel im Laden stand und in Fachzeitschriften wie Power Play oder PC Player durch die Bank weg hohe Wertungen kassierte, musste ich es mir trotz meiner Vorbehalte anschauen.

Meine Erinnerung ist entsprechend mehr von Respekt statt Liebe geprägt: Das Durchstreifen eines 16-stöckigen Dungeons machte durchaus Laune, dank einer simplen Steuerung und schnell erzielten Fortschritten.

Jedoch war und bin ich nie ein großer Fan des Lootens gewesen. Mir bringt es einfach nichts, alle paar Sekunden eine neue Waffe oder eine frische Schriftrolle abzustauben.

Auch dieser optische Trick, die Beschreibungen besonderer Ausrüstungsgegenstände blau oder gar goldfarben anzuzeigen, führte in meinem Falle zu keinerlei Suchtverhalten.

Nichtsdestotrotz möchte ich Diablo anlässlich seines 25. Jubiläums Tribut zollen und mir den Klassiker nach all der Zeit noch einmal ansehen. Schließlich hat er nicht nur das Rollenspielgenre, sondern die Spielelandschaft im Allgemeinen nachhaltig beeinflusst. Los geht's!

DIABLO III: ETERNAL COLLECTION - [PlayStation 4]

Startschwierigkeiten

Eigentlich möchte ich mir dieses Mal nicht die offiziell verfügbare Download-Version auf GOG.com besorgen, schließlich schlummert in meinem Archiv ein altes Originalspiel von 1997. Die gute Nachricht: Zu meiner Überraschung funktioniert sowohl das Installieren als auch das Starten einwandfrei.

Die schlechte Nachricht: Aufgrund des hohen Alters müsste ich auf einen Fenstermodus verzichten und zwangsläufig auf meinem großflächigen Bildschirm spielen, was aufgrund der niedrigen Auflösung sehr grob und pixelig aussähe.

  • Schön schwarz: Verpackung, Anleitung und CD-Inlay sorgten vor 25 Jahren bereits vor der Installation von Diablo für die richtige Stimmung. (Bild: Medienagentur Plassma)
  • Die Stadt Tristram hinterlässt einen deprimierenden Eindruck, was aber perfekt zum düsteren Ton des Action-Rollenspiels passt. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Es läuft! Zum einen haben die Gegner mal wieder einige Goldmünzen liegen gelassen, zum anderen steigt unser Held eine Stufe auf. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Schlicht, aber zweckmäßig: Die Übersichtskarte wird komplett über die Spielegrafik gelegt, ohne zu viel von dieser zu verdecken. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Mit diesen schießwütigen Skeletten ist nicht zu spaßen; vor allem, wenn man selbst nur ein Schwert in der Hand hält. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Der Butcher gehört zu den kultigsten Bossgegnern von Diablo und stellt viele Spieler auf ihre erste harte Probe. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Der Eingang der Kathedrale ist gut beleuchtet und kommt besonders gut zur Geltung, wenn keine blutende Leiche danebenliegt. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Wer nicht die Geduld hat, die besseren, in blau dargestellten Ausrüstungsgegenstände zu sammeln, kann einige von ihnen gegen Gold beim Schmied in Tristram erwerben. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Zu den besten Komfortfunktionen von Diablo gehört die geschickte Bildeinteilung: Auch beim Öffnen des Inventars oder des Charakterbildschirms hat man stets seine Figur inklusive Spielumgebung im Blick. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Mit einem Zauberer sollte man eher auf Magie wie brennende Feuerbälle setzen, statt mit seinem stumpfen Stab zuzuschlagen. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Endlich eine andere Kulisse: Sobald man die ersten vier Stockwerke durchforstet hat, landet man in den Katakomben. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Schnetzeln ohne Ende: Wer Dutzende von Skelette am Stück meuchelt, der darf sich anschließend durch einen Berg voller Loot und Goldmünzen wühlen. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Spätestens in den Höhlen, die man vom neunten bis zwölften Stockwerk besucht, häufen sich die besonders großen Gegner. Dazu zählt auch dieser zähe Mud Runner. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Die leuchtenden Geschosse der Schneehexen, die in der Hölle auf den Spieler lauern, erinnern mehr an Bullet-Hell-Shooter als an ein Rollenspiel. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
Schön schwarz: Verpackung, Anleitung und CD-Inlay sorgten vor 25 Jahren bereits vor der Installation von Diablo für die richtige Stimmung. (Bild: Medienagentur Plassma)

Unabhängig davon schmiert mir das Spiel nach kurzer Zeit zweimal ab. Dann also doch ab zu Gog.com, die Diablo mitsamt des umstrittenen Add-ons Hellfire anbieten. Alternativ könnte ich auch zur gelungenen Playstation-Umsetzung von 1998 greifen, die ich jedoch leider nicht besitze.

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Kakiss 20. Dez 2021 / Themenstart

Jetzt kann ich meinen Beitrag nicht mehr editieren. Der Android Port funktioniert echt...

Clown 18. Dez 2021 / Themenstart

Ich habs erst vor 3 Monaten noch mal gespielt. Die normale GoG Version. Und ich hatte...

WarenTester 18. Dez 2021 / Themenstart

Mein Magier brauchte das nicht. Ich bin am Eingang gestanden und habe mit Chain...

demon driver 17. Dez 2021 / Themenstart

+1

Garius 17. Dez 2021 / Themenstart

...zur Tristram Village Musik ;) https://youtu.be/B5yP1odgDgA

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