Hilfe, unser Inventar ist voll!

Gefühlt nach jedem halben Stockwerk muss ich unnötigen Ballast aussortieren oder per Portal-Zauberspruchrolle in die Stadt zurückkehren, um die Sachen zu verkaufen.

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Egal, weiter geht's. Kurze Zeit später stoße ich auf einen weiteren Zwischenboss, nämlich einen Skelettkönig. Der haust in einem eigenen kleinen Gebiet, worin es ebenfalls nur so vor Untoten wimmelt. Mein Instinkt sagt mir deshalb, dass er bestimmt noch eine Ecke fordernder ist als der Butcher.

Ergo kehre ich erst einmal zum Schlächter zurück und hoffe, dass mein Kämpfer zwischenzeitlich genügend Erfahrung gesammelt hat, um ihn besiegen zu können. In der Tat habe ich diesmal Erfolg und ergattere nach meinem Sieg das Schlachterbeil des Fettwanstes.

So gerüstet suche ich den Skelettkönig erneut auf. Und siehe da: Zu meiner Überraschung zerfällt er nach meinem ersten Versuch in seine Einzelteile. Danach prügle ich mich ohne große Schwierigkeiten bis ins fünfte Stockwerk, wo die Katakomben auf mich warten.

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Diese sorgen erstmals für optische Abwechslung, zudem sind nun auch einige der Standardgegner ziemlich anspruchsvoll. Als nervig erweisen sich die kleinen Fledermäuse, die mir ständig um die Ohren flattern.

Sie sind zwar nicht sehr stark, dafür aber wieselflink und offenbaren den größten Nachteil der 25 Jahre alten Steuerung: Im ersten Diablo muss ich jeden Angriff mit einem Mausklick auf den Gegner befehligen. Das erinnert bei solch gelenkigen Biestern wie den Fledermäusen weniger an ein kerniges Action-Rollenspiel, sondern mehr an eine Runde Whac-A-Mole.

Magier-Intermezzo

Zwischendurch geht mir etwas die Puste aus, und ich wage mich an eine neue Herausforderung: das Spielen eines Zauberers. Diese Entscheidung bereue ich allerdings bereits nach einer halben Stunde, weil ich mit der Handhabung der Magiesprüche nicht klarkomme.

Dafür fällt mir etwas anderes auf, das mir damals gar nicht so bewusst war: Die Levels der Kathedrale sehen jetzt völlig anders aus! Natürlich wusste ich, dass sich dank des Zufallsgenerators die Raumanordnung verändert, aber nicht obendrein das grundlegende Farbschema oder sogar die Gegnertypen an sich.

Zudem stolpere ich weder über die blutende Leiche beim Eingang noch den Butcher. Stattdessen soll ich eine Quest rund um den vergifteten Brunnen von Tristram lösen.

Der Übersicht wegen konzentriere ich mich wieder auf meinen Schwertkämpfer: Mit dem möchte ich zumindest die 13. Etage erreichen, denn dort wartet die Hölle und somit das letzte von insgesamt vier Szenarien auf mich.

Zwischendurch sieht es allerdings eher danach aus, dass ich mich gehörig verlevelt habe. Die blauen Höllenstein-Golems und die lästigen Illusion Weavers (frei übersetzt: Illusionsweber), die in den Stockwerken darüber hausen, setzen mir so kräftig zu, dass ich ständig sterbe.

Mangels einfacher Gegner kann ich keine weitere Erfahrung beziehungsweise Stufenaufstiege und die damit verbundene Steigerung meines Stärkewerts sammeln.

Erst spät dämmert mir das Problem: Ich habe zwar fleißig neue Ausrüstungsgegenstände angezogen, benutze aber seit gut sechs Stockwerken denselben Streitkolben als Waffe! Ob mein Scheitern einfach nur daran liegt, dass ich meine Widersacher nicht schnell genug auf die Matte lege?

Ich setze alles auf eine Karte und verkaufe sämtliche Habseligkeiten, die ich nicht mehr benötige. Mit dem Geld besorge ich mir beim Schmied für über 20.000 Goldmünzen ein "Legendäres Schwert". Und in der Tat: Damit mähe ich die dicken Kreaturen mühelos nieder, bevor sie überhaupt zum Gegenangriff kommen.

Somit lande ich doch noch in der Hölle, die mich optisch leider am wenigsten überzeugt. Dazu wirkt sie viel zu steril und zu eckig. Selbst die gehörnten Lords und die geschlängelten Vipern können mir kaum noch Schrecken einjagen, insbesondere nachdem ich eine wirklich dicke Rüstung in Form eines Plattenpanzers gefunden habe.

DIABLO III: ETERNAL COLLECTION - [PlayStation 4]

Fazit: Zeitlose Klickorgie

Es bleibt dabei: Diablo und ich, wir werden nie die größten Freunde sein. Dennoch hat sich der Trip in die Vergangenheit gelohnt, weil ich die Vorzüge des Klassikers heute aufgrund meiner objektiven Sichtweise als Kritiker deutlich besser verstehe als damals.

  • Schön schwarz: Verpackung, Anleitung und CD-Inlay sorgten vor 25 Jahren bereits vor der Installation von Diablo für die richtige Stimmung. (Bild: Medienagentur Plassma)
  • Die Stadt Tristram hinterlässt einen deprimierenden Eindruck, was aber perfekt zum düsteren Ton des Action-Rollenspiels passt. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Es läuft! Zum einen haben die Gegner mal wieder einige Goldmünzen liegen gelassen, zum anderen steigt unser Held eine Stufe auf. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Schlicht, aber zweckmäßig: Die Übersichtskarte wird komplett über die Spielegrafik gelegt, ohne zu viel von dieser zu verdecken. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Mit diesen schießwütigen Skeletten ist nicht zu spaßen; vor allem, wenn man selbst nur ein Schwert in der Hand hält. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Der Butcher gehört zu den kultigsten Bossgegnern von Diablo und stellt viele Spieler auf ihre erste harte Probe. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Der Eingang der Kathedrale ist gut beleuchtet und kommt besonders gut zur Geltung, wenn keine blutende Leiche danebenliegt. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Wer nicht die Geduld hat, die besseren, in blau dargestellten Ausrüstungsgegenstände zu sammeln, kann einige von ihnen gegen Gold beim Schmied in Tristram erwerben. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Zu den besten Komfortfunktionen von Diablo gehört die geschickte Bildeinteilung: Auch beim Öffnen des Inventars oder des Charakterbildschirms hat man stets seine Figur inklusive Spielumgebung im Blick. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Mit einem Zauberer sollte man eher auf Magie wie brennende Feuerbälle setzen, statt mit seinem stumpfen Stab zuzuschlagen. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Endlich eine andere Kulisse: Sobald man die ersten vier Stockwerke durchforstet hat, landet man in den Katakomben. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Schnetzeln ohne Ende: Wer Dutzende von Skelette am Stück meuchelt, der darf sich anschließend durch einen Berg voller Loot und Goldmünzen wühlen. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Spätestens in den Höhlen, die man vom neunten bis zwölften Stockwerk besucht, häufen sich die besonders großen Gegner. Dazu zählt auch dieser zähe Mud Runner. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
  • Die leuchtenden Geschosse der Schneehexen, die in der Hölle auf den Spieler lauern, erinnern mehr an Bullet-Hell-Shooter als an ein Rollenspiel. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)
Mit einem Zauberer sollte man eher auf Magie wie brennende Feuerbälle setzen, statt mit seinem stumpfen Stab zuzuschlagen. (Bild: Blizzard / Medienagentur Plassma)

Das gilt speziell für den Zufallsgenerator, der weit mehr als nur die Raumanordnung neu würfelt. Es gilt aber auch für den schnellen Einstieg dank der gut durchdachten Steuerung.

Bleibt die Frage: Lohnt sich das alte Diablo trotz seiner technisch ausgereiften und vor allem umfangreicheren Nachfolger auch heute noch? Auch das würde ich mit einem "Ja" beantworten, allerdings mit Einschränkungen.

Man muss eben bedenken, dass man hier wirklich jeden Angriff mit einem Mausklick betätigen muss. Wer allerdings damit klarkommt, wird mit dem Monsterkloppen und Schätze-Looten auch heute noch seine Freude haben.

Mitarbeit: Benedikt Plass-Fleßenkämper

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Kakiss 20. Dez 2021 / Themenstart

Jetzt kann ich meinen Beitrag nicht mehr editieren. Der Android Port funktioniert echt...

Clown 18. Dez 2021 / Themenstart

Ich habs erst vor 3 Monaten noch mal gespielt. Die normale GoG Version. Und ich hatte...

WarenTester 18. Dez 2021 / Themenstart

Mein Magier brauchte das nicht. Ich bin am Eingang gestanden und habe mit Chain...

demon driver 17. Dez 2021 / Themenstart

+1

Garius 17. Dez 2021 / Themenstart

...zur Tristram Village Musik ;) https://youtu.be/B5yP1odgDgA

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