Phantastische Kostüme und handgemachte Effekte

Luc Besson ist kein Filmemacher, der sich im Micromanagement verliert. Er holt stattdessen Künstler, die eine eigene Vision mitbringen - so wie den Modedesigner Jean Paul Gaultier, dem die Aufgabe zufiel, die überbordenden Kostüme des Films zu erschaffen.

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Mehr als 1.000 Kostüme stellte der Mann her; das Äquivalent von zehn Kollektionen - und das für nur einen Film. Für diese Menge an Kostümen musste Gaultier wohl an die 5.000 Entwürfe gemacht haben.

Von ihm stammt auch das Kostüm von Leeloo, das durchaus kontrovers war, da man dem Film vorwarf, möglichst viel Haut der Hauptdarstellerin zeigen zu wollen. Das mag ein Beweggrund gewesen sein, die Idee dahinter war jedoch, dass es ein Kostüm war, das an Bandagen erinnern sollte - so wie Verletzte im Krankenhaus sie bekommen, um ihre Würde etwas zu wahren. So erzählte es Jovovich zumindest der Vogue.

Dass ihr das Tragen des Kostüms oft etwas unangenehm war, verschwieg sie aber nicht: "In der Modewelt sind viele der Designer schwul und haben die Etikette, derartige Freizügigkeit gar nicht zu bemerken. Aber die englischen Arbeiter am Set pfiffen mir schon hinterher."

Handgemachte Effekte

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Das fünfte Element ist ein visuelles Spektakel - man kann sich an dem Film gar nicht sattsehen. Das ist umso eindrucksvoller, weil man kaum CGI benutzte, sondern alles noch mit praktischen Effekten umsetzte. Sehr viel wurde mit Miniaturen gemacht, so etwa mit dem New-York-Set, das in einem Studio in Venice, Kalifornien, errichtet worden war. Wobei man sich unter Miniaturen keine Matchbox-Autos vorstellen darf: Diese Miniaturen waren riesig.

Die außerirdischen Mangalore waren ebenfalls nicht computergeneriert, sondern Männer in Anzügen. Diese waren derart elaboriert, dass man überwachen konnte, dass die Leute darin genug Luft und Wasser bekamen. Denn in den Anzügen wurde es heiß.

Außerdem waren Kameras in den Masken angebracht, so dass die Crew den Schauspielern genau sagen konnte, wohin sie gehen mussten, da sie in den Kostümen praktisch völlig blind waren. Ebenfalls imposant: Das fünfte Element ist der Film mit der größten Explosion innerhalb einer Studiohalle. Heutzutage würde man auf CGI zurückgreifen, damals musste genau geplant werden, damit das Studio nicht auch Feuer fing, als die Haupthalle der Fhloston in Flammen aufging.

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Auf in die Kinos

Der Film wurde 1996 gedreht und kam 1997 in die Kinos. In den USA lief er mäßig an - und so blieb es auch. Er spielte dort nur gut 63 Millionen Dollar ein, im Rest der Welt jedoch 200 Millionen Dollar. In Deutschland startete er am 28. August 1997.

Danach war zu beobachten, dass Das fünfte Element nach dem langsamen Start dank guter Mundpropaganda zulegte - heute gilt er zurecht als Kultfilm. Dennoch: Aufgrund des US-Einspiels dachte das Studio wohl gar nicht erst über ein Sequel nach. Luc Besson tat es jedenfalls nicht.

Während er bei seinen Produktionen gerne Fortsetzungen macht, will er als Regisseur originäre Geschichten erzählen. Er sagte zu Entertainment Weekly: "Würde ich ein Sequel machen? Nein. Es ergibt für mich keinen Sinn, zum selben Ort zurückzukehren. Egal, wie sehr ich einen Film auch liebe, der Spaß liegt darin, etwas Neues zu machen. Ansonsten würde ich Das sechste Element oder Das siebte Element machen. Und wenn ich auf die Leute hören würde, hätte ich schon zwei weitere Filme von Nikita und Leon - Der Profi gemacht. Aber das interessiert mich nicht."

Das fünfte Element bleibt also ein Solitär. Ob das für immer so bleiben wird? Wer weiß, die Geschichte von Korben Dallas und Leeloo ist erzählt, aber die intergalaktische Wesenheit, die nur als die Finsternis bekannt ist, reckt alle 5.000 Jahre ihr Haupt. Man könnte also einen Film im Universum von Das fünfte Element spielen lassen. Oder wir warten noch 4.975 Jahre.

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 Die Suche nach Leeloo
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wasdeeh 03. Sep 2022 / Themenstart

Wenn das nur so einfach ginge...dabei ist der Kitsch absolut nicht das Problem, es sind...

wasdeeh 03. Sep 2022 / Themenstart

Siehe auch den Meister der unsichtbaren CGI*, David Fincher: https://www.youtube.com...

Lapje 03. Sep 2022 / Themenstart

Es geht nicht "um die Art" von Filmen, sondern das Besson es einfach besser kann. Ich...

Vögelchen 03. Sep 2022 / Themenstart

Das ist es auch. Und dennoch steckt mehr dahinter und dennoch hat Star trek viele zur...

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