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25 Jahre Black & White: Göttersimulation zwischen Aufbauspiel und KI-Affen

Black & White von Peter Molyneux war 2001 ein Ausnahmespiel. 25 Jahre später haben wir es wieder auspobiert – und waren fasziniert.
/ Olaf Bleich und Benedikt Plass-Fleßenkämper
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Foto der Vollversion samt Promo-Artworks von Black & White (Bild: Bild: Moby Games / Foto: Medienagentur Plassma / Olaf Bleich)
Foto der Vollversion samt Promo-Artworks von Black & White Bild: Bild: Moby Games / Foto: Medienagentur Plassma / Olaf Bleich
Inhalt
  1. 25 Jahre Black & White: Göttersimulation zwischen Aufbauspiel und KI-Affen
  2. Spielerische Freiheit und viel Humor

Eine neue Göttersimulation von Peter Molyneux, dem Schöpfer von Populous, Dungeon Keeper und Powermonger? Klar, immer her damit! Als der britische Spieldesigner das von seiner 1997 frisch gegründeten Firma Lionhead Studios entwickelte Black & White ankündigte, war ich Feuer und Flamme.

Ich verfolgte jede Meldung, jeden Artikel und jedes Interview. Molyneux war einer der Rockstars der Entwicklerszene und stand wie kein anderer für kreatives Gameplay und ungewöhnliche Spielideen.

Black & White sollte Elemente aus der Echtzeit-Strategie mit denen von klassischen Göttersimulationen verbinden, sowie mit dem Erziehen einer KI-Kreatur.

Standardmäßig standen eine Kuh, ein Tiger und ein Affe zur Auswahl. Als Gottheit sollte ich herrschen können, wie es mir gefiel: gütig und hingebungsvoll – aber auch gnadenlos und furchteinflößend!

Die Kreatur sollte autonom agieren, aber durch meine Taten und Erziehungsmethoden beeinflusst werden. Black & White war ein mutiges Gameplay-Experiment, das bereits vor seiner Veröffentlichung für einen gewaltigen Hype sorgte – auch dank Peter Molyneux' Verkaufstalent.

Diese positive Grundstimmung übertrug sich auf die Testwertungen, als das Spiel nach etlichen Release-Verschiebungen schließlich im März 2001 auf den Markt kam.

PC Games vergab 92 von 100 Prozentpunkten. Redakteur Florian Stangl erklärte(öffnet im neuen Fenster): "Black & White ist das genialste Spiel, das mir seit Pong untergekommen ist. Basta." PC-Player-Tester Thomas Werner goutierte Black & White gar mit 93 von 100 Punkten und beschrieb das Spiel als "atemberaubendes Erlebnis".

Heute nur noch über Umwege spielbar

Allen, die angesichts der Wertungen und nostalgischer Erinnerungen Lust haben, bei Black & White einzusteigen, sei gesagt: Leider gibt es das Spiel nicht als aufgepeppte Version bei GOG oder auf Steam. Stattdessen benötigt man das Originalspiel und eine Reihe von Fan-Patches.

Die Anleitung ist lang(öffnet im neuen Fenster), die Installation der nicht offiziellen Updates und der alten DirectX-Versionen auf dem Rechner bereitete mir Magengrummeln. Aber am Ende lief das Spiel dann doch.

Gut oder böse?

Obwohl ich Black & White bereits 2001 intensiv gespielt hatte, war ich beim erneuten Spielen von der Geradlinigkeit der Produktion überrascht. Es gibt kein HUD und kaum Menüs, stattdessen nur (m)eine göttliche Hand, mit der ich in der hübschen 3D-Welt mit meinen kantigen Untertanen und natürlich der Kreatur interagiere.

Black White – Trailer
Black White – Trailer (03:06)

Das Konzept wirkt wie aus einem Guss. Umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass Black & White das erste Spiel der Lionhead Studios war und das Team quasi bei null anfangen musste.

Spielerisch sind meine Eindrücke gemischt: Die Steuerung, bei der ich mich mithilfe meines Cursors und der Maus durch die Landschaft bewege, ist ein Graus. Beim Drehen und Zoomen geht die Übersicht immer wieder flöten. Optionen, wie das Ausführen von Wundern, beispielsweise Feuerbällen oder Regenwolken, durch das Zeichnen von Symbolen, bleiben eine Spielerei.


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