22FDX: Globalfoundries stellt Fertigung für Wearable-Chips vor

Eine Viertelmilliarde US-Dollar für 22FDX: Globalfoundries investiert in einen neuen Fertigungsprozess, der günstig und dennoch leistungsfähig sein soll. 22FDX ist für unterschiedliche, sparsame Chips gedacht.

Artikel veröffentlicht am ,
Transistor mit FD-SOI
Transistor mit FD-SOI (Bild: ST Microelectronics)

Globalfoundries hat das 22FDX-Fertigungsverfahren für Prozessoren angekündigt und zugleich bekannt gegeben, 250 Millionen US-Dollar in die Dresdener Produktionsstätte Fab 1 im Bundesland Sachsen zu investieren. Der 22FDX-Prozess basiert auf der Idee des Fully Depleted Silicon-on-Insulator (FD-SOI). Die Technik hatte Globalfoundries von ST Microelectronics lizenziert und bezieht die Wafer von Soitec. FD-SOI stellt, vereinfacht ausgedrückt, eine Alternative zu sogenannten FinFETs, dreidimensionalen statt planaren Transistoren, dar.

Stellenmarkt
  1. DevOps Engineer (m/w/d)
    Medion AG, Essen
  2. IT-Referent (m/w/d)
    Wirtschaftsrat der CDU e.V., Berlin-Mitte
Detailsuche

Der Auftragsfertiger Globalfoundries bot bisher zwar mehrere 28-nm-Verfahren und den von Samsung übernommenen 14-nm-FinFET-Prozess an, hatte aber keine Technik dazwischen im Angebot. Die einst geplante 20-nm-LPM-Fertigung (Low Power Mobile) wurde wie 14XM, Globalfoundries' eigenes FinFET-Verfahren, gestrichen. Die Investition in Höhe von einer Viertelmilliarde US-Dollar dürfte der Neuentwicklung von 22FDX geschuldet sein, was die Metal-Layer-Interconnects von 28-nm-FD-SOI und die Transistor-Technik von 14-nm-FD-SOI nutzt (PDF).

Bei Chips mit Fully Depleted SOI wird wie bei Partially Depleted SOI und anders als bei einem sogenannten Bulk-Prozess eine Siliziumoxidschicht hinzugefügt, diese Sperrschicht isoliert den Transistor besser. Durch diesen Trick verringern sich die Leckströme zwischen Source und Drain, die Leistungsaufnahme des Chips sinkt. Zusätzlich kommt undotiertes Silizium für die besonders dünne Schicht zum Einsatz, aus der später die Transistoren belichtet werden.

Sparsamer als 28nm und günstiger als 14nmFF

Grundlegend spricht Globalfoundries von einem um bis zu 90 Prozent geringeren Energiebedarf von 22FDX verglichen mit dem 28-nm-Bulk-Prozss. Die Die-Fläche soll sich um ein Fünftel verringern und die Kosten würden 20 Prozent unter denen liegen, die für Chips aufgewendet werden müssten, die im 14-nm-FinFET-Verfahren gefertigt werden. Im Detail verbergen sich vier Prozesse mit abweichenden Charakteristiken hinter dem 22FDX-Verfahren.

  • Details zu 22FDX (Bild: Globalfoundries)
  • Details zu 22FDX (Bild: Globalfoundries)
  • Details zu 22FDX (Bild: Globalfoundries)
  • Details zu 22FDX (Bild: Globalfoundries)
  • Details zu 22FDX (Bild: Globalfoundries)
  • Details zu 22FDX (Bild: Globalfoundries)
Details zu 22FDX (Bild: Globalfoundries)
Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Neben Ulta-Low-Power bietet Globalfoundries eine Version namens Ulta-Low-Leakage an, hinzu kommenden die Varianten Ulta-High-Performance und RF & Analog. Folgerichtig sollen sich die Prozesse für Systems-on-a-Chip für Geräte des Internets der Dinge oder Wearables und LTE-Transmitter eignen.

Die Vorserienfertigung (Risk Production) des 22FDX-Verfahrens soll im zweiten Halbjahr 2016 starten. Zu den Kunden zählen ARM, Freescale, Dream Chip Technologies, ST Microelectronics und Veri-Silicon .

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Loongson 3A5000
Chinesische Quadcore-CPU mit eigenem Befehlssatz

50 Prozent schneller als der Vorgänger-Chip und dabei sparsamer: Der 3A5000 mit LoongArch-Technik stellt einen wichtigen Umbruch dar.

Loongson 3A5000: Chinesische Quadcore-CPU mit eigenem Befehlssatz
Artikel
  1. Elon Musk: Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad
    Elon Musk
    Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad

    Elon Musk hat klargestellt, dass es für das Model S und das Model X kein normales Lenkrad mehr geben wird. Das D-förmige Lenkrad ist Pflicht.

  2. Probefahrt mit EQS: Mercedes schüttelt Tesla ab, aber nicht die Klimakrise
    Probefahrt mit EQS
    Mercedes schüttelt Tesla ab, aber nicht die Klimakrise

    Der neue EQS von Mercedes-Benz widerlegt die Argumente vieler Elektroauto-Gegner. Auch die Komforttüren gefallen uns.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  3. Förderprogramm: Bund will Fachkräfte für Akkuindustrie ausbilden lassen
    Förderprogramm
    Bund will Fachkräfte für Akkuindustrie ausbilden lassen

    Die Aus- und Weiterbildung für Fachleute im Bereich Akkuproduktion und -entwicklung wird mit 40 Millionen Euro aus der Staatskasse gefördert.

ms (Golem.de) 13. Jul 2015

Kunde hier in diesem Sinne, dass die Designs von ARM für 22FDX optimiert werden.



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • 30% Rabatt auf Amazon Warehouse • ASUS TUF VG279QM 280 Hz 306,22€ • Fractal Design Meshify C Mini 69,90€ • Acer Nitro XF243Y 165Hz OC ab 169€ • Samsung C24RG54FQR 125€ • EA-Promo bei Gamesplanet • Alternate (u. a. Fractal Design Define S2 106,89€) • Roccat Horde Aimo 49€ [Werbung]
    •  /