2034: BBC will TV-Stick statt Antennenfernsehen und Satellit
Die BBC bereitet sich mit einem TV-Stick auf das Ende der terrestrischen Fernsehverbreitung mit DVB-T2 und auch über Satellit in Großbritannien im Jahr 2034 vor. Der Stick, der mit den anderen öffentlich-rechtlichen Sendern ITV, Channel 4 und Channel 5 diskutiert werde, biete kostenlosen Zugang zu Live-Streams der Sender und On-Demand-Player, berichtet die britische Times(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf eine Rede von Tim Davie, Generaldirektor der BBC, im Lowry Theatre in Salford in Greater Manchester.
Davie sagte, dass das terrestrische Fernsehen in den 2030er Jahren im Rahmen der Umstellung auf IP schon aus Kostengründen abgeschaltet werden sollte. "Viele Menschen wären froh, wenn ihre Satellitenschüssel oder Fernsehantenne morgen entfernt würde. Sie würden es nicht einmal bemerken. Aber ein erheblicher Teil der Bevölkerung wäre besorgt, weil sie befürchten, den Zugang zu verlieren."
Die öffentlich-rechtliche Rundfunkgebühr in Großbritannien, TV Licence genannt, beträgt aktuell 174,50 Pfund im Jahr (rund 208 Euro). Für die Nutzung der Programme der öffentlich-rechtlichen Rundfunkorganisationen (Public Service Broadcasting, PSB) besteht Gebührenpflicht. Eine Abschaffung des linearen Fernsehens zugunsten von On-Demand ist jedoch nicht geplant. Der PSB-Streamingdienst Freely mit Live-TV und On-Demand-Inhalten soll ausgebaut werden.
"Es ist an der Zeit für die IP-Umstellung"
"Wir sind überzeugt, dass es jetzt an der Zeit ist, die IP-Umstellung in den 2030er Jahren zu bestätigen, die Voraussetzungen und Sicherheit für den Erfolg zu schaffen. Um das zu unterstützen, wollen wir Freely als universellen kostenlosen Dienst für die Bereitstellung von Live-TV über Breitband ausbauen", so Davie. "Außerdem denken wir über ein Streaming-Media-Gerät mit integrierten Freely-Funktionen nach, dessen stark vereinfachte Benutzeroberfläche speziell für diejenigen entwickelt wurde, die bisher keine IP-Dienste nutzen konnten."
Davie hatte im Dezember 2022(öffnet im neuen Fenster) laut Guardian gesagt, die BBC habe sich der Live-Übertragung verschrieben, doch die Briten sollten sich darauf einstellen, dass bis in die 2030er Jahre viele eigenständige Kanäle und Radiosender geschlossen würden: "Mit der Zeit wird das weniger lineare Rundfunkdienste und ein mehr maßgeschneidertes, vernetztes Online-Angebot bedeuten."



