2030: BMW will Festkörperakku in Autos verbauen

BMW will bis Ende des Jahrzehnts Autos mit Festkörperakku bauen und schon vor 2025 ein erstes Fahrzeug mit dieser Akkutechnik zeigen.

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Firmengebäude von BMW
Firmengebäude von BMW (Bild: BMW)

BMW will die Entwicklung des Feststoffakkus vorantreiben und schon vor 2025 ein erstes Fahrzeug damit vorstellen. In Serie gehen soll die Technik aber erst Ende des Jahrzehnts, so Entwicklungsvorstand Frank Weber.

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Festkörperakkus, auch Feststoffakkus genannt, haben kein flüssiges Elektrolyt, sondern ein festes. Zum Einsatz kommen beispielsweise Polymer oder Keramik. Diese Akkus lassen sich schneller laden und haben eine deutlich höhere Energiedichte als die heute üblichen Lithium-Ionen-Akkus.

Neben BMW hat als weiterer deutscher Hersteller auch Volkswagen vor, diese Technik voranzutreiben und investiert in seinen Partner Quantumscape viele Millionen US-Dollar. Der Feststoffakku von Quantumscape ist allerdings umstritten: Zum einen ist nicht die gesamte Zelle feuerfest, zum anderen sind die projektierten Akkukosten von 100 US-Dollar pro kWh im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus zu hoch. Darüber hinaus wird bezweifelt, dass die Serienproduktion bis 2025 im industriellen Maßstab anfahren kann.

Lithium-Ionen-Akkus sollen leistungsfähiger werden

BMW will aber auch bei konventionellen Akkus etwas verbessern. "Wir wollen die Energiedichte der Zellen deutlich erhöhen und die Kosten beim Materialeinsatz und in der Produktion gleichzeitig senken. Wir werden auch den Einsatz von Primärmaterial maßgeblich reduzieren, um eine wirklich ‚grüne' Batterie sicherzustellen", so BMW-Chef Oliver Zipse. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll die Energiedichte der Zellen um mindestens einen mittleren zweistelligen Prozentbereich steigen.

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Auf Basis der aktuellen Markterwartungen geht BMW davon aus, dass im Jahr 2030 mindestens 50 Prozent seines weltweiten Absatzes aus vollelektrischen Fahrzeugen bestehen wird. Insgesamt will das Unternehmen in den nächsten rund zehn Jahren etwa zehn Millionen vollelektrische Fahrzeuge auf die Straße bringen.

Elektromobilität: Theorie und Praxis zur Ladeinfrastruktur (de-Fachwissen)

Steuergelder für Akkuzellfabrik

BMW bekam von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und dem bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) zudem einen Zuwendungsbescheid zur Unterstützung für seine Akkuvorhaben im Rahmen einer europäischen IPCEI-Initiative (Important Project of Common European Interest) zum Aufbau einer eigenen Zellfertigung. Die staatliche Unterstützung liegt bei rund 68 Millionen Euro.

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