Suche
Anzeige
(Bild: Pexels/CC0 1.0)

2030: Automatisierung soll 12 Millionen Deutsche betreffen

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz könnte in Deutschland zu einem massiven Arbeitsplatzabbau führen. Einer Studie des McKinsey Global Institute zufolge könnten bis 2030 zahlreiche Jobs überflüssig werden.

Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz könnten in Deutschland zahlreiche Arbeitsplätze verloren gehen. Betroffen sind laut der McKinsey-Studie Smartening up with Artificial Intelligence (AI) - What's in it for Germany and its Industrial Sector? (PDF) bis 2030 ein Drittel aller Arbeitskräfte, was zwölf Millionen Menschen entspricht. Etwa 25 Prozent der voraussichtlich anfallenden Arbeitsstunden könnten durch Maschinen übernommen werden.

Anzeige

Hierzulande könnte der Wunsch der Unternehmen nach dem Einsatz von Automatisierungstechniken aufgrund teurer Lohnkosten besonders hoch sein. Allerdings trägt der demografische Wandel in Deutschland auch dazu bei, dass 2030 etwa drei Millionen weniger Arbeitskräfte verfügbar sein werden. Die Studie sieht zugleich Potential für ein zusätzliches jährliches Wirtschaftswachstum von zehn Milliarden Euro.

Nach Einschätzung der Unternehmensberater sind Automatisierungsgrade von 30 Prozent funktionsübergreifend möglich. Besonders schlecht sieht es für IT-Service-Desks aus - dort ist ein Einsparungspotential von 90 Prozent zu erwarten. In anderen Ländern ist der Prognose McKinseys zufolge das Potential für einzusparende Arbeitsplätze geringer. In China seien es nur 16 und in Indien nur 9 Prozent. Ähnlich hart wie Deutschland könnte es die USA treffen. Dort könnten 23 Prozent der Arbeitsplätze gefährdet sein.