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2022: Niederlande stellen ihr 3G-Netzwerk ab

Der frühere Betreiber von E-Plus Deutschland, KPN, hat einen Abschalttermin für UMTS genannt. Wer nicht Voice over LTE kann, wird weiter über 2G telefonieren.

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Technik bei KPN (Bild: KPN Ventures)

Der niederländische Netzbetreiber KPN schaltet sein 3G-Netzwerk im Januar 2022 ab. Das gab das Unternehmen am 27. Juli 2018 bekannt. Das Spektrum bei 2.100 MHz wird bereits für das 4G-Netzwerk mitgenutzt. Die Abschaltung erfolgt, um mehr Kapazität in das LTE-Netz zu bekommen.

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Bereits 95 Prozent der Kunden haben laut KPN ein 4G-taugliches Smartphone. Kunden die im Jahr 2022 noch ein Telefon in Gebrauch haben, das VoLTE (Voice over LTE) nicht unterstützt, können weiterhin das 2G-Netzwerk für grundlegende Sprach- und SMS-Dienste nutzen. KPN hält aus dem Verkauf seiner E-Plus-Anteile noch 8 Prozent an Telefónica Deutschland.

Vodafone Niederlande erklärte bereits im vergangenen Jahr, dass 3G auslaufen wird. Das UMTS-Netz wird bis Anfang 2020 abgeschaltet, um Frequenzen für 4G-Dienste freizusetzen.

Johan Wibergh, Chief Technology Officer der britischen Vodafone Group, sagte im November 2017, dass Vodafone sein Mobilfunknetzwerk der dritten Generation bald abschalten werde. "Ungefähr im Jahr 2020 bis 2021 drehen wir 3G ab. 3G war nicht unbedingt ein Erfolg", erklärte Wibergh.

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Auch Telekom bereitet Ende von 3G vor

Der Technikchef der Telekom Deutschland, Walter Goldenits, hatte sich im März 2017 zur Abschaltung von 3G-Mobilfunk geäußert. "UMTS wird der erste Netzlayer sein, den wir abschalten". Dagegen werde es 2G noch länger geben. "GSM wird länger leben als 3G, das brauchen wir als Fallback für Sprache, wenn jemand etwa aus dem Ausland in unser Netz kommt."

Goldenits legte sich jedoch nicht auf einen Zeitpunkt für die Abschaltung fest, sondern sprach nur über die technischen Möglichkeiten. Die Abschaltung von UMTS sei ein Thema, mit dem sich die Telekom beschäftige. LTE sei auch auf 2.100 MHz möglich, also im UMTS-Bereich, erläuterte er. Auch hier gebe es Tests.