2022: Mehr als 40 Prozent weniger Grafikkarten verkauft

2022 ist für den Markt der dedizierten Desktop-Grafikkarten ein Ausreißer: Im Vergleich zum Vorjahr wurden 42 Prozent weniger Grafikkarten verkauft. Generell summiert sich der Gesamtabsatz auf 6,9 Millionen Einheiten im dritten Quartal 2022; dies entspricht dem dritten Quartal 2005 vor 17 Jahren. Das berichtet das Magazin Toms Hardware(öffnet im neuen Fenster) mit Bezug auf statistische Daten des Branchenexperten Jon Peddle Research(öffnet im neuen Fenster) .
Den Markt teilten sich 2022 fast ausschließlich Nvidia und AMD untereinander auf. Der neue Konkurrent Intel konnte etwa vier Prozent Marktanteil gewinnen. Nvidias Anteil stieg auf 86 Prozent, während AMD 10 Prozent Anteil beanspruchen kann. Das liegt auch daran, dass Nvidia Ampere 2022 weiterhin von vielen Menschen gekauft wird.
Spielekonsolen als ernstzunehmender Faktor
Interessant: Trotz der vergleichsweise geringen Verkaufszahlen sind Grafikkarten aktuell teuer. Die Nachfrage übersteigt noch immer das Angebot, GPUs der vergangenen Generationen werden über ihrem UVP angeboten. Der Preis für Grafikkarten ist in den letzten Generationen generell gesteigert worden. GPUs im High-End-Bereich liegen bei weit über 1.000 Euro. AMD könnte mit kompetitiver Rasterperformance in RDNA 3 für weniger Geld 2023 wieder etwas vom Marktanteil zurückholen.
Die sinkenden Verkaufszahlen machen beide Hersteller also durch höhere Preise wett. Zudem zählen in solche Statistiken integrierte Grafikeinheiten in Spielekonsolen nicht dazu. Playstation 5 und Xbox Series X/S (beide mit AMD-SoC) liefern Leistung in Höhe einer Nvidia Geforce RTX 3070 oder AMD Radeon RX 6700 XT und kosten insgesamt weniger. Da wundert es wenig, dass die Konsolen beliebt sind.



