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2016: Bundesnetzagentur sperrt fast eine Million Elektrogeräte

Importierte Elektrogeräte entsprechen nicht immer europäischen Sicherheitsnormen und können Störungen des Funknetzes oder sogar Stromschläge verursachen. Die Bundesnetzagentur hat für das Jahr 2016 einen neuen Rekord bei den gesperrten Geräten vermeldet.
/ Tobias Költzsch und dpa
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Die Bundesnetzagentur hat 2016 eine Rekordzahl an elektronischen Geräten aus dem Verkehr gezogen. (Symboldbild) (Bild: Ed Jones/AFP/Getty Images)
Die Bundesnetzagentur hat 2016 eine Rekordzahl an elektronischen Geräten aus dem Verkehr gezogen. (Symboldbild) Bild: Ed Jones/AFP/Getty Images

Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr fast eine Million im Internet angebotene Billig-Elektrogeräte aus dem Verkehr gezogen(öffnet im neuen Fenster), weil sie Funkstörungen oder gar Stromschläge verursachen können. Gesperrt worden seien 986.000 Geräte – ein neuer Höchststand, sagte ein Behördensprecher.

Zu hohe Sendeleistungen und falsche Frequenzen

Viele Geräte behinderten durch unzulässig hohe Sendeleistungen, falsche Frequenzen oder mangelhafte Abschirmung der eigenen Strahlung den Funkverkehr. Die Zahl der unsicheren Angebote im Internethandel wächst offensichtlich stark: 2014 wurden mit 530.000 nur etwa halb so viele Geräte gesperrt wie 2016. 2013 lag die Zahl noch bei 268.000.

Aktuell gehe es besonders oft um sogenannte FM-Transmitter, die Musik etwa von einem Smartphone per Funk zu einem Abspielgerät übertragen, so die Netzagentur. Bemängelt wurden vielfach auch Funkkopfhörer, Handfunkgeräte, Steckdosen und Drohnen.

Steigender Anteil an Produkten aus China

"Ein steigender Anteil der Produkte, die wir aus dem Verkehr ziehen müssen, stammt aus China", sagte Netzagentur-Präsident Jochen Homann. Käufer sollten bei Geräten auf eine korrekte CE-Kennzeichnung achten. Sie bescheinigt die Unbedenklichkeit der Ware. Gesperrte Geräte dürfen nicht weiter benutzt und vertrieben werden. Die Netzagentur arbeitet bei der Marktüberwachung eng mit dem Zoll zusammen.

Über Importhändler sind chinesische Elektrogeräte mittlerweile relativ problemlos in Deutschland zu bekommen, auch wenn der Hersteller sie offiziell nicht hier anbietet. Besonders bei Smartphones scheint sich ein Kauf oftmals zu lohnen, da die Geräte häufig technisch gut ausgestattet und verhältnismäßig günstig sind. Neben möglicher Einfuhrprobleme aufgrund des fehlenden CE-Zeichens müssen Käufer häufig auch Abstriche bei den Garantieleistungen machen.


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