Der Klassiker: Industriespionage

Industriespionage gehört mit zu den ältesten und erfolgreichsten Maschen des Social Engineerings. Als legitim betrachtete Mitarbeiter können sich Zugang zu den geheimsten Labors verschaffen und Konkurrenten ausspionieren. Jüngst will die britische Staubsaugerfirma Dyson einen Spion von Bosch bei sich entdeckt haben, der dort Geschäftsgeheimnisse gesammelt und an die deutsche Firma Bosch weitergeben haben soll. Der Mitarbeiter, dessen Identität noch unbekannt ist, soll zwei Jahre lang in Dysons Entwicklungsabteilung für elektrische Motoren gearbeitet haben.

Stellenmarkt
  1. Consultant / Specialist Projektmanagement Digitalisierung Filiale (m/w/d)
    ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
  2. SAP Senior Inhouse Consultant MM/LE (m/w/d)
    OMIRA GmbH, Ravensburg
Detailsuche

Die Abteilung ist laut Dyson in einem Gebäudetrakt mit höchster Sicherheit untergebracht, der Zugang nur per Fingerabdruckerkennung möglich. Bosch weist die Vorwürfe zurück. Der ehemalige Mitarbeiter habe bei Bosch in der Abteilung für Gartengeräte gearbeitet. Dyson hat gegen Bosch Klage vor einem britischen Gericht eingereicht.

Schon früher wurden deutsche Firmen beschuldigt, bei britischen Unternehmen abgekupfert zu haben. Im späten 19. Jahrhundert hatte Großbritannien einen derart großen Vorsprung bei Qualitätsprodukten vor dem Nachzügler auf dem Kontinent, dass reihenweise deutsche Facharbeiter zum "Anlernen" auf die Insel geschickt wurden. Damit die immer noch minderwertigen und fast identischen deutschen Produkte von den britischen Originalen zu unterscheiden waren, setzte Großbritannien damals die Bezeichnung "Made in Germany" durch.

...und eine ganze Brücke

Einer der Basistricks bei Social Engineering sind gefälschte Dokumente. Mit diesen konnten Diebe in der Nähe von Slavkov in Tschechien einen ganzen Fußgängerübergang abbauen und die darunterliegenden Bahngleise gleich mit. Die Metalldiebe rückten dafür sogar mit einem Kran an. Als die örtliche Polizei nach dem Rechten sehen wollte, präsentierten die Diebe offensichtlich gut gefälschte Genehmigungspapiere. Sie seien mit dem Abriss beauftragt worden, um Platz für einen neuen Fahrradweg zu machen.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    01.-03.08.2022, virtuell
  2. IT-Grundschutz-Praktiker mit Zertifikat: Drei-Tage-Workshop
    04.-06.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Erst nachdem die Brücke verschwunden war, überprüften Mitarbeiter der örtlichen Bahnstation den vermeintlichen Auftrag. Angaben über die Höhe des Verlusts reichen von mehreren Tausend Euro an Materialkosten bis hin zu mehreren Millionen Euro für den Wiederaufbau der entwendeten Brücke. Die Gleisstrecke war aber laut Bahn bereits stillgelegt.

Metallabbau hat in der Gegend um Slavkov Tradition: Bereits im 2. Jahrtausend vor Christus wurde dort Zinn abgebaut, die Region war bis ins 16. Jahrhundert für das Metall berühmt. Es wurde beispielsweise von der Familie Fugger aus Augsburg gehandelt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Falscher Paul Allen verschafft sich KontozugangBetrug ist nicht Hacken 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


NeverDefeated 08. Jan 2013

Ich war am Anfang meines Studiums der einzigste Student meines Jahrgangs, der jeden Tag...

Gungosh 03. Jan 2013

Gesundheit reicht eigentlich völlig aus, um on- und offline klarzukommen und sich nicht...

Wary 31. Dez 2012

Selbstverständlich gehört ein Backup in die "Cloud". Vermutlich weißt du weder was man...

Baron Münchhausen. 27. Dez 2012

Am meisten wurden Donuts geklaut ... In den USA... Bei den Polizisten... Umgerechnet ein...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Franziska Giffey
Deepfake von Klitschko täuscht Berlins Bürgermeisterin

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hat per Videokonferenz mit einem Deepfake von Vitali Klitschko gesprochen. Der Betrug flog auf.

Franziska Giffey: Deepfake von Klitschko täuscht Berlins Bürgermeisterin
Artikel
  1. Datenpanne: IT-Mitarbeiter verliert USB-Stick mit Meldedaten einer Stadt
    Datenpanne
    IT-Mitarbeiter verliert USB-Stick mit Meldedaten einer Stadt

    Die Tasche mit dem USB-Stick wurde über ein in ihr ebenfalls enthaltenes Smartphone geortet und gefunden.

  2. Logistik: Post will mit Solarschiff Pakete in Berlin verteilen
    Logistik
    Post will mit Solarschiff Pakete in Berlin verteilen

    Die Post will Pakettransporte von der Straße aufs Wasser verlagern. Das erste der Schiffe wird mit Solarstrom betrieben. In Zukunft sollen sie autonom fahren.

  3. Qualitätsprobleme: VW muss ID.Buzz-Produktion wegen Akkufehlern stoppen
    Qualitätsprobleme
    VW muss ID.Buzz-Produktion wegen Akkufehlern stoppen

    Qualitätsprobleme mit dem Akku des Volkswagen ID. Buzz sorgen für einen Produktionsstopp. Schuld soll eine Akkuzelle eines neuen Lieferanten sein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MSI 323CQRDE (WQHD, 165 Hz) 399€ • LG OLED 48C17LB 919€ • Samsung 980 PRO (PS5-komp.) 2 TB 234,45€ • Apple HomePod Mini 84€ • 16.000 Artikel günstiger bei Media Markt • MindStar (u. a. AMD Ryzen 7 5700G 239€, Samsung 970 EVO Plus 250 GB 39€ und Corsair Crystal 680X RGB 159€) [Werbung]
    •  /