201 GBit pro Quadratzoll: IBM quetscht 330 Terabyte auf ein Tape

Gemeinsam mit Sony hat IBM ein Bandlaufwerk entwickelt, das hohe 330 Terabyte an Kapazität aufweist. Neu ist die verwendete Technologie, der Einsatz in Cloud-Servern sei denkbar.

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Bandlaufwerk mit 220 Terabyte
Bandlaufwerk mit 220 Terabyte (Bild: IBM)

IBM Research und Sony haben im japanischen Tsukuba eine neue Generation von Bandspeicher vorgestellt. Das etwa handtellergroße Cartridge weist eine Kapazität von 330 Terabyte für unkompriminierte Daten auf, was eine drastisch höhere Speicherdichte als bisher erfordert. Die beiden Hersteller sprechen von 201 GBit pro Quadratzoll, das eigentliche Band ist 1,098 km lang.

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Die IBM-Forscher aus Zürich nutzen Kathodenzerstäubung, also ein sogenanntes Sputter-Verfahren, um feine Metallpartikel auf das Speicherband aufzutragen. Das sei zwar teurer als herkömmliche Barium-Ferrit-Tapes, die Kosten relativieren sich den Wissenschaftlern zufolge aber durch die Speicherkapazität. Die einzelnen Partikel sollen 7 nm messen, zudem wurde der Abstand zwischen Band und Kopf verringert und ein neues Gleitmittel verwendet. 2015 zeigte IBM ein Cartridge mit 220 Terabyte und 123 GBit pro Quadratzoll, Sony schaffte 185 Terabyte und 148 GBit pro Quadratzoll schon ein Jahr zuvor.

  • Dr. Mark Lantz, Tape Scientist, zeigt ein Cartridge. (Foto: IBM)
  • Bisherige Tapes (Bild: IBM)
Bisherige Tapes (Bild: IBM)

Gedacht ist das neue Bandlaufwerk für Cold Storage, dabei handelt es sich um Daten, die einmalig geschrieben und danach nur selten gelesen werden. Grundsätzlich eignet sich das Tape daher für Cloud-Server, wobei es dort allerdings mit Festplatten und künftig auch SSDs konkurriert. Flash Forward, das Joint Venture aus Toshiba und Western Digital, entwickelt Flash-Speicher mit sehr vielen Schichten und vier Bit pro Zelle (BiCS4 sowie BiCS3 X4).

Für das 330-Terabyte-Tape hat IBM eine verbesserte Servo-Steuertechnik für den Lese- und Schreibkopf und spezielle Algorithmen entwickelt. Wann das neue Bandlaufwerk kommerziell eingesetzt werden soll, sagte IBM nicht.

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